Frage von papadella, 13

Sparbuch oder Dachfonds?

Hallo,

Ich gehe davon aus, dass die Zinsen auch die nächsten Jahre niedrig bleiben werden was findet ihr sinnvoller , wenn man ca. 5000 eu investieren möchte? Sparbuch bzw. Sparprodukte oder Dachfonds?

Danke papadella

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 5

In jedem Fall eine fondsbasierte Lösung... ich bin kein sonderlicher Freund von Dachfonds und würde daher für einen konservativen Anleger eher einen defensiven Mischfonds empfehlen und für den harmlosen Anleger, der mind. auf 5-7 Jahre anlegen möchte, einen ausgewogenen Misch- oder Multi-Asset-Fonds. Diesen Fonds kann man mit 2-3 Einmalzahlungen initial bestücken (Verteilung zu Minimierung von Volatilitätseffekten) und dann per Sparplan weiter über die nächsten Jahre aufstocken. Unter dem Strich sollte man damit im Gegensatz zum Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld gut die Inflation nach Steuern schlagen können.

Antwort
von SBerater, 3

Ein Sparbuch ist für mich kein Investment, sondern Geldvernichtung. Die Zinsen sind geringer als die Inflation. Tagesgeld ist meist interessanter als ein Sparbuch.

Einen Dachfonds mit einem Sparbuch zu vergleichen, ist nicht gut, denn die Risiken unterscheiden sich sehr. Bei einem Dachfonds kann die Rendite über Jahre bei schlechtem Timing auch negativ ausfallen. Bei Dachfonds sind die (versteckten) Gebühren hoch.

Ich kenne dein Risikoprofil nicht, aber ich sehe für unerfahrene Anleger mit längerem Anlagehorizont eher einen Mischfonds.

Kommentar von papadella ,

Danke für die Antwort. Was ich meinte war ein Sparprodukt mit ca. 1 % Zinsen p.a. Die Zinsen sind nicht besonders hoch aber das Kapital wäre täglich verfügbar.

Ich werde mich einlesen und ev.. bei meinem Berater in der Bank Austria fragen, welche kosten bei Mischfonds und Mischfonds entstehen würden. In diesem Bereich kenn ich mich leider noch zu wenig aus

Antwort
von Niklaus, 3

Ein Sparbuch ist ein Geldwert. Ziel von Investitionen sollten aber Sachwerte sein. Hier bieten sich Investmentfonds an.

Bei der Fondsauswahl kann man viel falsch machen. Es gibt in Deutschland über 10.000 möglichen Fonds und die Wahrscheinlichkeit hier auf die falschen Fonds zu setzen ist groß. Es gibt:

  • Geldmarkt-, Renten-, Aktien-, Absolut-Return-, Misch, Multi-Asset-, Dach- oder Immobilienfonds
  • Branchenfonds, Länderfonds
  • Risikoklasse
  • geografische Region
  • richtige Aktiengröße Small-, Mid.- Largecap-Fonds
  • der richtige Anlagestile (Value, Growth, Blend, Momentum, Top-Down, Bottum Up)
  • Vermögensverwaltende Fonds

Ich behaupte kein Laie kann für sich die richtige Asset-Allocation zusammenstellen.

Meine Empfehlung ist sich einen Finanzberater mit hoher Investmentfondskompetenz zu suchen. Er sollte außer der absoluten Sachkompetenz auch das komplett verfügbare Fondsuniversum bieten können. Kosten sind nur zweitrangig. Denn es wichtig, das man die richtigen Fonds mit der richtigen Performance und der richtigen Streuung (Portfoliozusammenstellung) in seinem Depot hat. Ein Fonds mit guter Rendite und Ausgabeaufschlag ist natürlich besser als ein Fonds ohne Ausgabeaufschlag mit schlechter Rendite. Finanztest & Co. helfen nicht wirklich weiter.

Kommentar von LittleArrow ,

Finanzberater mit hoher Investmentfondskompetenz

Wenn dessen Honorar bzw. Kosten auch noch an der Rendite nagt, dann wird selbst die richtige Fondsmischung zum Verlierer. Den Finanzberater mit absoluter Sachkompetenz findet man im Hochglanzprospekt. Alle anderen und vorallem die guten sind etwas bescheidener. Man muss sich fragen, warum ein Finanzberater noch besser sein sollte, als ein guter Mischfondsmanager.

