Frage von Luscinia, 143

Sparen für das Patenkind

Ich würde gerne eine monatliche Rate (ca. 20 Euro) für meine Nichte (Patenkind) sparen, so dass nach 15 Jahren auch noch eine anständige Summe dabei herauskommt. Momentan sammle ich das Geld für die Kleine auf einem meiner Tagesgeld-Konten, aber das kann ja keine dauerhafte Lösung sein, Inflation frisst Guthaben. Langsam wird’s Zeit, da was Vernünftiges anzufangen, das Mädchen ist inzwischen 2 Jahre alt. Da die Familienverhältnisse des Kindes leider etwas verworren sind, würde ich das Geld auch erst mal auf meinen Namen laufen lassen, damit die Unterhaltszahlungen des Vaters nicht gefährdet sind (er versucht ohnehin alles, den Unterhalt zu minimieren). Wie stellt man sowas nun am schlauesten an? Habt ihr Tipps für mich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 143

Die Unterhaltszahlungen des Kindes sind nicht durch einen Sparplan gefährdet. Es handelt sich dabei um eine Schenkung bzw. um Gelegenheitsgeschenke in geringer Höhe.

Wenn Du auf 25 EUR erhöhst, bekommst Du einen Fondssparplan zusammen, um einen aktienlastigen Mischfonds monatlich mit dieser Summe anzusparen. Finger weg von der Sparkasse, auch eine VR-Bank wäre hier nicht das Mittel der Wahl. Ich würde idealerweise ein Kinderdepot im Namen des Kindes einrichten lasssen, damit auch der Betrag steuerlich dem Kind zugerechnet wird, d.h. keine Abgeltungssteuer anfällt. Wenn die Familienverhältnisse jedoch soi unklar sind, daß die Gefahr besteht, daß ein Elternteil eigenmächtig am Kind vorbei über das Geld verfügt, kannst Du das auch für das Kind separat anlegen und dem Kind zu einem bestimmten Alter dann übertragen.

Fonds gibt es einige hierfür. Ich würde einen aktienlastigen Mischfonds aufgrund einer gegenüber reinen Aktienfonds geringeren Volatilität empfehlen.

Kommentar von Zitterbacke ,

Fondssparplan ist einfach das Beste !

Kommentar von EnnoBecker ,
Ich würde idealerweise ein Kinderdepot im Namen des Kindes einrichten lasssen, damit auch der Betrag steuerlich dem Kind zugerechnet wird, d.h. keine Abgeltungssteuer anfällt.
  1. Ohne Zustimmung der Eltern geht das nicht. und wie wir gelesen haben, soll gerade der Vater nicht involviert werden.
  2. Ob Steuern anfallen oder nicht, hängt vom Einkommen des Kindes ab.
  3. Es gibt keine Abgeltungssteuer.

Der Rat ist ansonsten aber super. DH.

Kommentar von Luscinia ,

Vielen Dank euch allen!

Ja, der Vater soll nicht involviert/informiert werden (obwohl er paradoxerweise wahrscheinlich am meisten Ahnung von dem ganzen Thema hätte - er ist Banker).

Gut zu wissen, dass das für die Unterhaltszahlungen nicht relevant ist! :)

An die Kapitalertragssteuer habe ich auch schon gedacht; momentan habe ich nach dem Hauskauf letztes Jahr in dieser Hinsicht aber wieder etwas Luft: Kaum Kapital für Ertrag mehr da. :D

Ich habe mich noch nie intensiver mit Fonds auseinandergesetzt, weil es so einen Wust an Angeboten gibt. Das war mir immer nicht ganz geheuer. Wie stelle ich das denn an, dass ich einen für mich (bzw. für den Zweck) geeigneten Fonds finde? Selbst die Artikel in der Finanztest zu dem Thema verwirren mich mehr als dass sie helfen. Es gibt einfach zu viele Angebote. :/

Kommentar von EnnoBecker ,

Dann lies hier einfach eine Weile mit. Hier hat jeder Antworter sein Spezialgebiet.

Eins von gandalf ist nun mal dieses Thema und irgendwann muss er mir mal erläutern, zu welcher Adresse seine PLZ 94305 gehört...

Kommentar von gandalf94305 ,

Der Name ist historisch bedingt :-)

94305 ist www.stanford.edu

Kommentar von EnnoBecker ,

"Historisch belegt" war die Pizza der alten Römer.

Sozusagen......

