Frage von guibav, 151

Steuerbescheid: Einkommen um 468€ Kinderbetreuungskosten gekürzt; Kindergeld gestrichen

Hallo liebe Community,

ich habe meinen Steuerbescheid für 2012 bekommen. Da sind zwei Änderungen/Streichungen, die ich nicht verstehe. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

Ich habe zwei Kinder mit meiner Freundin. Wir sind nicht verheiratet, wohnen aber zusammen. Ein Kind geht in die Kita, dass andere ist noch kein Jahr alt und wird zuhause betreut. Jeder von uns hat für die Kinder jeweils einen halben Kinderfreibetrag.

Im Steuerbescheid wurden von meinem Einkommen 468€ abgezogen, mit folgendem Hinweis: "Es wurden Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben abgezogen. Knüpfen außersteuerliche Rechtsnormen an bestimmte definierte Begriffe an (z. B. "Einkünfte", "Summe der Einkünfte" und "Gesamtbetrag der Einkünfte"), sind die entsprechenden Werte für diese Zwecke um die Kinderbetreuungskosten in Höhe von 468 € zu mindern.". Warum?

Das Kindergeld wird vollständig meiner Freundin ausgezahlt. Laut meinem Steuerprogramm und meinen Internetrecherchen kann ich trotzdem das hälftige Kindergeld ansetzen, auch wenn es mir nicht ausgezahlt wird. Hab das extra nochmal recherchiert und überall steht das so.

Mir wurde aber im Steuerbescheid das hälftige Kindergeld gestrichen. Bin mir allerdings auch nicht sicher, wie sich das mit der Günstigerprüfung verhält. Unser zu versteuerndes Einkommen ist unter 60k€, so dass die Kindergeldzahlung wohl günstiger für uns ist.

Unterm Strich fehlen mir deshalb 166 Euro Rückzahlung im Vergleich zur Angabe aus meinem Steuerprogramm.

Was haben die 468€ auf sich und warum wurde mir das hälftige Kindergeld in der Steuererklärung gestrichen? Einspruch einlegen? Wer kann mir diesen Sachverhalt erklären?

DANKE für eure Hilfe!

Grüße guibav

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Antwort
von blackleather, 151

Was haben die 468€ auf sich und warum wurde mir das hälftige Kindergeld in der Steuererklärung gestrichen?

Woher willst du wissen, dass das Kindergeld gestrichen worden ist? Im Sachverhalt hast du das zwar behauptet, aber deine Sachverhaltsbeschreibung lässt im übrigen überhaupt nicht darauf schließen, dass es wirklich so wäre. Schließlich hast du ja nicht mitgeteilt, wie die Günstigerprüfung nach § 31 Abs. 4 EStG denn ausgefallen ist.

Einspruch einlegen?

Ohne zu wissen, ob der Bescheid überhaupt rechtswidrig ist? Wie willst du den dann eigentlich rechtlich begründen?

Wer kann mir diesen Sachverhalt erklären?

Dein Steuerberater. Den bezahlst du schließlich dafür.

Kommentar von guibav ,

Hallo blackleather,

nichts für ungut, aber dass ist hier eine Community, bei der man sich gegenseitig helfen soll. Wenn Du daran kein Interesse hast, dann bitte auch nicht antworten. Deine Antwort hilft Null und soll es scheinbar auch nicht.

Ich habe keinen Steuerberater. Meine Steuererklärung mache ich - wie Millionen andere auch - selber. Und zwar in meinem Fall mit Hilfe einer Steuersoftware.

Und nein, ich weiß nicht, ob ein Einspruch berechtigt wäre. Da ich die Hinweise vom Finanzamt nicht nachvollziehen kann. Genau aus diesem Grund frage ich HIER nach, in der Hoffnung, dass mir das jemand für Normalbürger erklären kann. Auf solche arroganten "Antworten" wie deine kann ich aber dankend verzichten.

Gruß guibav

Kommentar von EnnoBecker ,

Wenn ich gewusst hätte, dass man sich bei einer Antwort einen solchen Kommentar einfängt, hätte ich nicht geantwortet.

Zum Glück konnte ich meine Antwort noch bearbeiten und also löschen. Auf meine Antwortern kannst du auch verzichten.

Als E-Mail hast du sie ja betrüblicherweise trotzdem.

Kommentar von guibav ,

Deine Reaktion verstehe ich nicht... ich bin sehr dankbar über Antworten und weiß das auch zu schätzen. Ich empfand die Antwort von bleackleather aber als sehr herablassen und arrogant. Das muss ich mir nicht gefallen lassen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich empfand die Antwort von bleackleather aber als sehr herablassen und arrogant.

Bei blackleather muss man manchmal nachhaken, denn seine Antworten sind manchmal erst auf Nachfrage zu verstehen. Ich habe dagegen andere Eingenschaften, die mir regelmäßig Rüpelein vom Support und von anderen Usern enbringen.

Und du scheinst eher auf der emotionalen Ebene als auf der sachlichen zu argumentieren. Deine Reaktion empfand ich als nicht angemessen.

So sind die Menschen nun mal.

