Frage von Ralphmitph,

Spareinlagen

Während der Zyperngeschichte wurde mehrmals geäußert, dass in den anderen Euroländern die Spareinlagen zumindest bis 100.000 Euro sicher seien. Was fällt alles unter Spareinlagen? Ist eigentlich das Geld auf Giro- und Tagesgeldkonto eine Spareinlage?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SBerater,

Es geht um die Einlagen bei der Bank direkt, um Sichteinlagen auf den von dir genannten Konnten. Beachte die Abgrenzung der Einlagen je Bank/ je Konto.

Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherungsfonds:

Geschützt werden durch den Einlagensicherungsfonds alle Nichtbankeneinlagen, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sichteinlagen auf Girokonten, Termineinlagen und Spareinlagen sowie auf den Namen lautende Sparbriefe. Schuldverschreibungen, Zertifikate sowie Genussrechte von Banken sind nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Fondsanlagen oder Wertpapiere, die Kunden im Depot bei Banken verwahren lassen, werden durch den Einlagensicherungsfonds nicht erfasst, weil es sich dabei nicht um Einlagen bei der Bank handelt, sondern die Bank diese nur im Kundenauftrag verwahrt. Sie bleiben im Eigentum des Kunden. Daher ist eine Sicherung nicht erforderlich. Im etwaigen Insolvenzfall kann der Kunde die Wertpapiere schriftlich bei seiner Bank herausverlangen oder sein Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen.

Antwort
von SabRi01,

Grundsätzlich müßte jede Summe die Angespart wurde als Spareinlage gewertet werden. Wie das aber jetzt rechtlich ist, bzw im Alltag der Banken das kann ich dir nicht so genau sagen. Hast du evtl. mal mit deiner Bank drüber gesprochen?

Kommentar von LittleArrow ,

jede Summe die Angespart wurde als Spareinlage

Also auch die gekauften Bankzertifikate, -sparbriefe, -anleihen und -aktien hat man sicherlich ansparen müssen. Und dennoch sind genau diese von der Einlagensicherung ausgenommen.

Antwort
von Niklaus,

Es ist leider etwas komplizierter. Wenn der Staat pleite ist, sind die Bürger des Landes die Schuldner. Wenn der Staat dann eine Zwangsabgabe festlegt, was es in Deutschland übrigens auch schon mal gegeben hat, hat das nichts mit der Einlagensicherheit zu tun.


Einlagensicherung

Man muss unterscheiden ob die Bank nur dem Entschädigungseinrichtung (EdB) der Banken angehört und im Einlagensicherungfonds ist.

Ab dem 31. Dezember 2010 werden durch die EdB Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 € gesichert.

Die EdB ist Pflicht der Einlagensicherungsfonds nicht.

Die Entschädigungssumme des Einlagensicherungsfonds sind bei jeder Bank unterschiedlich. Hier kann man sie abfragen http://www.bankenverband.de/themen/geld-finanzen/einlagensicherung/abfrage

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Kommentar von keinvogel ,
  • von wegen Einlagensicherung ... lest mal die AGB´s der Banken : ... der Sparer hat keinen R E C H T S A N S P R U CH darauf !!!
Antwort
von robinek,

Auszug aus einer Tageszeitung: Den Menschen muss klar sein, dass ihr Geld nirgendwo mehr sicher ist. Die Halbwertszeit der Garantien, die jetzt erneuert werden, hängt davon ab, wann und wo die nächste Krise ausbricht. Dijsselblochem, der Chef der Eurogruppe, hat sich womöglich unvorsichtig und undiplomatisch geäussert, aber er hat gesagt, woran niemand zweifeln sollte: Um den Euro zu retten, werden im Notfall alle herangezogen, ob sie nun Schuld an der Kris tragen oder nicht: die Eigentümer, die Gläubiger, die Sparer- und die nicht Steuerzahler sowieso. Wenn der Fall Zypern etwas Gutes hat, dann dies: Jetzt kann die Diskussion darüber geführt werden, ob uns der Euro diesen Preis wirklich wert ist! Was kümmert die Politiker ihr dummes Gerede von "gestern"?

Kommentar von Zitterbacke ,

Papier und Worte sind geduldig . Aber die alten Chinesen sagten schon :

"Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld. Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken."

Ich liebe die Chinesen . Volallem Nl. 134 Ente süß sauel . ;-)))

Antwort
von Privatier59,

Alle Einlagen bei der Bank sind betroffen. ABER: Der Bestand eines Depots ist keine Einlage und kommt ungeschoren davon. Wenn das mal kein Grund ist, sich mit Aktien und Fonds näher zu befassen!

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