Antwort
von Hanseat, 118

normaler Banksparplan (z.B. VTB Direkt Flex), der ist flexibel (min. Laufzeit nur 4 Jahre) und wenn in Zukunft die Zinsen steigen, kann man auch den Anbieter wechseln. Alternativ und vielleicht sogar sinnvoller, Fondssparplan (Aktienfonds oder aktienlastiger Mischfonds), das dürfte ab 25,- Euro monatlich gehen.

Antwort
von Primus, 108

Hier kannst Du Dir Anregungen auch für kleine Sparraten holen:

https://www.volksbank-phd.de/privatkunden/sparen-anlegen/sparen/ratensparen-plus...

Kommentar von EnnoBecker ,

Wieso kleine Sparraten? 20 Euro muss man erst mal haben....

Kommentar von Primus ,

Stimmt.... das Thema hatten wir erst unlängst!

Antwort
von althaus, 85

Habe für meine Kinder ein Fondssparplan eingerichtet und spare monatlich pro Kind in 2 Fonds a 50€. Damit können die dann mit 18 was anfangen. Führerschein und Auto käme ja dann in Frage. Depot bei der Frankfurter Depotbank und die Fonds über ein Vermittler kaufen, dann sind sie auch noch Ausgabeaufschlagfrei.

Kommentar von EnnoBecker ,
Damit können die dann mit 18 was anfangen.

Dann darf ich dich aus der Sicht eines alten Sacks ein wenig umstimmen:

Ich hab hier so ein Kind, 19 inzwischen, und es "hat" etwas Geld, was die Großeltern lange angespart haben. Ich bin nicht der leibliche Vater und das Geld hängt mir hier im Hause am Hals wie eine glühende Kohle. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll.

Ich kann kein Konto auf das Kind eröffnen, weil es volljährig ist und die ganze Knete sofort für gaaaaanz wichtige Dinge wie Douglas und iPhone und so ausgeben würde. Heimlich geht natürlich auch nicht, weil die Bank auch da die Unterschrift des Mädels haben will.

Ich kann es nicht auf meinen Namen einzahlen, weil es nicht mein Geld ist. Was, wenn ich morgen überfahren werde?

Auf den Namen der Mutter geht auch nicht, da es eben auch nicht ihr Geld ist. Außerdem würde man es ihr sofort wegnehmen.

Hier liegen bunte Scheinchen von rund 1 kg herum und ich weiß nicht, was ich damit machen soll.

Gott sei Dank gibt es zur Zeit ja eh keine Zinsen....


Mit 18 fangen die jedenfalls nix an, was dir gefallen wird - das kann ich dir versichern.

Kommentar von Luscinia ,

lol! Vielleicht sollte ich mir das doch noch mal überlegen. :D

Kommentar von althaus ,

Ich bezweifle, daß ein 18 Jähriger mit so viel Geld umzugehen weiss. Aber es sind ja noch die Eltern da, die mit Rat und Tat zur Seite stehen und Empfehlungen geben können. Werde wenn meine Töchter 18 sind ihre Finanzen trotzdem noch erledigen und lasse mir Vollmachten geben. Erst nach und nach werde ich sie an das viele Geld, dann zur Verfügung steht eingeführt. Sie sollen vernünftig damit umgehen. Zunächst mal den Führerschein damit bezahlen, dann sich ein Auto davon kaufen und wenn sie dann erst selbst Geld verdienen ihre Ersparnisse für die Anzahlung einer Wohnung verwenden, wenn noch soviel da ist. Selbst habe ich mit 18 nichts von meinen Eltern bekommen, daher hatte ich nicht das Problem um mich um viel Geld zu kümmern, da ich nichts hatte. Aber uns geht es heute doch viel besser und können nicht nur selbst sparen, sondern auch an unser Nachkommen denken. Zumindest habe ich vor nicht mit meinem Ableben mein Vermögen an die Kinder zu geben, sondern mit warmen Hände und mit 18. kann man den ersten Schritt machen. Das hat den Vorteil, daß man evtl. keine Erbschaftssteuer zahlen muss, wenn man vorzeitig sein Vermögen nach und nach den Kindern überträgt.

Kommentar von Amicus ,

Mein Lösungsvorschlag: Sie wünschen sich zu Weihnachten einen kunterbunten, von der 19-Jährigen selbst gestrickten Sparstrumpf mit unterschiedlichen Strickmustern und verstecken ihn im Haus. :-))))))) (kleiner Scherz!)

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