Finanztest & Co. helfen nicht wirklich weiter.

Ich weiß ja nicht, wer Co. für Dich ist, aber Finanztest bringt dem Leser auf jeden Fall Informationen und einen Zugewinn zum Nachlesen und Nachdenken. Finanztest muss nicht mit einem kompletten Fondsuniversum werben, von dem bekanntlich mindestens 70 % unterdurchschnittlich ist. In der Darstellung von Finanztest stehen schon die Spitzenfonds der jeweiligen Kategorie. Man muss natürlich noch genau hingucken und z. B. die Vor- und Nachteile eines mit "T" gekennzeichneten Fonds mit einer LU-ISIN verstehen. Hier sollte es in Finanztest mehr "A"-Fonds geben. Aber ich kann nachvollziehen, dass manchem Finanzberater durch Finanztest das Leben und Geldverdienen schwerer fällt und diese Informationsquelle durch eine pauschale Kritisierung, wie Deine, ausgeblendet werden soll. Aber ich denke, dass derartige Äußerungen doch eher zum Rohrkrepierer werden.

Kommentar von Niklaus ,

Ich habe keine Lust mich wieder auf eine endlose und letztendlich fruchtlose Diskussion einzulassen. Doch muss ich leider einige Dinge gerade richten.

    Finanzberater mit hoher Investmentfondskompetenz  Wenn dessen Honorar bzw. Kosten auch noch an der Rendite nagt, dann wird selbst die richtige Fondsmischung zum Verlierer

Du weißt dass dies falsch ist. Warum behauptest du das?

Ich weiß ja nicht, wer Co. für Dich ist, aber Finanztest bringt dem Leser auf jeden Fall Informationen und einen Zugewinn zum Nachlesen und Nachdenken

Es ist richtig, dass Finanztest zumindest einen groben Überblick gibt. Aber es ist immer nur ein Rating oder ein Ranking was Finanztest darstellt. Kauft sich ein geneigter Anleger Wiwo, Fondsprofessional, Euro am Sonntag, Euro oder Investmentfonds, das sind die sogenannten Co., dann findet er eine Menge Ratings und Rankings. Kurios dabei ist nur, die Fonds dort jeweils völlig andere Positionen im Rating oder Ranking haben. Damit stellt sich die angebliche Hilfe für Anleger in Frage.

Aber ich kann nachvollziehen, dass manchem Finanzberater durch Finanztest das Leben und Geldverdienen schwerer fällt

Nein dem ist wirklich nicht so. Diese Aussage ist eine persönliche Annahme. Noch kein einziger Kunde hat mir sein Finanztestheft vorgelegt.
Was mich an Finanztest wirklich aufregt, ist die selbstherrliche Darstellung. Wobei ihr Chef am meisten dazu beiträgt. Über Fehler und Falschdarstellungen ist Finanztest erhaben. Selbst wenn es eindeutig und nachweisbar falsch. Ich sage nur Riestervergleich Union-Invest und DWS. Das war haarsträubend. Aber als oberster von der Regierung bezahlter Verbraucherschützer darf man solche Fehler begehen. Wer schützt eigentlich die Verbraucher vor den Verbraucherschützern. Das wäre ein fruchtbares Betätigungsfeld.

Kommentar von LittleArrow ,

Du weißt dass dies falsch ist.

Nein, ich weiß nicht, dass das falsch ist. Die Kosten (vorab und/oder jährlich) zehren an der Nettorendite. Ein sehr guter Fonds verträgt natürlich noch besser eine solche Belastung. Hinzukommt, dass die Beraterkosten steuerlich nicht mehr abgesetzt werden können.

eine Menge Ratings und Rankings.

Wenn es nur um Ranglisten der letzten x Jahre geht, dann bringt das natürlich wenig.

Ich sage nur Riestervergleich...

Da sollte man bei dieser Investmentfondsdiskussion nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und vielleicht doch eher mal nach den guten Seiten schauen. Aber da sträubst Du Dich (unnötigerweise) mit einer holzschnitzartigen Argumentation, wie z. B. hier die Laien, da die kompetenten Finanzberater. Gut, für den örtlichen Kegelklub reicht das vielleicht.

Kommentar von Niklaus ,
z. B. hier die Laien, da die kompetenten Finanzberater.

