Frage von Sunnnbert,

Steuererklärung Nachlassverwalter

Hallo,

wer muss bei einer Nachlassverwaltung die Steuererklärung abgeben?

Müssen die Erben die Steuererklärung abgeben und die Steuern mit ihrem privaten Vermögen bezahlen, obwohl sie die Haftung auf den Nachlass beschränkt haben? Kriegen die Erben das dann später zurück, wenn der Nachlass überschuldet ist oder wie?

Unsere Nachlassverwalterin will das wir die Steuererklärung abgeben, weil der Nachlassverwalter nicht als jursitische Person gelten kann.

Na ja wäre für Hilfe dankbar.

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Antwort
von ramue04,

Das ist insgesamt ein Thema für einen StB (wer muss zahlen, überschuldeter Nachlass ...).

Die Nachlassverwalterin kann aber nicht die persönlichen Pflichten der Erben gegenüber der Finanzverwaltung erfüllen.

Aus dem Kommentar:

Die Menschqualität, und damit die Einkommensteuerrechtsfähigkeit, endet mit dem Tod der natürlichen Person. Der Mensch ist tot, wenn die Hirnfunktionen vollständig und irreparabel ausgefallen sind ("Hirntod"). Mit dem Tod einer Person rücken seine Erben in seine steuerliche Rechtsstellung ein. Ab dem Todeszeitpunkt sind ihnen die Besteuerungsgrundlagen des Erblassers zuzurechnen; die vor diesem Zeitpunkt begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Steuerschuldverhältnis gehen auf sie nach § 45 AO über.

Kommentar von EnnoBecker ,

Der Mensch ist tot, wenn die Hirnfunktionen vollständig und irreparabel ausgefallen sind ("Hirntod")

Ich bin froh, dass das im Rahmen dieser Frage endlich mal geklärt wurde.

Antwort
von barmer,

Hallo, wenn das Erbe angenommen wurde, sind auch evtl. Schulden übernommen worden. Wobei wurde die Haftung auf den Nachlass begrenzt ?

Die Erben müssen eine gesonderte Feststellung abgeben, in der u.a. die Einkünfte und die Verteilung unter den Erben anzugeben sind. Das Finanzamt korrigiert dann die einzelnen Einkommensteuerbescheide der Beteiligten. Wenn die Erbengeminschaft Verluste macht, gibts u.U. sogar Steuern zurück.

Kommentar von EnnoBecker ,

Es ist gar nicht sicher, dass die F-Erklärung gemeint ist.

Antwort
von Meandor,

Damit ein Nachlassverwalter als juristische Person gelten kann, müsste er eine GmbH, eine AG, eine Stiftung, ein Verein, ein Land, eine Gemeinde oder sonstwas in der Richtung sein. Das ist eher unwahrscheinlich.

Wenn der ganze Nachlass unter Nachlassverwaltung steht, dann ist für die Feststellungserklärung meines Wissens der Nachlassverwalter zuständig.

Antwort
von EnnoBecker,

Zunächst stellt sich die Frage, welche Steuererklärung überhaupt gemeint ist. Beide bisherigen Antworter blicken da etwas in einen Tunnel, wenn auch jeder in einen anderen.

Geht es um die Einkommensteuererklärung des Verstorbenen? Geht es um die Erbschaftsteuererklärung? Geht es um die Feststellungserklärung der Erbengemeinschaft? Oder gar noch um andere Steuern?

Es wäre schön, wenn eine Sachverhaltsdarstellung zumindest diese Informationen beinhalten würde.

Die Einkommensteuererklärung für den Verstorbenen haben die Erben abzugeben, denn sie sind Rechtsnachfolger des verstorbenen und der kann ja schlecht zur Abgabe aufgefordert werden.

Die Erbschaftsteuererklärung geben die Erben ab, allerdings nicht als Rechtsnachfolger des Verstorbenen, sonder in eigener Pflicht und in ihrer Rechtsstellung als Erbe.

Und die F-Erklärung geben die Mitglieder der Gemeinschaft ab, auch hier nicht als RNF, sondern eben als Mitgesellschafter.

Das ist nun in alles drei Fällen die Erbengemeinschaft, aber jedesmal aus einem andern Grund.

Kommentar von Finanzritter ,

Was muß der Ersteller der ESt-Erklärung des Verstorbenen für die Rente eintragen: den theoretischen Jahresbetrag (so schein es mir) oder das bis zum Todeszeitpunkt aufgelaufene? Trage ich das Tatsächliche ein, meldet mir WISO einen Fehler, da dann die Jahresrente 2005 zu hoch ist?

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