Frage von ChrisDo, 1.265

Steuererklärung: Jobticket / Entfernungspauschale

Hallo,

ich erstelle gerade meine Steuererklärung für 2013. Ich bekomme ein Jobticket von meinem AG gestellt, welches auch auf der elektronischen Lohnsteuerkarte unter 18 Pauschalbesteuerte Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit ca. 2700€ auftaucht. Das Jobticket selbst ist im Zuflussmonat mit einem Wert von 2400€ taxiert worden und taucht auch so auf der Lohnabrechnung auf. Ich musste das Ticket nach meinem Verständnis nur versteuern (ca. 100€ vom netto weniger). Nun möchte ich diese Werbungskosten erfassen, d. h. ich habe die Entfernungskilometer zwischen PKW und Zug aufgeteilt. Die Kosten des Jobtickets von 2.400€ habe ich unter sonstige Werbungskosten aufgeführt (richtig?). Nun kommt jedoch folgende Fehlermeldung heraus:

"Wurden pauschal besteuerte Erstattungen für Fahrtkosten gezahlt, obwohl die Entfernungspauschale niedriger war, wird der übersteigende Teil bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens hinzugerechnet. Dadurch müssen Sie dann mehr Steuern zahlen"

Ich habe das Jobticket im September bekommen; es gilt ein Jahr und musste direkt komplett versteuert werden. Wie bekomme ich diese Kosten nun korrekt anerkannt? Das Steuerprogramm zeigt mir nämlich noch ein dickes Minus an. Liegt das daran, dass das Ticket komplett versteuert wurde, ich aber nur ab September die Entfernungspauschale anrechnen kann? Oder ist das Jobticket aufgrund des "Umweges" des Zugs so viel teurer?

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Antwort
von FREDL2, 1.258
Die Kosten des Jobtickets von 2.400€ habe ich unter sonstige Werbungskosten aufgeführt (richtig?).

No. Das sind pauschal besteuerte AG-Lleistungen und dafür gibts auch eine Spalte. So, wie Du das eintragen willst, wäre es zu Deinem Nachteil.

Ich musste das Ticket nach meinem Verständnis nur versteuern (ca. 100€ vom netto weniger).

???. Im Normalfall bedeutet "pauschal versteuerte AG-Leistung" dass der AG die Pauschalsteuer zahlt und nicht der AN, also Du. Frag lieber mal in Deinem Lohnbüro nach und lass Dir das erklären.

Liegt das daran, dass das Ticket komplett versteuert wurde.......

Ab hier laufen Deine Fragen etwas aus dem Ruder.

Fakt ist, dass Du Deine einfachen Entfernungs-km x 180 Tage x 0,30 abzüglich der pauschal besteuerten AG-Leistungen absetzen kannst.

Kommentar von ChrisDo ,

So, danke schon einmal für den ersten Ansatz. Ich bin jetzt etwas schlauer. 1. Der Unterschied zwischen der elektronischen Lohnsteuerkarte unter Punkt 18 sowie der Lohnabrechnung kam durch einen Storno und anteilige Abrechnung; kann also ignoriert werden. 2. Ich hatte bis dato die Kilometer aufgeteilt und bin von einer "Sammelbeförderung" ausgegangen. Das ist aber definitiv das falsche Thema wie ich feststellen musste. 3. Ich musste einen Teil der Pauschalversteuerung tragen, da die Aufwendungen der Pauschalversteuerung sowie Soli vom AG zu 75% und vom AN zu 25% getragen werden.

So, nun wieder ganz konkret: Laut Google Maps habe ich einen Arbeitsweg von 200 km. Davon lege ich 20 km mit dem Auto zurück. Ich habe ab Oktober diese Fahrtstrecke sowie das Ticket gehabt, d. h. ca. 60 Arbeitstage. Welche Felder muss ich denn jetzt wie füllen und wie berücksichtige ich den Abzug der pauschal besteuerten AG-Leistungen genau? Elstam 18 = 295 in Anlage N. Packe ich die 180km einfach zu den öffentlichen Verkehrsmitteln?

Kommentar von FREDL2 ,

@ChrisDo

Anlage N 2013: Zeile 35/110 dürfte klar sein. Unter 110 schreibst Du Deine Tage, das sind i. d. R. 220 AT, unter 112 kommen Deine 20 km zum Bahnhof, die 180 km pinselst Du in die Zeile, welche mit "davon mit öffentl. Verkehrsmitteln blabblabla" überschrieben ist und unter 114 kommen die Aufwendungen für den ÖPNV.

Die pauschal besteuerte AG-Leistung kommt unter 295.

Bist Du der Bruder von John Do?

Kommentar von ChrisDo ,

Danke, wir kommen dem Ziel schon ganz Nahe! 1. Habe ich Aufwendungen für den ÖPNV? Eigentlich doch nur die Abwälzung der 25% Pauschalversteuerung. 2. Aufwendungen für ÖPNV trägt man doch nur ein, wenn diese höher sind als 30 cent/km, oder? 3. In 2013 hatte ich diese Pendelsituation nur teilweise, in 2014 jedoch voll. D. h. ich werde in 2014 den Maximalsatz ohne Nachweis (=4.500€ bei der Pendlerpauschale) abschöpfen [220x200x0,3€=13.200€- pauschal besteuerte AG-Leistung=~9.000€ -> Deckelung auf 4.500€]? Dies verwundert mich etwas, da meine sichtbaren (ich brauche tatsächlich noch einen teuren Parkplatz etc.) Aufwendungen doch geringer sind?

PS: Ist der ein Verwandter von Arno Nym?

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