Frage von rjvjmqpx, 26

Steht mir Geld aus dem Hausverkauf zu?

Wir,mein Ex-Partner und ich hatten ein Haus in Deutschland.Wir haben insgesammt 23Jahre zusammen gelebt,also eine eheähnliche Gmeinschaft geführt.Leider habe ich nicht im Grundbuch gestanden.10Jahre haben wir im Haus gewohnt und all mein Geld ist monatlich ins Haus geflossen.Dann sind wir im Jahre 2010 in die Schweiz gezogen und ich habe mich 2011 von meinem Partner gtrennt Ich hatte 2012 einen schweren Unfall und sitze seitdem im Rollstuhl..Er hat dann Ende 2013 das Haus in Deutschland verkauft.Und er meint das mir kein Geld vom Hausverkauf zusteht.Nun hoffe ich,das Sie mir helfen können.

Also meine Frage an Sie ist nun,steht mir Geld vom Hausverkauf zu?

Mit freundlichen Grüssen,Frau Kerstin Dreisow

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Antwort
von gandalf94305, 20

Die Tatsache, daß Dein Geld in die Finanzierung des Hauses geflossen ist, stellt eine Regelung der Lebensführung innerhalb der Partnerschaft dar. Dein Partner hat wahrscheinlich andere Ausgaben übernommen und damit ist das irgendwie im Rahmen dessen, wie Ihr Euch organisiert habt, ausgeglichen. Es wurde kein Schuldvertrag abgeschlossen.

Du stehst nicht im Grundbuch, d.h. hast auch kein Teileigentum an der Immobilie.

Eine eheähniche Gemeinschaft begründet bei Trennung keine gegenseitigen Ansprüche wie im Falle einer Scheidung (Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich), da die Aufteilungen zu Finanzen, Lebensführung, Pflichten und Rechten innerhalb der Partnerschaft letztendlich im Einvernehmen privat geregelt werden.

Damit ist klar, daß Du keinen Anspruch auf den Erlös des Hausverkaufs geltend machen kannst. Es gibt weder über die Partnerschaft, noch über Deine Finanzierungsmitwirkung, noch über die Trennung einen Anspruch.

Antwort
von wfwbinder, 12

Ich schließen mich den beiden Mitstreitern an, denn die Frage beginnt schon mit einer Fehleinschätzung:

Wir,mein Ex-Partner und ich hatten ein Haus in Deutschland.

Stimmt nicht, denn:

Leider habe ich nicht im Grundbuch gestanden.

Damit gehörte das Haus dem Lebensgefährten.

Die meisten Menschen, die sagen "den Papierkram einer Ehe brauchen wir nicht (oder wie die Begründung dagegen auch lauten mag)," übersehen dabei, dass sie sehr viel mehr "Papierkram" brauchen, als mit Ehe. Hier hättest Du beim Kauf auf eine Aufnahme in den Kaufvertrag achten müssen, oder eine andere Vereinbarung zur Sicherung Deiner Recht abschließen müssen.

So ist aus meiner Sicht da absolut nichts zu machen.

Antwort
von billy, 9

Ich denke schon das Dir Geld aus dem Hausverkauf zusteht, befürchte nur Ansprüche geltend zu machen wird sehr sehr schwierig. Die Angaben aus der Fragestellung sind äusserst dürftig um Dir helfen zu können. Versuch mit einem Anwalt gemeinsam die Puzzlesteine der letzten 15-20 Jahre noch einmal zu sammeln, zu ordnen und Nachweise dafür zu erbringen wie Deine Einkünfte verwendet wurden. Tut mir Leid aber mehr fällt mir im Moment auch nicht ein. Vielleicht kommt ja noch jemand mit einem Geistesblitz um die Ecke.:)))

Antwort
von Primus, 8

Es gibt einige wichtige Punkte, die sinnvoller Weise geregelt werden sollten, wenn nicht verheiratete Paare gemeinsam eine Immobilie erwerben.

Gesetzlich sind die Rechtsverhältnisse von unverheirateten Paaren im Grunde nicht berücksichtigt worden. Es gibt speziell für sie keine gesetzlichen Regelungen betreffend der gemeinsamen Sachen und deren Nutzung, so wie es sie für Ehepartner oder die eingetragene Partnerschaft gibt.

