Frage von SabineMaria, 15

steuererkl.

Hausverk., alle Unterl. zum Steuerber., ca. 12.000 € Steuernachzahl. wg. Spekulationsgewinn. St-Ber. hat in der Erkl. den Verkaufspreis mit ca. 200.000,00 zu wening !!!!!!!!!! angesetzt. Dadurch erhöht sich meine Steuerschuld von 12. auf ca. 42.000 €. Das bricht mir das Genick, da ich anderweitig etwas gekauft habe, in dem ich wohne. Auf meine Frage sagte der St.-Ber. er wisse nicht, woher er die Zahlen (den Vrkaufspreis)habe. Alle Unterlagen auch Verträge hatte ich an ihn weitergegeben. Wie sieht es mit einer Haftung des St-Ber. wg. falscher Abgabe der Erklärung aus? Die 12.000 hatte ich zurückgelegt. 42.000 kann ich nicht bezahlen, ich habe einen Halbtagsjob.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo SabineMaria,

Schau mal bitte hier:
Steuererklärung Haftung

Antwort
von wfwbinder, 6

Der Steuerberater hat Schuld, dass die Steuer zuerst falsch festgesetzt wurde, aber keine Schuld an der Steuerschuld von 42.000,- Euro.

Die 42.000,- wären früher festgesetzt worden, ohne den Fehler. Dann hättest Du eventuell anders kalkuliert.

Die Frage ist nun, wie der Fehler des StB für Deine Kosten und Probleme ursächlich ist.

Das wird nicht ganz einfach die Schadenersatzbeträge zu ermitteln und dann durchzusetzen.

Du brauchst einen Anwalt.

Was mich etwas wundert ist aber der Umstand, dass 200.000,- Mehrertrag "nur" zu 30.000,- zusätzlicher Nachzahlung führen sollen.

Antwort
von Privatier59, 4

Wenn Du die Hoffnung haben solltest, der Steuerberater oder dessen Haftpflichtversicherung würden Dir jetzt 30.000 Euro zahlen, dann bist Du völlig und absolut auf dem Holzweg: Diese Steuer hättest Du in jedem Falle zahlen müssen. Worüber man nur diskutieren könnte ist, wer denn nun zusätzliche Kosten wie etwa eine Nachfinanzierung, Verspätungszinsen, Rechtsberatung etc zahlen muß. Da bestehen Ansprüche Deinerseits, allerdings wird sich die Frage eines Mitverschuldens auch stellen. Ich rate dringend zur Anwaltsbeauftragung. Der Steuerberater wird die Sache vermutlich an die Berufshaftpflichtversicherung weiter leiten und die wird branchentypisch mauern.

Antwort
von barmer, 4

Sachen gibt's.

da wurden offenbar ca. 300.000 EUR durch einen Verkauf erzielt und jetzt brechen einem 30.000 das Genick.

Wenn dafür eine neue Immobilie erworben wurde, sollte es doch möglich sein, auf diese Sicherheit einen Kredit über 30.000 zu bekommen.

Schadenersatz wird schwierig, die Steuerschuld wäre ja so oder so 42.000 EUR.

Hast du die Erklärung unterschreiben, ohne sie zu lesen ? dafür kann der Berater auch nichts.

Viel Glück

barmer

Antwort
von vulkanismus, 4

Nicht der Steuerberater hat die Steuererklärung abgegeben, sondern Du. Und von den Zahlen wusstest Du. Bist du nicht stutzig geworden?

Für grobe Fehler und die Folgeschäden durch falsche Beratung kann man den Steuerberater durchaus haftbar machen – allerdings setzt das in der Regel ein Gerichtsverfahren und die Möglichkeit voraus, dass man ihm den Fehler überhaupt nachweisen kann. Oftmals ist das ziemlich schwierig.

Kommentar von EnnoBecker ,

So einfach ist das nicht.

Wenn der Steuerpflichtige den vollen Durchblick hätte, müsste er seinen Kram nicht an den Steuerberater geben. Und hier sagt der Berater, er wisse nicht, woher er die Zahl habe.

Irgendwo muss man sienem Berater auch vertrauen können müssen - dafür kriegt der nämlich sein Honorar.

Antwort
von gurusucher, 4

Anwalt oder ggf. Verbraucherzentrale fragen!

Antwort
von EnnoBecker, 2
sagte der St.-Ber. er wisse nicht, woher er die Zahlen (den Vrkaufspreis)habe

Da sollte er sich schnell einen anderen Beruf suchen.

Jetzt ist doch zunächst zu klären, wie hoch der Verkaufspreis tatsächlich war. Das wird ja wohl möglich sein. Und belegbar. Jedenfalls würde ich es merken, ob ich 200.000 mehr oder weniger bekomme.

Und dann erst ist zu klären, ob jemand haftet.

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