Frage von scanz2612, 269

Steuererklärung nach Auswanderung in die Schweiz

Hallo zusammen,

ich lebe seit Mitte April 2013 in der Schweiz und arbeite hier auch ganz normal. Zuvor war ich freiberufl. in Deutschland tätig. Meine Ehefrau lebt seit dem 1. Juli in der Schweiz und war zuvor in Deutschland angestellt.

Ich zahle meine Quellensteuer in der Schweiz, da ich eine feste Arbeit habe, meine Frau zahlt ebenfalls Quellensteuer, sie arbeitet jedoch nicht regelmäßig.

Nun will das Finanzamt in Deutschland, dass ich eine Steuererklärung für das Jahr 2013 abgebe. Muss das wirklich sein, obwohl wir kein volles halbes Jahr in Deutschland waren im Jahr 2013?

Wenn ich die Steuererklärung mache, worauf muss ich achten, dass ich nicht zuviel Steuern bezahle? Müssen alle Einnahmen des gesamten Jahres angegeben (Deutschland und Schweiz) werden oder nur die deutschen Einnahmen? Denn Quellensteuer bezahle ich ja in der Schweiz auf meine Einkünfte.

Freue mich auf Eure Antworten.

Danke,

T.

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Antwort
von vulkanismus, 237

Würde das Finanzamt Dich auffordern, wenn Du nicht müsstest? Den Rest erledigt ein Steuerberater für Dich.

Kommentar von EnnoBecker ,

Würde das Finanzamt Dich auffordern, wenn Du nicht müsstest?

Ja, sowas gibt es durchaus. Die Aufforderung ergeht nach § 149 (1) Satz 2 AO. Zumindest in den Fällen, wo sich durch die Einzelsteuergesetze keine Abgabeverpflichtung ergibt.

Diesen Fall haben wir hier aber nicht. Die Abgabeverpflichtung hier ergibt sich bereits durch den Progressionsvorbehalt.

Antwort
von EnnoBecker, 269
obwohl wir kein volles halbes Jahr in Deutschland waren im Jahr 2013?

Ist ja auch nicht nötig, ein einziger Tag reicht aus, § 2 (7) Satz 3 EStG mit weiteren Vorschriften. Wo du das halbe Jahr hernimmst, weiß ich nicht.

Hier greift die Wegzugsbesteuerung. Die besagt, dass im Jahr des Wegzugs, in dem ja nacheinander die unbeschränkte und die beschränkte Steuerpflicht bestehen, die ausländischen Einkünfte, die in der Zeit der beschränkten Steuerpflicht erzielt worden sind, dem Progressionsvorbehalt unterliegen.

Sie sind deshalb auch nicht in Anlage AUS zu erklären, odern im Mantelbogen auf der zweiten Seite etwa ab Zeile 98 - je nach Jahresversion.

In die Anlage AUS gehören diejenigen ausländischen Einkünfte, die während der unbeschränkten Steuerpflicht erzielt wurden UND nicht durch ein DBA oder durch nationale Vorschriften von der Besteuerung ausgenommen werden.

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