Frage von hpoperator, 272

Steuererklärung für 2014 nachreichen ( Lohnt sich das für mich)?

Hallo,

haette ein frage bezgl. meiner noch nicht getätigten Steuerklaerung fuers jahr 2014!

bitte aber erstmal den umstand mit der gross- und Kleinschreibung zu entschuldigen, da unser Internet zuhause noch nicht freigeschaltet wurde, bin ich gezwungen hier mit meinem smartphone diese frage zu verfassen.

Ich erkläre kurz in Stichworten meine situation im jahr 2014 (vom 01.01.-31.12.2014):

zu mir: Absolvierte in diesem jahr eine reguläre Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker (1. Ausbildung und keine Weiterb. oder der gleichen - Diese Ausbildung dauerte fuer mich, da vorgezogen 2,5 jahre. Beginn Feb. 2013, Ende Juni 2015). In dieser Zeit bezog ich ein Lehgehalt von ca. 550€ brutto. Brutto, da ich die lohnsteuerklasse 5 hatte und somit Lohnsteuer bezahlen musste. Darüber hinaus bekam ich noch ca 210€ BAB zusätzlich (Bezog KEIN kindergeld, da ich zu dieser Zeit schon 29jahre war). die entfernung zu meiner Ausbildungsstelle betrug einfacher Weg 18km und war in diesem Jahr knapp 180 tage dort.(wegkosten : 180 tage × 18km × 0,30€ = 972€). Meiner leibliche Tochter, nicht in meinem Haushalt wohnend (sie resultierte aus einer frueheren beziehung und lebt bei ihrer mutter), zu dieser zeit 6 jahre, konnte ich keinen Unterhalt zahlen, da mein verdienst zu gering war. Die Mutter meiner Tochter erhielt stattdessen ca. 180€ Unterhaltsvorschuss.

zu meiner Ehefrau: Sie war das komplette jahr 2014 zuhause (arbeitslos) und bezog ALG2 - Regelsatz (ich wurde seinerzeits im die ALG2-Berechnung nicht mitein bezogen) . Ihre leibliche Tochter (die sie aus einer frueheren beziehung mitbrachte) war 2014 7 jahre und lebt bei uns und meine Frau bezieht das komplette Kindergeld (184€) der Kindesvater von Milena bezahlte im Jahr 2014 KEINEN Unterhalt, da er Arbeitslos ist (und war). Meine Frau zahlte also KEINE Lohnsteuer. Meine Frau hatte aber in dieser Zeit die Lohnsteuerklasse 3, da wir das mit beginn meiner Lehre umgeaendert hatten, da sie zu dieser Zeit berufstätig war, dass war aber im Jahr 2013.

nun zu meiner frage kommen: Würde es sich denn fuer uns, unter dem angegebenen bzw geschilderten Sachverhalt, für uns lohnen noch eine Steuererklärung fuer 2014 nachzureichen (natuerlich wuerden wir dann eine zusammenveranlagte abgeben).? Könnten wir dann mit einer hohen auszahlung seitens des finanzamtes rechnen....oder aber (und das waere das "worst-case-szenario") muessten WIR etwas an das Finanzamt nachzahlen?

ueber hilfe bzw beantwortung meiner frage waere ich euch wirklich sehr danbar.

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 178

Na dann werde ich mal @EnnoWarMal bestätigen.

1. Es lohnt sich

2. Die Frage unter 1. stellt sich nicht, denn Ihr (Du und Ehefrau) müsst, wegen der Steuerklassenkombination 3/5.

3. ALG II ist steuerfrei. Also bekommt ihr die gesamte bei Dir abgezogene Lohnsteuer erstattet.

Kommentar von hpoperator ,

danke dir vielmals für deine Antwort. Denn diese bringt endlich Licht ins dunkle.....

wobei ich mir jetzt erstmal vorgenommen hab mich VOR Abgabe mal durch das "Steuerdickicht" zu kämpfen bzw mich da einzulesen.

aber wie du geschrieben hast:

2. Die Frage unter 1. stellt sich nicht, denn Ihr (Du und Ehefrau) müsst, wegen der Steuerklassenkombination 3/5.

kann es sein, dass dies nicht so ganz den Tatsachen entspricht?

denn unter § 46 Abs. 2 EStG steht folgendes:

3a. wenn von Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen zur Einkommensteuer zu veranlagen sind, beide Arbeitslohn bezogen haben und einer für den Veranlagungszeitraum oder einen Teil davon nach der Steuerklasse V oder VI besteuert ...

hier wurde ja ganz klar "UND einer für den Veranlagunszeitraum" formuliert.

Oder verstehe ich da nun doch etwas falsch?

LG

Kommentar von EnnoWarMal ,

Was war denn die zweite Frage?

Kommentar von wfwbinder ,

Theoretisch hast Du Recht, denn ihr habt ja nicht beide Arbeitslohn bezogen, aber wegen der Steuerklasse V kommt eben auf jeden Fall mehr Steuer raus, wenn der andere mit der III keinen Arbeitslohn hatte. Die Kombination, die ihr habt, kostet Euch einfach sinnlos Geld.

Also lade www.elster.de und mach die Erklärung, hole Dir die gezahlte Lohnsteuer zurück.

Kommentar von hpoperator ,

Keine Ursache :-) Deine Antwort war die, die mir weitergehlofen hat und mir Mut machte.

