Frage von Niklaus, 21

Steuerberater fordert Abschluss Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Ein Kollege hat mir von einem Neukunden erzählt, der eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr möchte. Laut Aussage des Steuerberater des Kunden sollte der Kunde solch eine Versicherung unbedingt abschließen. Der Versuch dem Neukunden diese Versicherung auszureden scheiterte. Der Kunde verlangt dieses unsinnige Produkt.

Frage an die Steuerfachkundigen hier. Gibt es steuerliche Gründe für den Abschluss so eines Versicherung.

Kein normaler Mensch schließt so eine Kombination aus Unfallversicherung und Kapitallebensversicherung ab. Auch kein Versicherungsmakler empfiehlt so etwas.

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von alfalfa, 18

Also, Versicherungsbeiträge können im Rahmen der Steuererklärung als beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben geltend gemacht werden. Meist ist der Höchstbertrag schon durch KV und DRV Beträge "verbraucht" so dass es sich nicht in der Praxis bemerkbar macht.

Die Rückgewähr der Beiträge werdén wie eine Kapital LV behandelt. Bei Laufzeit über 12 Jahre ist das steuerfrei.

Das sind die steuerlichen Aspekte, nach denen Du gefragt hast.

Kommentar von Niklaus ,

Vielen Dank

Antwort
von Kevin1905, 14

Eine reine UV können Sonderausgaben sein, ob die sich bemerkbar macht hängt von den KV Beiträgen etc. ab.

Eine UBR ist aber im Grunde ein Anlageprodukt. Es kann weder der ersten noch der zweiten Schicht zugeordnet werden, von daher gilt m.M.n. hier Ertragsanteilsbesteuerung wie üblich bei der dritten Schicht.

Selbst Halbeinkünfteverfahren scheidet mitunter aus, wenn der Bezugsberechtigte bei Fälligkeit keine 62 ist.

Ich kann keinen Sinn darin erkennen. Aber vielleicht überseh ich etwas ist schließlich halb 2 morgens.

Antwort
von LittleArrow, 12
*Laut Aussage des Steuerberater des Kunden sollte der Kunde solch eine Versicherung unbedingt abschließen. Der Versuch dem Neukunden diese Versicherung auszureden scheiterte."

Mir ist nicht ganz klar, wer wem was ausreden wollte. Wenn es der Steuerberater war, dann müßte im ersten Satz ein Nicht eingefügt werden, so dass er lautet: "Laut Aussage des Steuerberater des Kunden sollte der Kunde solch eine Versicherung unbedingt nicht abschließen.*"

Kritische Stimmen zu der Unfallversicherung mit Beitragsrückerstattung finden sich u.a. hier:

http://www.finanztip.de/unfallversicherung-beitragsrueckgewehr/

Kommentar von LittleArrow ,

Und ausführlich hier:

http://www.test.de/Unfallversicherung-Au-weia-1260901-2260901/

Fazit: Der Kombivertrag ist ökonomischer Unsinn. Das hast Du auch richtig so geschrieben.

Aber steuerliche Gründe für den Nutzen einer solchen Versicherung fallen mir auch nicht ein. Vielleicht meint jemand, dass die Prämienzahlung (auch hinsichtlich des Sparanteils) zunächst steuerlichen Aufwand darstellt.

Kommentar von Niklaus ,
Laut Aussage des Steuerberater des Kunden sollte der Kunde solch eine Versicherung unbedingt abschließen. Der Versuch dem Neukunden diese Versicherung auszureden scheiterte

Der Zusammenhang ist doch ganz logisch dargestellt. Der Kollege hat einen Neukunden.

Der Versuch dem Neukunden diese Versicherung auszureden ....natürlich kann hier nur der VM gemeint sein. Logisch weil der Steuerberater ja für so eine Versicherung ist.

Mich habe nur eventuelle steuerliche Gründe des Steuerberaters interessiert. Die anderen Hinweise helfen mir nicht weiter, da ich und auch der Kollege wissen, dass solch eine Versicherung im Prinzip Unsinn ist.

Kommentar von LittleArrow ,

natürlich kann hier nur der VM gemeint sein.

Für was steht hier die jargonähnliche, kryptische Abkürzung VM?

PS: Die steuerliche Absicht habe ich in meinem Kommentar bereits angesprochen.

Kommentar von Niklaus ,

VM=Versicherungsmakler.

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