Frage von kekspudding, 188

Sozialabgaben, Versicherung, Steuern bei Studenten mit Honorartätigkeit

Hallo zusammen,

ich bin Studentin (Soziale Arbeit) und arbeite nebenbei als Honorarkraft. Ich bekomme KEIN BAföG oder Wohngeld oder sonst irgendwas. Ich finanziere mich also nur durch Rücklagen und meine Eltern und eben seit neustem auch die Honorartätigkeiten (= selbstständige Tätigkeit?!). Zum einen arbeite ich in einem Jugendzentrum der AWO einmal die Woche für 3 Stunden und habe da ein kleines Angebot (pädagogische Tätigkeit). Und zum anderen arbeite ich bei der DRK-Schwesternschaft Bonn e.V. als Teamerin bei FSJ-Seminaren, dort unterstütze ich die hauptamtlichen PädagogInnen (also auch pädagogische Tätigkeit). Bei der ersten Stelle werde ich nach Stunden bezahlt und bei den Seminaren gibt es eine Pauschale für die ganze Seminarwoche. Die Seminare finden unregelmäßig statt. So. Jetzt meine Fragen: Wie viel darf ich verdienen ohne es versteuern zu müssen? Wo ist die Grenze? Wie läuft das mit der Rentenversicherung? Und der Krankenversicherung (bin noch in der Familienversicherung)? Kommt eine Abrechnung über die Übungsleiterpauschale o.Ä. in Frage? Was muss ich sonst noch beachten? Steuererklärung?

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Antwort
von wfwbinder, 187

Honorartätigkeit, also Rechnungen schreiben?

Also:

Krankenversicherung: ist durch die KV-der Studenten geregelt

Rentenversicherung: weil selbstständig nein. freiwillig möglich

Arbeitslosenversicherung: nein.

Steuer: Entschuldigung, absolut quatsch. der Höchststeuersatz in Deutschland ist 45 % (zur zeit). mein Traum 500.000,- Euro Einkommensteuer zahlen zu müssen. ich hätte über eine Mio verdient.

Was frei ist, mit Grundfreibetrag udn weiteren Freibeträgen ca. 9.000,- euro. das wäre der Gewinn. Aber Du kannst ja kosten (Fahrten zu den Beschäftigungsorten, Arbeitsmittel wie Computer usw., Arbeitsmaterial wie Schreipapier usw.) abziehen. Also Einnahmen locker bis zu 10.000,- im Jahr ohne Steuer. udn wenn es 1.000,- mehr werden, kostet es evtl 100,- Euro Steuer.

Was ist schlimmer, 900 Euro weniger auf dem Konto, oder 100,- Euro beim Finanzamt?

Antwort
von SBerater, 153

ich vermute, du schreibst Rechnungen. Dann gilt:

  • KV: wenn GKV, dann ist die Grenze bei 450 Euro pro Monat. Wenn du mehr hast, dann zahlst du einen Zusatztarif (geringfügig mehr als bei der Familienversicherung). Das würde ich mit der GKV besprechen, um sicher zu sein
  • wenn PKV, dann nur in wenigen Fällen ein Zusatzbeitrag. Das würde ich klären
  • Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung: nein
  • Besteuerung ab 8130 Euro zu versteuerndem Einkommen - sprich Gewinn
  • Übungsleiterpauschale: die sehe ich nicht
  • Steuererklärung: ja!

Generell: den Studentenstatus verlierst du, wenn du mehr als 20h/ Woche arbeitest.

Was ist nicht weiss, ob deine Tätigkeiten der USt unterliegen und ob diese Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich ist. Entsprechend benötigst du eine Steuernummer und ggf. ein Gewerbe. Wenn Umsatzsteuer, dann kannst du den Kleinunternehmerstatus annehmen.

Kommentar von kekspudding ,

Ja genau, ich schreibe Rechnungen. Das mit den wöchentlichen/monatlichen Berechnungen ist allerdings problematisch, da die Seminare nicht jeden Monat stattfinden. So kann es also sein, dass ich einen Monat über die 450 € Grenze komme und den nächsten weit drunter bin... ebenso bei den wöchentlichen Arbeitszeiten. Gibt's da keine Begrenzungen auf's Jahr hoch gerechnet??? Und ich bin bei der gesetzlichen KV (über meinen Vater familienversichert).

Kommentar von SBerater ,

hier gibt es schon Mittelwertbetrachtungen. Letztendlich wird dir hier nur deine GKV Auskunft geben können.

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