Frage von derdachdecker,

Sperre nach eigener Kündigung

Hallo Miteinander. Habe ein Problem und hoffe auf Eure Hilfe. Bin an die 40 Jahre alt und war noch nie arbeitslos. Ich arbeite seit 6 Wochen in einer neuen Firma als Dachdeckervorarbeiter. Die Firma hat mich mit falschen Versprechungen gelockt um die Kunden meines letzten Arbeitsgebers anzulocken und an Ihrem neuen Firmensitz Fuß zu fassen. Natürlich habe ich mich unmittelbar auf Jobsuche begeben, der aus gesundheitlichen Gründen (Bandscheibe)aber nicht mehr in meinem alten Beruf sein soll. Da alle meine Freunde mithelfen liegen schon mehrere Bewerbungen vor ,aber es zieht sich alles in die Länge. Da ich auf keinen Fall mehr auch nur eine Sekunde in die Firma zurück will (Magenprobleme ,Schlafstörung, etc.) möchte ich gerne jetzt kündigen (14 Tage Kündigungsfrist). Wenn es bis dahin nicht mit den neuen Jobs geklappt hat oder sich der Einstellungstermin noch etwas herauszögert, wäre ich ja arbeitslos. Kann ich auf irgendeine Weise einer Sperre entgegenwirken? Es geht nicht darum Sozialleistungen zu hinterziehen oder "Urlaub" auf Kosten des Steuerzahlers zu machen. Wäre Euch sehr Dankbar für brauchbare Tipps , da die Sache mich langsam so richtig fertig macht. Gruß Derdachdecker

Antwort
von Primus,

Wenn das Jobcenter Deine Kündigung nicht als außergewöhnlichen Grund ansieht, wird Dir eine Sperre von 12 Wochen aufgebrummt.

Sollte Deine finanzielle Lage es nicht erlauben, diese Zeit zu überbrücken, kannst Du ALGII beantragen und bist damit dann auch weiter krankenversichert.

Antwort
von senior9,

Nachdem doch einige falsche Antworten hier zu finden sind nun einige Korrekturen:

1.) Bei eigener Kündigung ist eine 12-wöchige Sperrzeit wahrscheinlich, aber es gibt auch Ausnahmen. Das immer eine Sperrzeit verhängt wird ist somit falsch. 2.) Auch während einer 12-wöchigen Sperrzeit ist man weiterhin krankenversichert. Die ersten vier Wochen aus dem vergangenen Arbeitsverhältnis, ab der 5. Woche über die Agentur für Arbeit. 3.) Üblicherweise keine Sperrzeit wird verhängt, wenn eine aussagekräftige ärztliche Stellungnahme vorliegt. Entsprechende Formulare hält die Agentur für Arbeit bereit. 4.) Es ist sicherlich sinnvoll sich umgehend arbeitssuchend zu melden und gesundheitliche Probleme gegenüber der Agentur für Arbeit zu äussern um eine erste Reaktion zu erhalten.

Kommentar von mig112 ,

Genau so ist es!

Antwort
von Niklaus,

Eine Eigenkündigung zieht immer ein Sperre nach sich. auf Kosten derSteuerzahle geht auch nicht, da du ja ein Sperre von ALG 1 bekommst, das ist ein Versicherung, die du bezahlt hast.

Antwort
von barmer,

Hallo, wenn es einen guten Grund für die Kündigung gibt, kannst Du der Sperre entgehen.

Zum Beispiel Mobbing durch den Arbeitgeber, gesundheitliche Probleme etc.

Am besten sprichst Du vorher mit dem Arbeitsamt und meldest Dich auch dort arbeitssuchend

Kommentar von derdachdecker ,

Vielen Dank ...schönes Wochenende...

Antwort
von SBerater,

letztendlich entscheidet das Arbeitsamt. Nach deine Beschreibung sehe ich jedoch eine Sperre von 12 Wochen.


Übrigens: Arbeitslosengeld I hat nichts mit Steuern zu tun, sondern mit den Beiträgen aus der Arbeitslosenversicherung, die Angestellte zahlen.

Antwort
von qtbasket,

Bei einer eigenen Kündigung des Arbeitsvertrages greift immer die Sperre beim ALG 1.

In deinem Fall hilft vielleicht, vorsichtig gesagt, dass du dich so verhälst, dass die Firma dir ordentlich kündigt....

Sorry, ich gehöre nicht zu den Leuten, die hier solche Methoden öffentlich posten...

Kommentar von derdachdecker ,

Danke für die Antwort. Ich gehöre auch normalerweise nicht zu den Leuten die solche Antworten von anderen fordern, bin aber wirklich für jede Antwort dankbar. Wie gesagt , ich bin stolz darauf den Sozialstaat noch nicht in Anspruch genommen zu haben (Stolz ist vieleicht das falsche Wort- glücklich wäre wahrscheinlich angemessener) aber momentan habe ich doch Sorgen was die unmittelbare Zukunft betrifft. Danke für die Antwort und ein schönes Wochenende

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