Kommentar von guibav ,

Na gut kann ja sein. Aber woher soll man das wissen, wenn man bleackleather zum erstmal liest. So häufig bin ich nicht hier.

Mein Empfinden war, dass er die Frage garnicht beantworten wollte und pauschal auf "meinen Steuerberater, den ich bezahle" verweist. Das klingt für mich nach: entweder Du weißt was Du machst oder Du musst dir die Informationen halt kaufen. Und das geht aus meiner Sicht gegen die Idee so einer Community.

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein.

Er hat klare Fragen und Handlungsempfehlungen gegeben:

Woher willst du wissen, dass das Kindergeld gestrichen worden ist?

Inzwischen hast du es ja nachgeprüft.

Im Sachverhalt hast du das zwar behauptet, aber deine Sachverhaltsbeschreibung lässt im übrigen überhaupt nicht darauf schließen,

Hier wäre eine weitere Aufklärung geboten gewesen.

Kommentar von guibav ,

Und jetzt vergleich das mal bitte mit deiner Antwort, die Du mir gegeben (und dann gelöscht) hast:

Wahrscheinlich wurde es nicht gestrichen, sondern es wurde ausgetauscht gegen den hälftigen Kinderfreibetrag, weil der Ansatz des Freibetrags günstiger ist als das Kindergeld. Bitte prüfen.

bleackleather:

Woher willst du wissen, dass das Kindergeld gestrichen worden ist?

Deine Antwort war eine, die einen weiterbringt. Aus meinem Text ging doch hervor, dass ich davon ausgegangen bin, dass es mir gestrichen wurde. Warum kann man nicht - so wie Du es auch getan hast - einfach darauf antworten: "überprüf mal, ob es wirklich gestrichen wurde". Aus meiner Sicht liegen da Welten dazwischen bzgl. einer ernstgemeinten Hilfestellung.

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Diskussion ist müßig. Du willst doch nicht jemandem vorhalten, dass er anders antwortet als ein anderer?

Kommentar von guibav ,

Nein, aber ich will erklären, warum die Antwort von bleackleather mich geärgert hat und ich deshalb so geantwortet habe. Und aus meiner Sicht sieht man das ziemlich gut im Vergleich zu deiner Antwort. Vielleicht hat er es nicht so gemeint, aber dann sollte man sich vielleicht auch mal überlegen, wie so eine Antwort rüber kommt. Man darf in solchen Communities schließlich nicht vergessen, dass jegliche Gestik und Mimik verloren geht durch reine Texte.

Kommentar von EnnoBecker ,

dass jegliche Gestik und Mimik verloren geht durch reine Texte

Das ist nicht richtig. Du selbst reagierst doch auf die verschiedenen Texte unterschiedlich. Man kann an der Diktion durchaus seine Schäfchen im Dunkeln erkennen.

Und nun schau dir mal diese Seite an: Wie hoch ist der Anteil an fachlicher Antwort geworden?

Kommentar von guibav ,

Ja, aber halt nicht immer. Es gibt genügend Situation, wo der Leser das falsch versteht. Für mich ist bisher immer noch unklar, ob bleackleather mir ernsthaft helfen wollte oder nicht. Auf Basis seiner als "Expertenthemen" angegeben Gebiete, gehe ich mal davon aus, dass er es ohne Probleme könnte. Seine Antwort hat mir aber anderes suggeriert: "wenn Du keine Ahnung hast, dann geh zum Steuerberater", um es jetzt mal drastisch auszudrücken.

Das ist auch weiterhin meine Interpretation seiner Antwort. Du behauptest, dass man bei bleackleather nachhaken muss, um seine Antworten zu verstehen. Wenn Du also sagst, dass bleakleather das nicht so gemeint hat, wie ich es verstanden habe, dann konnte man an der Diktion eben nicht die eigentlich Aussage erkennen.

In seinem zweiten Kommentar schreibt er dann auch nochmal, dass er zu einem Steuerberater gehen würde, wenn er ein Thema nicht "vollständig" beherrscht. Ich teile diese Meinung nicht. Ich mach seit Jahren meine Steuererklärung als Laie selbstständig bzw. mit Hilfe von Steuerprogrammen und Informationen aus dem Internet. Ich denke ich bin damit auch ziemlich gut gefahren, zum einen spare ich mir die Steuerberaterkosten, die aus meiner Sicht nicht die möglichen MEHR-Rückzahlungen aufwiegen würden und zum anderen habe ich so auch einiges zum Thema Steuern gelernt, weil ich mich halt damit beschäftigen muss.

Und umauf deine letzte Frage zu kommen: Der Anteil der fachlichen Antworten auf dieser Seite wird immer kleiner, je mehr wir solche Sachen diskutieren. Aber es kann eigenltich nicht mehr lange dauern, bis die Diskussion ein Ende hat, da es nicht so aussieht, dass jemand von seiner Meinung abweicht ;-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich denke mal, dass hier das Wort "abgezogen" für Verwirrung sorgt.

Man kann es so verstehen, dass es von der Bemessungsgrundlage abgezogen wird oder dass die Sonderausgaben um diesen Betrag gekürzt werden.

