Frage von derfragende, 305

Steuerberechnung beim Dienstwagen für private Nutzung (Geldwerter Vorteil vs. Eigenbeteiligung)

Hallo Zusammen, mein Arbeitgeber hat mir einen Diestwagen zur privaten Nutzung angeboten. Dieser soll nach der 1%-Regelung besteuert werden. Ich soll für diesen Dienstwagen eine Eigenbeteiligung von 400 € zahlen, welche von meinem Brutto-Gehalt abgezogen wird. Im Übrigen kann der geldwerte Vorteil für das Dienstauto zu 600 € berechnet werden.

Meine Frage betrifft die Minderung der Steuerlast. Welches Berechnungsbeispiel ist richtig?

Fall 1:

Bruttoeonkommen: 6000 €

Eigenbeteiligung am Wagen: 400 €

Neues Bruttogehalt: 5600 €

Geldwerter Vorteil: 600 €

Steuerpflichtiges Gehalt zu Berechnung der Steuer: 5600+600=6200 €

oder Fall 2:

Bruttoeonkommen: 6000 €

Eigenbeteiligung am Wagen: 400 €

Neues Bruttogehalt: 5600 €

Geldwerter Vorteil: 600 €

Steuerpflichtiges Gehalt zu Berechnung der Steuer: 5600+600-400=5800 €

Anhand welches Beispiels wird die Steuer ermittelt (Fall 1 oder 2)? In meinem 2 Fall habe ich den geldwerten Vorteil um die Eigenbeteiligung gemindert. Ist das OK so?

Viele Grüße, Erik

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Antwort
von wfwbinder, 302

600,- Euro sind Dein Geldwerter Vorteil.

Davon trägst Du durch Gehaltsverzicht 400,- Euro.

Somit sind 6.200,- Brutto zu versteuern, und vom Netto werden dir nur noch 200,- Euro, statt sonst 600,- Euro abgezogen.

Kommentar von LittleArrow ,

Ergänzung:

Zum geldwerten Vorteil werden hinzugerechnet monatlich 0,03 % des Listenpreises pro Entfernungskilometer (kürzeste Entfernung) bei mehr als 14 Fahrten pro Monat.

Antwort
von derfragende, 253

Ist es daher so, dass wenn die Eigenbeteiligung am Dienstwagen gleich hoch ist wie der geldwerte Vorteil, man weder einen steuerlichen Vorteil noch Nachteil hat?

Im Detail:

Bruttogehalt: 6000 €

Eigenbeteiligung: -600 €

Neues Brutto: 5400 €

Geldwerter Vorteil: 600 €

Neues zu versteuerndes Einkommen: 6000 €

Da das zu versteuernde Gehalt gleich ist, wie ohne Dienstwagen, bezahle ich doch tatsächlich die vollen 600 € aus meiner Tasche. Oder nicht?

Kommentar von FREDL2 ,

Da das zu versteuernde Gehalt gleich ist, wie ohne Dienstwagen, bezahle ich doch tatsächlich die vollen 600 € aus meiner Tasche.

Zweimal nein. Zum einen hast Du einen Firmenwagen, zum anderen zahlst Du keine 600,00 aus welcher Tasche auch immer. Du versteuerst 600,00 und hast dafür ein Auto.

Mit Verlaub, ich kann`s nicht mehr hören! Wer ein 60.000,00-Euro-Auto privat anschafft und unterhält, ist mit weitaus höheren Kosten belastet. Vielleicht hilft Dir der Blick auf die tatsächlichen Kosten. Falls nicht, verzichte doch einfach.

Antwort
von FREDL2, 221

Erstens mal ist dieses Konstrukt nur dann steuerlich anerkannt, wenn der Austausch von Barlohn zu Sachlohn mit einer Änderung im Arbeitsvertrag festgehalten wird. Steuerliche Vorteile hast Du damit nur, wenn Dein Gehaltsverzicht höher ist, als die steuerl. Bewertung, also die monatl. 1%. In Deinem Fall also nicht.

Bei Barlohnumwandlung sieht Deine Rechnung so aus: 6.000,00 ./. 400,00 = 5.600,00 + 600,00 = 6.200,00 steuerpflichtiges Brutto.

Ohne: 6.000,00 + 600,00 = 6.600,00 ./. 400,00, zu versteuern ebenfalls 6.200,00.

Übrigens sieht die Sozialversicherung das Ganze anders. Die erkennen den geänderten Arbeitsvertrag nicht an, wenn sie ein Wahlrecht feststellen. Die Art Deiner Fragestellung deutet jedoch nicht darauf hin.

Antwort
von Tina34, 200

https://www.nettolohn.de/rechner/firmenwagenrechner.html

gib da deine Daten ein (auch die die noch fehlen um es genau zu berechnen!) und da kannst du dann den Verlgeich machen.

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