Frage von dieweissehand, 75

Steuererklärung 2014: mehrere Fragen

Bin grad dabei zu überlegen, wie die Steuererklärung für das Jahr 2014 zu bewerkstelligen ist unter folgenden Gesichtspunkten:

  • 2013 in Vollzeit gearbeitet, zum 31.12 gekündigt, neue -besserbezahlte- Stelle in Aussicht gehabt, allerdings letztlich nicht bekommen

  • 2014 arbeitslos im kompletten Kalenderjahr, Sperrfrist und dann ALG I

  • 2015 zum 01.01 neue Stelle angetreten

nun folgende Fragen:

  1. Wegen der eigenen Kündigung Sperrfrist von 12 Wochen bekommen, daher ist hierfür eine eigenständige Zahlung der Krankenkassenbeiträge erfolgt. Sind diese in der Steuererklärung aufzuführen und wo?

  2. Während der Sperrfrist zunächst vom Angesparten gelebt, allerdings war hier aufgrund nicht erwarteter Umstände viel schneller als erwartet Unterstützung von der Familie nötig. Mit dem ALG I lag ich infolge der Sperrfrist unterhalb des Freibetrags von 8000 EUR (?), allerdings mit dem zusätzlichen Geld der Eltern oberhalb der 10000er Marke. Was muss hier wie angegeben werden?

Vielen Dank im Voraus

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Antwort
von Mikkey, 75

Einfache Antwort:

Wenn Du nur die beschriebenen Einnahmen gehabt hast, hast Du keine Steuern gezahlt und brauchst auch keine zu zahlen. Andersherum bekommst Du auch keine erstattet.

Du kannst es Dir also einfach machen mit der ESt-Erklärung.

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern, 68

Deine Einkünfte in 2014 sind anzugeben, ggf. wirken sie auch nur auf die Progression. Wenn Du Krankenkassenbeiträge selbst entrichtet hast, dann werden diese wie üblich angegeben - nur eben nicht als Teilzahlung (mit Zuschuss), sondern volle Zahlung der Beiträge (wenn es keinen Zuschuss gab). Allerdings führen diese Vorsorgeaufwendungen im Gegensatz zu (vorweggenommenen) Werbungskoisten nicht potentiell zu einem Verlustvortrag, sondern mindern nur die Einkünfte im jeweiligen Veranlagungsjahr. Sie dürften bei Dir also höchstens die Progression reduzieren bzw. eliminieren. Waren Deine Einkünfte ohnehin unter 8.354 EUR plus ein paar EUR dazu, dann ist die steuerliche Wirkung der Vorsorgeaufwände nicht vorhanden.

Zusätzliches Geld von den Eltern dürfte kein Einkommen gewesen sein, sondern eine Schenkung oder ein Darlehen. Damit ist es nicht als Einkunft relevant. Deine Eltern können Dir deutlich mehr schenken - das ist nicht einmal für eine Schenkungssteuer relevant.

Antwort
von wfwbinder, 50

1. 2014 hattest Du nach Deiner Darstellung keine steuerpflichtigen Einnahmen.

2. Das ALG I unterliegt nur dem Progressionsvorbehalt, aber ohne ein steuerpflichtiges Einkommen, keine Steuer also auch kein Progressionsvorbehalt.

3. Die Ausgaben für die Lebensversicherung verpuffen damit.

4. Unterstptzung der eltern ist kein steuerlich relevanter Vorgang. Ausser es wäre ein Geschenkt. Dann schriftlich festhalten, denn wenn es sich in den nächsten 9 Jahren (10 Jahre seit der ersten Zuwendung) auf über 800.000,- (2 * 400.000,-) aufsummt, könnte Schenkungssteuer anfallen.

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