Sparbuch- / Kontoeröffnung bei der Schweizer Post Postfinance
Ich möchte bei Schweizer Postbank / Postfinance ein Sparkonto (kein Girokonto) eröffnen.
Im Internet kann ich die erforderlichen Formulare herunterladen und ausfüllen. - - - - Ich stelle mir das weitere Vorgehen dann so vor: - - - Ich fahre in die Schweiz und nehme z..B. 20.000 Euro Bargeld mit. - - - Dieses deklariere ich l e g a l beim Zoll (Info ans FA) und suche dann ein grenznahes CH-Postamt auf. - - - Dort lege ich die Formulare und meinen Personalausweis zur Kontoeröffnung vor und zahle die 20 T Euro ein, ohne vorher einen Termin beim Postamt auszumachen. - - - Falls möglich, würde ich noch im Schweizer Postamt von meiner EC- oder VISA-Karte Geld abheben oder abbuchen lassen und einzahlen. - - - Die Gutschrift auf dem Sparbuch würde ich gerne in Schweizer Franken wechseln und in Franken führen lassen. - - - - Meine Frage: - - - Hat jemand von Euch Erfahrung, ob ich diesen Ablauf so real praktizieren kann? - - - Kann die Schweizer Regierung oder Zentralbank ein Sparbuch-Guthaben eines Ausländers sperren oder anulieren lassen?
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Es gab noch nie Probleme mit Auslandskonten - nur mit solchen, die man vor der Besteuerung zu verstecken versuchte.
Die Besteuerung in der Schweiz und die extrem niedrigen Tagesgeldzinsen sind eigentlich unsinnig als Geldanlage. Konten in Deutschland sind genauso sicher und 20 kEUR in CHF anzulegen, wäre sogar noch ein Fremdwährungsrisiko, denn sollte sich die Lage in der EUR-Zone wirklich stabilisieren, wird der EUR gegen den CHF aufwerten.
Den Bargeldtransport würde ich auch aus verschiedenen Gründen nicht empfehlen. Vor allem hat es gegenüber einer Überweisung keine wirklichen Vorteile. Die Schweiz ist auch per SEPA erreichbar.
Es ist mir nicht klar, was Du mit dieser verqueren Konstruktion - dann auch nich mit ec-Buchungen oder Visa-Buchungen - überhaupt bezweckst.
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In der Schweiz hat sich seit Steinbrück und Co etliches geändert. Bis vor kurzer Zeit hätte man Dich mit offenen Armen aufgenommen. Heute aber bin ich mir nicht sicher, ob man Dich als Neukunde überhaupt noch empfangen will, wenn Du in bar einzahlst. Klär das unbedingt vorher ab.
Und selbst wenn man Bargeld akzeptiert, dann mußt Du Dir darüber im klaren sein, dass Du mit Devisen zahlst und man Dir dafür Gebühren abknöpft. Das kann durchaus bis zu einem Prozent der Summe sein.
Nicht einleuchten will mir, wieso man bei einer legalen Transaktion überhaupt Bargeschäfte machen muß. Überweise das Geld doch einfach.
Schon garnicht vermag ich den wirtschaftlichen Sinn der Sache zu durchschauen. Ein auf Schweizer Franken lautendes Sparkonto kannst Du bei jeder deutschen Bank eröffnen. Allerdings Zinsen gibt es so gut wie keine, hier und in der Schweiz auch nicht. Was also soll das Ganze ? Treibt Dich die Panik oder sitzen Dir Gläubiger im Nacken ?
Kommentar von edixo 11.06.2012Da ich das Geld anmelden würde, verfolgt mich auch kein Gläubiger. - - - Wie ich auf die CH komme: Von meiner Tante bekam ich nach dem 2. Weltkrieg viele EinHundertMark Reichsbanknoten, die völlig wertlos waren, aber sehr viel Geld für die Damaligen bedeuteten. - - - Nicht auszuschließen ist ein großer Bankencrash in D (die Commerzbank steht schon wieder auf der Kippe) und an den Einlagensicherungsfond zur Rettung aller deutschen Konten, glaubt wohl niemand. Die finanz. Einlage des Fonds ist ein großes Geheimnis. - - - Zum Bargeld: Zur Eröffnung eines deut. Postbankkontos brachten alle Verwandten bisher Bargeld mit an den deut. Postschalter und keine Kreditkarte, deshalb nehme ich an, daß dies auch in der CH so abläuft. - - - Beim deut. "Währungskonto" in Franken sind die Unkosten sehr hoch und vor allem wichtig für mich, über die Sicherheit bei einem Crash konnte ich bis jetzt nichts in Erfahrung bringen. Wer weiß mehr....? Danke für Eure Mühe.