Das ist aber leider so. Es gibt leider mehr Laien auch unter den Beratern als kompetente Berater.

 Gut, für den örtlichen Kegelklub reicht das vielleicht.

Das ist leider nur wieder Polemik. Hast du das nötig?

Kommentar von LittleArrow ,

Nein, iIch habe es nicht nötig, sondern ich habe nur Deinen Text und dessen Inhalt analysiert;-)

Es wäre schön, wenn Du weniger Pauschalierungen und Polarisierungen verwenden würdest und hilfreiche Antworten gäbest;-) Dann wird das auch was!

Kommentar von Niklaus ,

Wirf ein Blick auf die Summe meiner "Hilfreichsten Antworten" .

Kommentar von LittleArrow ,

Ja, gut. Aber die Quote weniger;-)

Antwort
von Privatier59, 3

Hast Du Dich mal darüber informiere was Dachfonds sind? Das Problem dieser Fondsgattung sind die meist hohen Gebühren. Die fallen immer doppelt an. Das muß ja nicht unbedingt sein.

Kommentar von Niklaus ,

Nicht unbedingt doppelt. Außerdem sind die Gebühren doch egal, wenn die reale Rendite stimmt - oder?

Kommentar von papadella ,

Ich hab nur kurz darüber gelesen. Sind die gebühren von bank zu bank verschieden oder kommt das eher auf die fonds an?

Antwort
von NasiGoreng, 3

Solange nichts über Deine persönlichen und finanziellen Verhältnisse bekannt ist, ist jede Antwort mit Vorsicht zu genießen.

Keine der von Dir genannten Anlagen ist zu empfehlen.

Spareinlagen werden so schlecht verzinst, dass noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird. Das ist auf lange Sicht garantierte Kapitalvernichtung.

Dachfonds sind Fonds, welche in andere Fonds investieren. Im Fondsbereich sind sie grundsätzlich teure Produkte, weil zweimal Fondskosten anfallen: Einmal im Dachfonds selbst und noch mal in den jeweiligen Zielfonds.

Suche Dir besser einen flexiblen Mischfonds, die können sich jeder Situation gut anpassen (Im Gegensatz zu defensiven Fonds, die überwiegend verzinsliche Anlagen kaufen und deshalb künftig große Probleme mit der Verbindung von niedrigen Zinsen und steigenden Inflationsraten bekommen).

Bei den flexiblen Mischfonds gibt es preiswerte Produkte mit hervorragender Performance: Zum Beispiel die Fonds mit den Kennnummern: A0KEXM, A0M43Z, 625797 und A0MVZQ.

Kommentar von LittleArrow ,

Kapitalvernichtung

In diesem Zusammenhang meinst Du vermutlich nicht das Nominalkapital, sondern das Realkapital und weniger eine Vernichtung als eine Reduzierung der angelegten € 5.000.

Kommentar von NasiGoreng ,

Wenn Du mir Deine Anschrift nennst, schicke ich Dir einen Geldschein von 1923. Dann hast Du eine Milliarde unvernichtetes Nominalkapital.

Kommentar von LittleArrow ,

Danke, das ist nicht nötig, da ich schon welche habe.

Schön, dass Du auch mal einige Fonds benennst, die Dir so vorschweben. Mich überzeugte davon der 2. Fonds, der Multiple Opportunities von Flossbach von Storch am ehesten. Den habe ich auch:-)

Kommentar von Niklaus ,

Einerseits bist du gegen Pauschalierung anderseits betreibst du sie selbst. Die fondsinternen Gebühren sind sicherlich bei einem DF höher als bei einem Einzelfonds. Aber wo ist das Problem. Wenn ein DF eine gute Rendite macht (6-8%), kann das jedem Anleger egal sein.

Kommentar von NasiGoreng ,

Ein Dachfonds ist wegen seiner Kosten immer schlechter als der Durchschnitt seiner Zielfonds. Die kann sich aber jedermann auch direkt kaufen.

Kommentar von Niklaus ,

Du hast ja recht, aber ist das bei einer genannten Rendite und der Dienstleistung des Dachfonds, ständiges Umschichten, wirklich ein so großes Problem. Die Kunden tauschen nicht mal einen Fonds in einer Fondspolice um obwohl der schon jahrelang miserabel läuft, bei mehreren Fonds machen sie es erst recht nicht.

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