Frage von aurora,

Sollte man Schwellenländer in ein großes Aktienfondsdepot einschließen?

Kürzlich habe ich gelesen, dass man in ein größeres Aktienfondsdepot auch Schwellenländer berücksichtigen sollte. Was ist eure Meinung dazu? Ist dies wirklich sinnvoll und eine Überlegung wert?

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Aktienfonds,

Auf jeden Fall. Wenn man sich die Anteile am globalen BIP anschaut, dann nehmen diese für Emerging/Frontier Markets ständig zu. BIP-gewichtet kann man also 20-30% aus diesen Märkten im Portfolio halten, zumal hier das Wachstumspotential deutlich höher als in Industrieländern ist.

Das gilt nicht nur für Aktien, sondern auch für Anleihen.

Unternehmen in Schwellenländern sind i.a. gering verschuldet und haben durch ihre wachsenden Binnenmärkte wachsende Absatzmärkte.

Antwort
von amadeusmozart,

Meiner Meinung nach kann dies gute Zukunftsaussichten haben, denn die wirtschaftliche Zukunft von Ländern wie China, Indien oder Brasilien ist sehr als sehr gut einzustufen. Ein 20%iger Anteil am Gesamtfonds der auf Schwellenländern basiert ist durchaus sinnvoll.

Antwort
von SBerater,

klar. Das ist eine gute Idee und man sollte je nach Risikoeinstellung sein Depot anteilig mit Anlagen dieser Region anreichern.

Antwort
von qtbasket,
  • dass man in ein größeres Aktienfondsdepot auch Schwellenländer berücksichtigen sollte.

Das ist ein guter Ratschlag, wie ich finde.

Denn gerade bei der Performance von Aktienfonds, sind diejenigen Fonds recht erfolgreich, die diese Strategie bei der Anlagepolitik befolgen. Diese sollten aber groß und breit aufgestellt sein.

Es gibt auch spezielle Fonds die nur in Asien, Ozeanien und Australien investieren, aber diese sind nicht unbedingt besser.

Also es kommt schon auf die Mischung an und nicht alle Aktien aus Brasilien, Indien, Indonesien etc, sind gute Performer. Das wissen die Profis bei den Fondgesellschaften nur zu gut.

Mein Tipp. beispielsweise bei ING-DIBA sich eine watchlist kreieren und dort genau diese Fonds einstellen - so kann man schon nach wenigen Wochen erkennen, was Spreu und was Weizen ist.

Kommentar von GAFIB ,

Richtig ist, dass Schwellenländer-Aktien inzwischen ein standardmäßiger Bestandteil jedes gut strukturierten Portfolios sind.

Zum "Tipp" aber: Das wäre ja schön, wenn man nach kurzer "Beobachtungsphase" die "Sreu vom Weizen" trennen könnte. Das funktioniert aber nicht - sonst gäbe es nur Millionäre... (;-)

Wichtiger ist eine ausgewogene globale Streuung, die auch das individuelle Risikoprofil berücksichtigt, z. B. den richtigen Mix zwischen Aktien- und Rentenanteilen.

Siehe zu einigen Grundsätzen: www.ARERO.de

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