Kommentar von blackleather ,

Enno, die Antwort ist doch viel einfacher.

Beim Gesamtbetrag der Einkünfte sind doch Sonderausgaben noch nicht abgezogen (§ 2 Abs. 3 und 4 EStG). Unsere Gesetzgeberin will aber, dass auch die Kinderbetreuungskosten auf außersteuerlichen Rechtsgebieten gefördert werden bis zum Geht-nicht-mehr. Und deswegen müssen sie also, wenn in irgendeinem anderen Gesetz als dem EStG die Rede vom "Gesamtbetrag der Einkünfte" ist, immer noch zusätzlich abgezogen werden (§ 2 Abs. 5a Satz 2 EStG) - jedenfalls in dem Umfang, wie sie als Sonderausgaben berücksichtigungsfähig sind; das wären im Beispiel des Fragestellers 468 €.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich weiß das.

Aber der Fragesteller hat "abgezogen" so verstanden, dass ihm der Abzug gekürzt wurde.

Im Übrigen wissen wir immer noch nicht, woran die Differenz in der Steuer liegt.

Im Übrigen finde ich das gesetzestechnisch ziemlich "geschickt", außersteuerliche Bemessungsgrundlagen ins EStG zu packen Wer kommt auf sowas? Naja, wahrscheinlich derselbe, der die Aufbewahrungspflicht für Rechnungen im Zusammenhang mit Grundstücken und Umsatzsteuergesetz gepackt hat.

Kommentar von guibav ,

Danke euch beiden. Also der Vergleich von den Daten im Steuerprogramm und dem Steuerbescheid hat gezeigt, dass das Steuerprogramm diese 468€ scheinbar nicht in den Sonderausgaben angesetzt hatte und dafür aber scheinbar das Kindergeld. Ich bin mir da nicht sicher, das basiert jetzt auf so einer Vergleichsliste, die mir die Steuer-Spar-Erklärung rausgibt, wo beim Einkommen -468€ im Steuerbescheid sind und Kindergeld auf 0€ gesetzt wurde. Das Steuerprogramm hatte das hälftige Kindergeld voll drin. Heißt dass, dass in diesem Fall die Günstigerprüfung zugunsten des Kindergeldes gefallen ist und ich in dieser Kombination 166€ mehr zurück bekommen würde?

Kommentar von EnnoBecker ,

Kann ich mir nicht vorstellen. Wenn dein zvE jetzt um 468 kleiner ist und der KFB günstiger ist als das KiG, dann ist das bei einem um 468 Euro höheren zvE erst recht der Fall.

Das kann nicht der Grund sein.

Das kannst du aber recht schnell selbst überprüfen, indem du die 468 einträgst.

Kommentar von guibav ,

Ok, ich werde heute abend mal ein paar Variationen in der Software durchspielen. Auf der Arbeit habe ich gerade kein Zugriff auf die Software. Melde mich dann nochmal.

Kommentar von guibav ,

Ok, ich hab jetzt zumindest mal herausgefunden, an welcher Zahl es liegt. Mein eigener Anteil an den Kinderbetreuungskosten liegt bei 1402 Euro. Davon werden laut Steuerprogramm 2/3 als Sonderausgabe berücksichtigt. Das sind also 935 Euro.

Das FA hat mir aber nur die besagten 468 Euro als Sonderausgabe berücksichtigt. Also 50% von diesen 935 Euro. Die 1402 Euro sind aber ausschließlich meine Kosten und nicht die meiner Freundin. Also müssten bei mir auch die 935 Euro berücksichtigt werden, oder sehe ich das falsch?

Mit dem Kindergeld hatte es also nicht zu tun. Hier lag es wohl wirklich an der Günstigerprüfung, dass die Freibeträge für mich günstiger waren.

Kommentar von EnnoBecker ,

So, da sind wir endlich dort angelangt, wo die Frage hinsollte.

Das FA hat also die Aufwendungen durch 2 geteilt, Hälfte du, Hälfte sie.

Ich bin mit dem Thema "Kinder" nicht (mehr) so vertraut. Ich würde hier Einspruch einlegen und den Abzug der anderen Hälfte begehren.

Kommentar von guibav ,

Ok, danke. Werde ich wohl genau so machen.

Kommentar von blackleather ,

Nichts für ungut, aber das hier ist ein Laienforum und keine Expertenrunde, in der kostenlose Steuerberatung erteilt würde.

Ich halte es grundsätzlich so, dass ich von Sachen, die ich nicht vollständig beherrsche, lieber die Finger lasse, wenn es dafür ausgebildete Experten gibt, z.B. einen Steuerberater, zu dem ich mit meiner Steuererklärung gehe und der auch alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen für mich klärt.

Kommentar von guibav ,

Genau, das ist ein Laienforum. Der Sinn dieses Forums ist doch, dass ich hier Laienfragen stellen kann und andere Laien (oder manchmal auch Experten) darauf antworten. Ich versteh aber nicht, was solche Antworten wie "Frag deinen Steuerberater, dafür bezahlst Du ihn" soll. Wenn man immer auf die zu bezahlenden Experten verweisen, dann braucht es solch ein Forum nicht.

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