Die Wahl dieser Steuerklassenkombination entsprang im Jahr 2012, als meine Frau noch Berufstätig war und aufgrund meines geringen Ausbildungsgehalt ließen wir es dabei. Denn avisiert war eigentlich, dass meine Frau wieder arbeiten geht.....doch dazu am es nie, da die privaten Umstände mehr als ungünstig waren (Ihre Tochter lebt bei uns und der Kindesvater kam, was die gelegentliche Betreuung der Kleinen betrifft uns nicht gerade entgegen......aber das is ein anderes Thema).

Ferner wusste ich ja auch schon, dass auch wenn wir die Steuerklassenkombination beibehlaten würden, trotzdem die Lohsteuer nicht "verloren" sei und man das ganze wieder zurück bekommt......Doch, ob es sich bei diesem Wissen um "gefährlich Halbwissen" handelte, oder um eine Tatsache, dessen war ich mir nicht ganz sicher.

Buhl bzw WiSo sei dank hab ich jetzt ein Programm, mit dem ich mir das ganze nun um nu erstelle. Das Programm zeigte mir auch gleich an, was man vom Finanzamt zurück bekommt.....doch, da dies ein Programm ist (das nur so schlau sein kann, wie der Anwender, der es bedient) und gemäß meinen Einstellung das ganze berechnet, wusste ich nicht ob ich mich auf den angezeigten Betrag verlassen kann.

Antwort
von Ernsterwin, 170

Die Frage wäre wohl andersherum zu stellen: Bin ich von der Abgabe der Steuererklärung befreit? Denn grundsätzlich ist gem. AO die Steuererklärung abzugeben. Darauf kann verzichtet werden, wenn keine der Bedinungungen nach EStG § 46 Abs. 2 erfüllt sind - siehe https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html.

Wird die Steurerklärung nicht abgegeben - die Frist dafür ist sowieso schon überzogen - kann das zusätzliche Kosten verursachen (Verspätungszuschlag).

Kommentar von hpoperator ,

Danke dir vielmals für deine Antwort.

Aber weshalb soll die Frage anders gestellt werden? Hab sie schon richtig formuliert und genau dies würde ich gern in Erfahrung bringen.

sorry, will keineswegs forsch oder "schnippig" erscheinen, doch die Frage stelle ich ja nicht ohne Grund :-)

Kommentar von EnnoWarMal ,

Mit Verlaub, aber das ist Unsinn, und dazu muss ich die Aufgabenstellung nicht kennen.

Die Frage nach der Erklärungspflicht beantworten in dieser Reihenfolge:

  1. § 25 EStG
  2. § 56 EStDV
  3. § 46 EStG
  4. § 149 AO

Wenn du diese Reihenfolge nicht drauf hast, schaffst du das Examen nie.

Kommentar von hpoperator ,
Mit Verlaub, aber das ist Unsinn, und dazu muss ich die Aufgabenstellung nicht kennen.


ebenfalls mit "Verlaub", würde wohl doch nicht schaden, wenn du dir mal ie Mühe machst und dir meine Frage durchlesen würdest. Dann würdest du erkennen, dass ich NICHT danach frage, ob ich dazu verpflichtet bin, sondern vielmehr ob es sich für mich Lohnen würde, wenn ich die Steuererklärung mache (Was die Formulierung der Überschrift ja auch schon Preis gibt). Denn ich wusste sehr wohl, dass ich niht dazu verpflichtet bin.


Irgendwie, und dass bestätigst du damit, kann man es wohl nicht jedem Recht machen. Denn es gibt User, die anmerken, dass man den Sachverhalt viel zu kurz beschreibt und nötige Eckpunkte fehlen....und dann, wenn man sich die Mühe macht, dass ganze der Übersichtlichkeit wegen, nach Personen aufzulisten, gibt es wiederum andere, die "Nörgeln", dass man einfach zuviel Text hier formuliert. Und gerade bei dieser Fragestellung, wie der meinen, ist es für die Beantwortung wichtig, den ganzen SSachverhalt zu schildern!


--- Wenn du diese Reihenfolge nicht drauf hast, schaffst du das Examen nie.

Bitte was? Hab ich irgendetwas verpasst? Welches Examen?
Daran erkennt man wohl, wie wichtig es ist, sich die Beiträge der Fragesteller mal durchzulesen, bzw reicht es auch schon wenn man sie in "Speed-Reading-Mania" zumindest überfliegt.

Möchte dir gegenüber nicht forsch erscheinen, scheinst ja ne ziemliche Koryphäe hier zu sein, zumindest sagen dass deine Punkte die du hier im Forum bereits gesammelt und die Antworten, die du bereits gegeben hast. Doch, für mich, als Ratsuchender, zählt einzig und allein die Qualität bzw Produktivität der Beantwortung. Und diese fehlt in Hinblick auf den Sachverhalt komplett.

Man kann doch eigentlich froh sein, dass es noch Ratsuchende wie mich gibt, die Ihre Fragen hier ausführlich stellen ! Wie oft habe ich es selbst erlebt, dass nur irgendein "kauderwelsch" niedergeschrieben wurde und man als "Helfender" zum Verständniss des Ganzen, ertmal ein Blick in die "Wunderkugel" werfen musste.

Antwort
von EnnoWarMal, 134

"Ich erkläre kurz"

Also die Langform will ich da gar nicht erst sehen.

Kann mir jemand in kurzen Worten erläutern, worum es hier geht? Es gibt doch immer einige, die JEDEN Text lesen.

wfw? P59?

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