Frage von Armerrentner43,

Steuerberater

Ich habe 2010 mein Geschäft aus Altersgründen abgegeben, und habe jetzt, nach drei Jahren noch eine Steuerprüfung durch das zuständige Finanzamt. Nach bearbeitung meiner Unterlagen, hatte der Finanzbeamte noch Klärungsbedarf, und schickte meinem langjährigen Steuerberater eine Liste mit 15 Punkten, die noch abzuarbeiten waren. Knapp die Hälfte der Fragen konnte ich selber erledigen, für den Rest mußte ich die Hilfe meines Steuerberaters in Anspruch nehmen. Nach einer Woche kam eine Rechnung meines Steuerberaters über 2998,80€., die ich völlig für überzogen halte für ein paar Daten aus dem PC. Mit einer normalen Gebühr von 350-500€ hätte ich leben können, zumal ich aus ähnlichen Fällen weiß, das einige Steuerberater auf Grund der langjährigen Zusammenarbeit überhaupt nichts in Rechnung stellten. Wie würden Sie sich verhalte?

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Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, ob angemessen oder nicht : http://www.was-kosten-steuerberater.de/steuerberater-honorar-rechner.php

Für den Steuerberater gibt es eine Gebührenverordnung nach der er sein Honorar berechnen darf. Vielleicht hilft dir der o.g. Link schon einmal weiter. K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Netter Link, hab ich gleich mal ein wenig mit rumgespielt.

Kommentar von Gaenseliesel ,

...und ?.... nur nett oder auch gut ? Könnte er dem Fragenden nützlich sein ? K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Keine Ahnung - der Link befasst sich mit Compliance-Geschäft. Hier wird es wohl um reine Beratung gegangen sein.

Aber das kann nur der Fragesteller selbst beurteilen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Aha, " Compliance-Geschäft "... alles klar !!! was ist das denn ? Ne, ne will's gar nicht wissen ;-) , ist schon OK !

Antwort
von SBerater,

wie verhalten? Ich hätte mich schon vor der Beauftragung anders verhalten, denn ich hätte geklärt, was auch mich zukommt an Kosten, dann ggf. verhandelt. Es ist immer schlecht, nach Rechnungstellung zu reagieren.

Ich kann auch nicht beurteilen, was denn der StB alles getan hat. Ich kann auch den Aufwand nicht abschätzen. Ich kenne auch die üblichen Stundensätze nicht.

In dem genannten Falle würde ich mir die Kosten einfach erklären lassen, wie sie zustande kommen. Dann kann man immer noch versuchen zu verhandeln.

Übrigens: StB stellen keine Rechnung, wenn man langjährig zusammenarbeitet? Das halte ich für ein Gerücht. Wieso sollte das so sein?

Antwort
von Privatier59,

Du hast eine detaillierte Rechnung vorliegen und Du verfügst über einen Computer mit Internetanschluß. Google ist bekanntlich kostenlos und ermöglicht Dir, übe das gesamte Wissen der Menschheit zu verfügen, auch zur Steuerberatergebührenordnung. Ich habe schon mal für Dich losgelegt:

http://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/

Lese einfach von vorn bis hinten alles durch und Du weißt, ob die Forderung berechtigt ist oder nicht. Das würde ich nämlich machen!

Kommentar von EnnoBecker ,

Das würde ich nämlich machen!

...und eventuell auf dem Holzdampfer sein :-)

Mit Wirkung ab 20. Dezember 2012 gilt die StBerGebV nicht mehr. Nur noch Fälle, die vor diesem Datum beauftragt wurden, werden danach abgerechnet.

Endlich, nach 14 Jahren Stillstand - abgesehen von der Euro-Glättung - gibt es einen Nachfolger. Die StBerVV (Vergütungsverordnung).

Das wurde auch mal Zeit.

Kommentar von Privatier59 ,

Wenn ich mich nicht ganz irre, ist die auch im Link zu sehen, so dass meine Äußerung lediglich auslegungsbedürftig war. Ich danke deshalb dem aufmerksamen Leser für seinen Tipp!

Kommentar von EnnoBecker ,

Also im Link ist es nicht zu sehen. Ob es aber auf der verlinkten Seite zu sehen ist, weiß nur der, der den Link auch anklickt.

Also hier solltest du mich eigentlich schon kennen :-)

Kommentar von Privatier59 ,

Ja, ja ich weiß: Dir wächst noch mal ne lange Nase!

Kommentar von Gaenseliesel ,

;-) , ihr bereichert wieder einmal den Abend hier ! K. Lange Nase !! war das nicht der mit dem Holzkopf ?

Kommentar von Privatier59 ,

Genau! Holzkopf mit langer Nase!!

Kommentar von EnnoBecker ,

"Lüg, Pinocchio, lüg!"

Antwort
von EnnoBecker,

Man muss vorab deutslich betonen, dass Rettungsberatung stets teurer ist als Gestaltungsberatung.

Wir wissen hier nicht, was der Steuerberater getan hat, wie lange er dafür benötigt hat (Leistungsnachweis an der Rechnung?) und was er damit beim Finanzamt erreicht hat. Auch der Gegenstandswert ist völlig unbekannt.

Es kann hier alles möglich sein, vom Dumping-Steuerberater bis zum Mega-Abzocker. Ich kenne fünstellge Rechnungen für die Betreuung einer Betriebsprüfung, aber ich kenne auch Fälle, wo gar nichts berechnet wurde. Alles eine Frage des Maßes.

Deshalb ist hier nicht die absolute Zahl von 2.998,80 Euro beurteilbar (da hat er aber wohl noch spitz gerechnet, um unter 3.000 zu bleiben). Die anderen Inhalte (Zehntelsatz, Stundensatz) wären hier viel interessanter. Vielleicht kannst du dazu ja was sagen.

Kommentar von Armerrentner43 ,

Vielen Dank für die Antwort. 1) bisher wurde noch gar nichts erreicht 2) Auf der Rechnung steht nur ein Pauschalbetrag laut § 29 Nr.1 STBGEBV 3. VOÄ, keinerlei Auflistung

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hallo, ich bin zwar nicht gefragt aber antworte vorerst, bis EnnoB. seinen verdienten Nachtschlaf vollzogen hat und sich alsdann ausgeruht, selbst dazu äußert. ;-) Ich habe gerade dieses hier bei Google gefunden : http://www.iww.de/kp/archiv/gebuehrenrecht-die-verguetung-fuer-eine-steuerliche-...

........"Die Ausführungen machen deutlich, daß es bei einer Betriebsprüfung sehr leicht Schwierigkeiten hinsichtlich der Gebührenabrechnung geben kann. Es ist daher zu empfehlen und sinnvoll, die Grundsätze der Vergütungsberechnung vorher mit dem Mandanten zu erörtern und festzulegen ". Also, hier besteht wohl Erklärungsbedarf durch den Steuerberater ! Gr. K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das ist zwar eine 15 Jahre alte Seite, der Inhalt stimmt aber noch.

Nach neuem Recht beträgt die Zeitgebühr zwischen 30 und 70 Euro je angefangene halbe Stunde.

Ich würde mir einen Leistungsnachweis zeigen lassen.

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