Frage von dommpy,

Statt 3.900,- € Erstattung wie von StB angegeben 2.800,- € Nachzahlung. Haftung?

Hallo,

mein Steuerberater hat mir zu meinem Jahresabschluss gekannt gegeben, dass ich eine Erstattung in Höhe von 3.800 ,- € zu erwarten habe. tatsächlich muss ich 2.800,- € nachzahlen. das Finanzamt meinte, es hätte sich komplett dem Abschluss des Berater angeschlossen und wüsste nicht wie er auf eine Erstattung auch noch in dieser Höhe käme. Da er genau für diesen Abschluss auch Fristen versöäumt hat, ist unser Verhältnis nicht mehr besonders gut. Ich habe auch bereits einen Termin bei einem neuen Berater für die Zukunft. Kann ich den Steuerberater haftbar machen, wenn er sich derart verhaut? Schliesslich hat er ja auch eine Rechnung gestellt, die ich bezahlt habe. Vielen Dank! Andi

Antwort von EnnoBecker,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Haften kann man nur für etwas, wenn ein Schaden eingetreten ist. Wenn die Steuer materiell-rechtlich richtig berechnet wurde, ist dir kein Schaden entstanden. Welche denn auch?
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Der Steuerberater tut dennoch wohl daran, wenn er erläutert, wieso er auf eine andere Zahl kommt als das Finanzamt. Immerhin gibt es ja auch noch die Möglichkeit, dass sich das FA irrt. Außerdem sollte er schon aus Qualitätssicherungsgründen bemüht sein, solche PAnenn in Zukunft zu vermeiden. Oder hast du dir etwa einen "besonders günstigen" Steuerberater gesucht?
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Allein aus der Tatsache, dass das FA dasselbe Zahlenwerk wie der StB verwendet, kann man noch nicht folgern, dass es auch dieselben Schlüsse zieht.
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Antwort von wolfi0410,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das Kinde ist in den Brunnen gefallen, sprich, Du hast seine Rechnung bezahlt. Das macht man nicht!
Die Arbeit eines StB ist beendet wenn er den vom FA ergangenen Bescheid geprüft hat und dann wird bezahlt und nicht vorher und auch keinen Abschlag.
Du kannst jetzt mit ihm diskutieren bis zum St. Nimmerleinstag, Ausreden wird er genug finden und ein Druckmittel hast Du nicht mehr in der Hand. Wobei sich die Haftung natürlich nicht auf eine falsch berechnete Erstattung bezieht sondern nur auf eine falsch erstellte Steuererklärung un wenn das FA sagt es hat nichts gestrichen und alles 1:1 übernommen kannst Du ja die ESt. auch selbst nachrechnen, z.B. hier: http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?steuer01.htm

Antwort von wfwbinder,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn die Steuer richtig ist (also die vom Finanzamt festgesetzt wurde ud keine Versäumnisse des Beraters zu einer höheren Steuer geführt haben, er also keine Anträge, Abschreibungen usw. vergessen hat, dann hat er sich nur bei der Angabe Dir gegenüber geirrt.

Dafür gibt es aber keine Haftung eine Haftung gäbe es eben nur, wenn er vegessen hätte eine günstige Regelung zu beantragen und dieser Antrag nicht mehr gestellt werden kann.

Antwort von jowaku,

Hast Du schon mal mit dem Steuerberater geredet, wie er das erklärt?

Hast Du die Zahlen in der abgegebenen Steuererklärung mit dem Steuerbescheid vom Finanzamt verglichen? (letzteres wäre eigentlich Aufgabe des Steuerberaters.)

Auch beim FA kannst Du mal nachfragen, wie es zu dieser Nachzahlung kommt.

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