Frage von KLMann,

Statuserhalt trotz Auslandsaufenthalt

Hallo,

ich (40) werde mich mit meiner Familie (Frau 41, 3 Kindern 6, 4 und 2) ggf. demnächst für drei Jahre berufsbedingt mit lokalem Vertrag im Ausland aufhalten.

Zwischen D und diesem Land besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen; ich werde meine Steuern dort leisten. Um durch diesen Aufenthalt keinen Nachteil im Bezug auf die sozialversicherungsrelevanten Bausteine in Kauf nehmen zu müssen frage ich mich, welche Maßnahmen ich gegenüber einer Kranken- und Pflegeversicherung ergreifen sollte. Auch die Rente möchte ich gerne erhalten; sprich: ich möchte meine derzeit voraussichtliche Rente nicht durch Ausfallzeiten gemindert wissen.

Wie sieht es mit der KFZ-Versicherung und meiner aktuellen Einstufung aus?

Was ist zu tun? An wen wende ich mich? Was kostet das Ganze? Habe ich etwas vergessen?

Mein Ziel: ich möchte nach unserer Rückkehr meinen jetzigen Allgemeinstatus 1:1 ohne Finanz- und/oder Leistungsverlust zurück erhalten.

Hilfreiche Antworten nehme ich gerne an und bedanke mich schonmal für den Support.

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

geht es um einen EU-Staat? Oder einen außereuropäischen Staat? Sonst bitte den Staat angeben. Ist der ausl. Arbeirtgeber ein Tochterunternehmen einer dt. Firma?

Gruß

RHW

Antwort
von silvia4644,

Hallo, meine Tochter hat 7 Jahre in den Niederlanden gelebt (Doppelbesteuerungsabkommen). Sie musste sich in den Niederlanden versichern (Kranken- und auch Pflegeversicherung).

Bei der KfZ-Versicherung sieht es so aus, dass Du Deine bisherigen Prozente mitnehmen kannst - Deine Versicherung muss die Prozente bestätigen. Wenn Du wieder zurückkommst - das gleiche Spiel. Falls Du Dein bisheriges Auto mit ins Ausland nehmen möchtest, musst Du eventuell Zollgebühren zahlen. Die können je nach Land sehr hoch sein.

Falls Du eine Rückkehr Mitte des Jahres planen solltest, musst Du sowohl in dem gewählten Land wie auch in Deutschland Steuern zahlen - Doppelbesteuerungsabkommen.

Antwort
von billy,

Bei meinem Arbeitgeber läuft die Stationierung von Mitarbeitern bei ausländischen Tochtergesellschaften für mehrjährige Auslandsaufenthalte so ab das zuvor vom Mutterunternehmen alles vorher geregelt wird, auch für die Familienmitglieder. Die Familie ist dann im Ausland komplett privat krankenversichert. Die Rentenversicherung läuft in Deutschland normal weiter, der Mitarbeiter faxt ja monatliche Anwesenheiten vom Arbeitsort zur Lohn-/ Gehaltsbuchhaltung nach Deutschland. Steuern müssen selbstverständlich im Zielland abgeführt werden und die deutschen Finanzämter wollen nach der Rückkehr nach Deutschland auch entsprechende Nachweise sehen. Private Sachversicherungen wie Kfz.-, Wohngebäude, Hausrat usw. müssen vom Beschäftigten beitragsfrei gestellt (Bestätigung des AG erforderlich) oder gekündigt werden.

Antwort
von barmer,

Hallo,

um das zu beantworten, müßte man das Land wissen. In allen EU-Staaten + CH werden dortige Sozialversicherungszeiten hier angerechnet.

Bei der GKV muss man sich hier abmelden. Ist man in einem EU-Land + CH gesetzlich versichert (was Anderes gibt es in den Ländern gar nicht) wird die Zeit angerechnet. Bei einem Aufenthalt in einem anderen Land wird man bei Rückkehr wieder in die GKV aufgenmmen, wenn man zuletzt dort versichert war.

Bei einer PKV siehts anders aus. GGf. kann sie mitgenommen werden. Bei anderweitigem Schutz im Ausland sollte man unbedingt eine Anwartschaftsversicherung abschließen, damit man hinterher nicht im Basistarif landet.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von gammoncrack,

Thema: Kfz-Versicherung

Du wirst vermutlich Dein Fahrzeug im Ausland zulassen. Dein SFR bleibt, falls Du ihn nicht im Ausland verwenden kannst (auch dort gibt es im Regelfall Schadenfreiheitsrabatte) unverändert bei Deinem bisherigen Versicherer. Erst nach 7 Jahren verschwindet er im Nirwana.

Vorsicht ist geboten, wenn man den SFR in einen ausländischen Vertrag einbringt. In England werden z. B. bei Rückkehr Bescheinigungen (NCD-Certificate) ausgestellt, die als Angabe "Claim Free Years 7+" enthalten. Damit kann Dein deutscher Versicherer dann wenig anfangen, wenn Du erheblich mehr als diese 8 Jahre hast.

Falls Dein bisheriger Versicherer auch da tätig ist, wo Du hin gehst, ist es meistens praktikabel, das dann auch dort zu machen. Im Regelfall unterstützen die Dich dann bei der SFR-Verwendung.

Kommentar von Primus ,

Hier spricht der Fachmann und der Laie staunt...

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