Daraus folgt für den Fall einer Trennung und rechtlichen Auseinandersetzung zumindest die Gefahr, dass einer der Partner auf der Strecke bleibt und finanzielle Verluste hinnehmen muss.

Leider sieht es für Dich nun genau so aus.

Kommentar von wfwbinder ,
Gesetzlich sind die Rechtsverhältnisse von unverheirateten Paaren im Grunde nicht berücksichtigt worden.

Stimmt nicht ganz. Die Regelung gibt es seit über 100 Jahren und steht in den §§ 705 - 740 BGB.

Das Problem der nichtehelichen Gemeinschaften ist ganz einfach wann fängt sie an und wann endet sie, wobei sich das Ende leichter bestimmen läßt, denn das ist ja häufig mit Krach verbunden.

Man sehe nur auch die Regelungen beim Jobcenter. "Einstehensgemeinschaft" usw.

Kommentar von muellerina ,

@Primus: Niemals auf Ihrem Mist gewachsen.... wie so oft vergessen die Quelle anzugeben ?! Sicherlich nur ein Versehen ;-)

Kommentar von Primus ,

@muellerina: viellleicht kannst du dich dran erinnern, dass du mir mal geschrieben hast, dass du jemanden am Schreibstil in einem anderen Forum erkannt hast?

Du kannst dich nennen wie du willst- mir ergeht es mit dir ebenso.

Kommentar von muellerina ,

???????????? Ich habe Sie noch nie gesehen und geschrieben habe ich nur hier. Aber glauben Sie was Sie wollen - und eine Bitte: Ich möchte nicht geduzt werden. Mache ich auch nicht - auch wenn das so üblich scheint. Vielen Dank.

Kommentar von Primus ,

:-)))))))

Kommentar von billy ,

Sicher nur ein Versehen ;) - , ja, ja … kommt mir irgendwie bekannt vor. :)))

Kommentar von Primus ,

Das glaube ich Dir gerne, denn Du hast ja die meiste Erfahrung darin ;-)

Antwort
von Privatier59, 7

Die Rückabwicklung von Vermögensverfügungen nach Ende einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gehört zu den Themen die die Rechtsprechung schon oft beschäftigt haben und die viele Probleme aufwirft. Als ersten Einstieg gebe ich Dir mal dazu einen Link:

http://www.rasmp.de/familienrecht-berlin/lebensgemeinschaft-vermoegensauseinande...

Deine Sachverhaltsdarstellung ist leider so knapp geraten, dass Dir niemand die Chancen einer Rechtsverfolgung prognostizieren kann. Das dürfte im Rahmen eines Forums ohnehin nicht möglich sein, denn da ist Detailarbeit gefragt. Man müßte über den gesamten Zeitraum des Zusammenlebens eine Übersicht der wechselseitig geflossenen Zahlungen und anderen Zuwendungen machen. Eins muß Dir dabei klar sein: Man kann keine isolierte Betrachtung anstellen sondern muß sich ein Gesamtbild machen.

Wenn Dir überhaupt jemand helfen kann, dann ein entsprechend versierter Anwalt. Ich rate Dir daher, einen solchen zu beauftragen.

Antwort
von Gaenseliesel, 7

Hallo,

ich weiß nicht ob es jetzt hilft, ist ein winziger " Strohhalm " zwar aber es gibt Gerichtsentscheidungen wie diese :

http://www.jusmeum.de/urteil/bgh/64f869240154fe0497a7bc1f7ba3b7c2e0e78f04e781c5e...

selbst, solltest du einen versierten Rechtsbeistand für die Wahrnehmung deiner Interessen finden, so bleibt der Erfolg dennoch ungewiss. Der Anwalt aber verdient auf jeden Fall, dies sollte man bedenken. K.

Antwort
von mig112, 7

Vielleicht solltest du grundsätzlich mit deinen persönlichen Daten etwas vorsichtiger umgehen!?

Einen Anspruch auf Verkaufserlös sehe ich nicht.

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