Frage von Heaven75,

Steuererklärung bei Hartz IV/Halbtagsjob

Hallo, eigentlich bin immer davon ausgegangen, dass ich als Hartz IV-Empfängerin mit einem Halbtagsjob (25 Std.) keine Steuererklärung machen brauch. Nun habe ich erst jetzt festgestellt, dass der Kinderfreibetrag auf meiner Lohnabrechnung nicht richtig ist. Da ich von Steuern u. alles was damit zu tun hat, keine Ahnung habe, dachte ich, dass alles so seine Richtigkeit hat. Ich bin alleinerziehend und habe 0,5 Kinderfreibeträge. Wie ich gestern erfahren habe u. jetzt auch nach recherchiert habe, könnte ich 1,0 Freibeträge beantragen. Bevor ich mich jetzt aber an das Finanzamt wende, wollte ich wissen, ob ich schon längst eine Einkommenssteuererklärung hätte machen müssen. Nach der Geburt meines Kindes wurde ich einmal aufgefordert, eine zu machen. Da ich damals 10 Stunden gearbeitet habe, brauchte ich nur die Lohnsteuerbescheinigung beifügen, aus der ersichtlich war, dass ich kein steuerpflichtiges Einkommen habe. Inzwischen arbeite ich ein paar Stunden mehr u. muss die Sozialabgaben zahlen. Dazu bekomme ich aufstockend Hartz IV. Nun habe ich etwas Angst, wenn ich mich wegen der Änderung des Kinderfreibetrages an das Finanzamt wende, dass sie mich auffordern, Steuererklärungen abzugeben u. ich viel nachzuzahlen habe. War es richtig, dass ich seit der Stundenaufstockung keine Erklärung gemacht habe? Wirkt sich die Erhöhung des Kinderfreibetrages auf meinen Nettolohn aus?

Antwort von Sumpfhexe,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du kannst es dir selbst ausrechnen - zum Beispiel auf www.nettolohn.de

Hier gibst du deine Zahlen der Lohnabrechnung ein und kannst selbst sehen, wie sich dein Nettolohn verändert.

Der Kinderfreibetrag wirkt sich nur auf die Höhe des Solidaritätszuschlages aus. Es ist nur minimal.

Wenn du wirklich 1.0 Freibeträge haben willst, musst du die Zustimmung des Vaters des Kindes bekommen, denn er hat die andere Hälfte. Es gibt hierfür Formulare.

Kommentar von Sumpfhexe,

Jede Person, die voraussichtlich keine Einkommensteuer zahlen muss (z.B. wegen zu geringer Einkünfte), kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragen. Profitieren Sie als Rentner, Student, Kind mit Kapitalerträgen oder z.B. als teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer von eine Nicht-Veranlagungsbescheinigung.

Antwort von Heaven75,

Danke für die Info! Da ich ja keine Steuern zahle, hat sich nichts geändert. Wegen der NV-Bescheinigung werde ich mich mal umschauen, denn wenn es irgendwann geht, möchte ich natürlich meine Stunden aufstocken u. muss dann evtl. Steuern zahlen und mache eine entsprechende Steuererklärung. Dann habe ich wenigstens die Bescheinigung. Also dann nochmal vielen Dank!

Kommentar von cyracus,

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