Frage von lohepudel, 36

Sorgt der Bauboom bei Einfamilienhäusern mit dafür, dass es evtl. in vielen Wohngebieten -außerhalb der Großstädte- vermehrt Mietangebote geben wird?

Meine Annahme: Wenn immer mehr Familien angesichts der Niedrigzinsen auf ein Eigenheim setzen, wird so mancher Vermieter eines Hauses künftig vermehrt Probleme mit der Vermietung zu hohen Preisen bekommen. Zumindest außerhalb der Boom-Regionen. Annahme richtig oder falsch? Eure Einschätzung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NasiGoreng, 8

Die Annahme ist richtig. Allerdings ist es nicht nur der Eigenheimbau, sondern auch der durch den Mangel an rentablen Anlagemöglichkeiten forcierte Bau von Mietwohnungen, der künftig auf die Mietpreise drücken wird. Wer glaubt, dass eine Wohnung zum Vermieten eine gute Geldanlage ist, wird sich künftig noch wundern.

Antwort
von wfwbinder, 25

Ich glaube, die wenigsten Häuslebauer haben vorher in einem gemieteten Einfamiliehaus gewohnt.

Die meisten Häuslebauer in den Speckgürteln der Großstädte haben vorher in normalen Etagenwohnungen im Stadtgebiet gewohnt und ziehen in das neue Haus vor der Stadt, weil ein Grundstück im Stadtgebiet nicht bezahlbar wäre.

Antwort
von LittleArrow, 24

Wie Du an den übrigen Antworten sehen kannst, ist Deine Frage möglicherweise mißverstanden worden.

Du meinst sicherlich nicht Einfamilienhäuserbauer oder -käufer, die bereits vorher in einem gemieteten Einfamilienhaus gewohnt haben, sondern solche, die in einem Mehrfamilienhaus oder in einer vermieteten Eigentumswohnung wohnten. .

Für diese letzteren Fälle spricht einiges an Plausibilität, mehr aber nicht. Man kann als Wirtschaftssubjekt vor allem daraus keinen Grund für seine persönliche Investitionsentscheidung ziehen.

Antwort
von hildefeuer, 20

Diese Annahme ist völlig falsch und hat keine Grundlage. Die Einfamilien-Häuser, die in den letzten 20 Jahren gebaut wurden, sind ja ohne Einliegerwohnung gebaut worden. So etwas gab es nur in Einzelfällen. Gewisse Hoffnungen bestehen beim Erwerb von gebraucht Immobilien. Dort sind ja vielfach Mehrfamilien-Häuser aus den 60, 70 und 80er Jahren verkauft worden. Dort sind ja vielfach ungenutzte Dachgeschosse vorhanden. Es gibt eigentlich nur einen Grund, derzeit in Mietwohnungen zu investieren: Es sind nur geringe Zinsen für Geldanlagen zu bekommen. Während sich früher eine Wohnung zu vermieten nicht mittelfristig gelohnt hat, sondern nur langfristig.  Derzeit sind auch mittelfristig Renditen zu erzielen die höher als 2% sind.


Kommentar von LittleArrow ,

Vielleicht hast Du die Fragestellung missverstanden?

Kommentar von NasiGoreng ,

Derzeit sind auch mittelfristig Renditen zu erzielen die höher als 2% sind.

Wer aus einem Vermietobjekt nicht mindestens eine Brutto-Mietrendite von 6% erzielt hat eine Fehlinvestition getätigt.

Antwort
von Rat2010, 14

Selbstverständlich steuern wir eilends auf einen lange andauernden Mietermarkt zu, wie wir noch nie einen hatten.

Ob wenige Boomregionen (München, Frankfurt, Hamburg und Berlin) eine Ausnahme bilden werden? Vielleicht. Ich glaube aber nicht, weil gerade dort der mittelfristig marktferne Bau viel zu teurer Häuser und Wohnungen auch irgendwann auf den Markt durchschlägt.

Die nächste Stadtflucht kommt bestimmt!

Antwort
von Privatier59, 17

Die von Dir beschriebene Lage besteht doch schon längst: Schau Dir mal die Immobilienmärkte abseits der Ballungsgebiete an. Da bekommt man Grundstücke zu Spottpreisen angeboten-und niemand greift zu. Die Mieten sind lächerlich niedrig im Vergleich zu Großstädten und trotzdem stehen Wohnungen leer.

Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung zeigen nach wie vor stark sinkende Bevölkerungszahlen. Allerdings eben nicht überall. Ballungszentren werden trotzdem eher mehr Einwohner bekommen, ländliche Regionen aber erheblich  weniger.

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