Kommentar von Privatier59Privatier59 11.06.2012Mein Vater, der schon vor 23 Jahren das Zeitliche gesegnet hat, hatte auch immer solche Geschichten erzählt. Und, was ist bislang daraus geworden: Garnichts und ich bin mir absolut sicher, es wird auch in Zukunft nichts daraus werden. Von Angsthasen leben die Banken.
Die hier beabsichtigte Art der Geldanlage ist reine Vermögensvernichtung und wird ihr Ziel nicht erreichen:
Jedem der glaubt, die Schweiz sei ein sicherer Hafen, der solle sich mal die finanzielle Situation der Schweiz ansehen. Durch den enorm stark gewordenen Franken nehmen die wirtschaftlichen Probleme dort immer mehr zu. Einem Euro-Crash wird sich die Schweiz nicht entgegen stellen können, sondern ebensolche Probleme bekommen wie wir.
Zinsen gibt es auf Schweizer Franken fast keine mehr, man redet sogar von künftig fällig werdenden NEGATIVZINSEN, man muß also Geld für das Sparheft bezahlen und nicht umgekehrt. Da wäre es doch billiger, sich die Franken in bar in sein Schließfach zu legen und dafür braucht man nicht in die Schweiz zu fahren.
Wer glaubt, die Gebühren für hier geführte Frankenkonten seien hoch, der hat noch keinerlei Erfahrungen mit der Gebührenpolitik Schweizer Banken gemacht: Allein für die Annahme von Bargeld knöpft man dem Kunden bis zu einem Prozent der Summe ab, den Gewinn für den Umtausch in Franken gibt es noch obendrauf. Unzählige Gebühren treten dann hinzu und wenn was übrig bleibt, zwackt es der Schweizer Fiskus ab. Ob Schweizer Verrechnungssteuer oder EU-Quellensteuer ist da egal. Beides beträgt 35%.
Mit EC- Karte oder Kreditkarte einzahlen kann man sein Geld nur dann, wenn man zuvor bei seiner Hausbank das Tageslimit hochgesetzt hat. Das beträgt nämlich im Normalfall nur 1000 bis 2000 Euro pro Tag und nicht 20000,--. Man kommt also um eine eventuell peinliche Begegnung mit seinem hiesigen Bankberater nicht herum. Da kann man sich dann gleich mal nach den Gebühren für eine Barabhebung außerhalb des Euroraums erkundigen. Auch die sind atemberaubend.
Kommentar von edixo 11.06.2012Vielen Dank für die Argumente. - - - Bei den Schweizer Frankenscheinen gilt es zu beachten, daß die Noten in Zeitabständen ausgetauscht werden. Wenn man den Zeitpunkt nicht mitbekommt, muß man wohl zur Schweizer Zentralbank zum Umtausch reisen. Oder gibt es andere Möglichkeiten die Scheine zu tauschen?
Kommentar von Privatier59Privatier59 11.06.2012Ich habe es eben mal im Internet überprüft: Die Umtauschfristen für alte Geldscheine sind sehr lang. Es wurden da Umtauschfristen von 20 Jahren angegeben und dazu eine Vielzahl von Umtauschstellen in der Schweiz.
Ein Argument gegen eine Anlage im Schweizer Franken möchte ich aber doch noch nachschieben: Der Frankenkurs ist derzeit infolge der Krisenstimmung sehr hoch. Wenn nun der Weltuntergang ausbleibt, dann könnte es einen dramatischen Franken-Crash geben mit Verlusten von mindestens 10 bis 20% aus Sicht der Eurolande. Man sage nicht, dass sei nicht alles schon mal dagewesen. Wer es nicht glaubt, der solle sich die Historie mal ansehen. Dann wird die vermeintlich sichere Anlage zum finanziellen Desaster.
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Also erstens würde ich einen Termin machen, was sollte auch dagegen sprechen? Zweitens würde ich nochmal nach den genauen Bedingungen fragen. Ich kenne mich mit den Vorgaben für ein Sparbuch nicht aus, aber ich weiß, dass man beispielsweise für ein Tagesgeldkonto (Lohnkonto nennt sich das da glaube ich) bei der Postfinance ein regelmäßiges Einkommen in der Schweiz nachweisen muss bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt.
Kommentar von edixo 11.06.2012Es gibt im Netz dubiose Konto-Eröffnungs-Vermittler-Firmen die für ca. 900 Euro das Ganze erledigen oder erledigen wollen. Von einer Aufenthaltsgenehmigung etc. ist dort nichts zu finden. Auf jeden Fall: Finger weg von diesen Firmen. - - - Vielen Dank für die Antworten.
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Danke fürs Engagement