Frage von Ritschi,

Sozialantrag

Mein Mann ist ein Pflegefall er erhält die Pflegestufe 1 ... nun soll ich einige Euros nachzahlen für den Pflegedienst...da ich dass finanziel nicht stemmen kann will ich Sozialhilfe beantragen... jetzt sagte man mir ich muß alles offenbaren und wir dürfen nur ca.3500,00€ Ersparnisse haben ist das wirklich so?

Antwort
von Primus,

Ja, das ist wirlich so und wenn Du ehrlich bist, auch richtig.

Überlege mal wieviel Zuschüsse sonst bezahlt werden müssten, obwohl manche Leute über kleine, oder große Vermögen verfügen.

Es ist schlimm, das Menschen zu Pflegefällen werden, aber solange noch eigenes an Finanzen zur Verfügung steht, sollte es dafür verwendet werden.

Ist nur noch das Schonvermögen da, hilft der Staat ja weiter.

Du weißt hoffentlich, das die Pflegekasse einiges an Zuschüssen zahlt, wenn z.B. Hilfsmittel oder behindertengerechtes Wohnen finanziert werden muss!?

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo Ritschi, das Bewertungssystem der Pflegestufe und der damit verbundene notwendige Pflegeaufwand, wird oft nicht gerecht bewertet. Vielleicht wäre es besser, zuerst eine höhere Pflegestufe zu beantragen. Zu beantragen wieder bei der Krankenkasse bzw. Pflegekasse. Antragsberechtigt sind dabei nicht nur die Pflegebedürftigen Personen selbst, sondern auch die Angehörigen, wenn der Pflegebedürftige wie in deinem Fall von der Familie zu Hause gepflegt und versorgt wird. Hilfreich ist auch wenn der medizinische Dienst zur Begutachtung nach Hause kommt, wenn eine Mitarbeiterin vom Pflegedienst zur Unterstützung dabei sein könnte. K.

Antwort
von Rentenfrau,

Wenn Ihr die Nachzahlungen zur Pflegeversicherung nicht zahlen könnt und Eure Ersparnisse oder Euer Einkommen hier nicht reicht, dann kannst Du natürlich Sozialhilfe beim Amt beantragen, aber - wie immer bei Leistungen aus Steuergeldern - bekommt man nur Geld, wenn man selber seinen Lebensunterhalt nicht tragen kann. Die 3500 Euro Schonvermögen passen soweit, wenn Ihr mehr Rücklagen habt, dann dürfte Euer Sozialhilfeantrag abgelehnt werden.

Antwort
von blnsteglitz,

Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel ist Personen zu leisten, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, insbesondere aus ihrem Einkommen und Vermögen, bestreiten können.

SGB XII §19 Abs.1

Das Sozialmt muss also prüfen ob ihr bedürftig seid- dazu müssen selbstverständlich alle Einkommensverhältnisse,Sparbücher etc. offen gelegt werden.

Entsprechend gilt das auch für den Absatz3 des §19 (...Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfen in anderen Lebenslagen ) - auch hier muss geprüft werden und auch dazu muss "alles " offen gelegt werden.

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