Frage von Lohnbuchhaltung, 70

Sollte man eine private Zusatzversicherung bei Krankenhausaufenthalt erst mal verschweigen?

Sagt man das gleich dazu, kann es sein, daß man dann schlechter fährt, weil man dann viel mehr an Leistungen bekommt, die evtl. unnötig sind-bekommt man nicht sgoar was raus, wenn man es nicht erwähnt und den Standardservice nimmt, und anschl. der Versicherung so meldet? Liegt man nicht grad zu sechst im Zimmer und muß nur 1-2 Nächte bleiben-das mal so als Ausgangssituation. Bei schwerer u längerer Krankheit seh ich den Sinn der Zusatzversicherung deutlicher vor Augen-was meint Ihr dazu?

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von Primus, 70

Du wirst bei der Aufnahme gefragt, ob eine Zusatzversicherung besteht.

Du möchtest also bewusst lügen, indem Du sie verschweigst um dann bei Bedarf von ihr zu profitieren?

Warum bist Du dann zusatzversichert, wenn Du sie verschweigen willst?

Um Dir die Rosinen heraus zu picken, wie Du sie brauchst?

Es gibt Dinge auf dieser Welt, die ich nicht verstehe und auch nicht verstehen will.

Auch wenn nur 1-2 Nächte geplant sind, kann eine Situation eintreten, die Dich länger ans Krankenhaus fesselt.

Wie willst du dann aus dieser Situation herauskommen?

Antwort
von barmer, 57

Hallo,

man wird nicht gefragt, ob eine Zusatzversicherung besteht, sondern ob man die Wahlleistungen Chefarzt bzw. Ein-oder Zweibettzimmer in Anspruch nehmen will. Die Frage nach der Versicherung kann dafür Ersatz sein, wenn der Patient die Begriffe Wahlleistungen nicht versteht.

Wenn man trotz Versicherung die Wahlleistungen nicht in Anspruch nimmt, gibt es von der Versicherung Ersatzkrankenhaustagegeld. Vorher im Tarif nachschauen !

Viel Glück

Barmer

Antwort
von billy, 50

Natürlich wird eine Zusatzversicherung bei Aufnahme gleich mit erwähnt, alles andere würde auch keinen Sinn machen. Weshalb sollte man sich mit einer schlechteren Leistung zufrieden geben wenn man für die bessere bezahlt hat ?

Antwort
von alfalfa, 42

Nun, meistens bleibt im Bewusstsein für einen stationären Tarif nur zwei bis drei Dinge hängen:

  • Wahlarztleistungen
  • 1/2 Bett Zimmer
  • Komfortleistungen bzw. Ersatztagesgeld

Der Umfang der Leistung ist natürlich von den AVB abhängig. Doch die Problemstellung ist etwas anders gelagert. Dazu ein paar Fakten:

Bei Krankenhäusern sind vier Formate zu unterscheiden:

  • Kliniken mit Kassenzulassungen
  • gemischte Anstalten (Krankenhäuser mit zusätzlichem Reha Betrieb)
  • BG Kliniken
  • Privatkliniken (ohne Kassenzulassungen)

Ohne Zusatztarif sind meist gemischte Anstalten (ca 2000 Kliniken in der BRD) oder Privatkliniken (etwa 600) für GKV Versicherte "versperrt".

Ein weiterer Punkt ist der Behandlungspfad. Harmloses Beispiel. Blinddarmentzündung. Da Kliniken eine Fallpauschale bekommen ist bei GKV Versicherten schnell das Skalpell angesetzt. Bei PKV Patienten (weil bezahlt) geht man gerne auch einen unblutigen Weg.

Etwas heftigeres Beispiel: Gewebeveränderung in der Lunge. Geht mit Thorax Öffnung und OP (Standardbehandkungspfad bei GKV) oder mit kleinem Schnitt bei PKV (Minimalinvasives Verfahren). Unterschied bei den Verahren: eine große Narbe.

Und neben dem Behandlungspfad geht es auch weiter bei der Qualität der "Ersatzteile". Auch hier gibt es Unterschiede.

Das sind die tieferliegenden Gründe für ein pro/contra. By the Way, die wenigsten Kliniken bieten noch die 6 Personen Liegesäale, überwiegend ist man auch bei der GKV im Zweibettzimmer untergebracht.

Für diejenigen, die bei der Einweisung die Frage nach Wahlarztleistungen verneinen (kann Sinn geben bei 1-2 Tagen Kurzaufenthalt) gibt es ggfs ein Krankenhaustagegeld als Ersatz. (Und je weniger die PKV vom Kollektiv belastet wird, desto geringer die Beitragsanpassung)

Da man Selbstzahler ist (wenn man Wahlarztleistungen bejaht) um so wichtiger ist es seinen Vertrag zu kennen, wenn man keine Überraschung bei der Erstattung erleben will. Also:

  • Vertrag kennen (!)
  • Wahl des Krankenhauses
  • Wahl des Behandlungspfads

sind die wichtigsten Punkte. Erst Recht, wenn es etwas sehr ernsthaftes ist, worum es geht.

Antwort
von qtbasket, 37

Kopfschüttel....

Was für eine wirre Vorstellung, von Krankenhauskeistungen. Ein Krankenhaus ist kein Knast und auch keine Jugendherberge, und Zimmer mit 6 betten gibt es in allen drei Institutionen nicht mehr.

Es gibt im Krankenhaus die sog. Wahlleistungen, und wenn man die haben möchte, ist eine Zusatzversicherung sinnvoll und dann sollte man sie angeben. Es geht um Chefarztbehandlung und so kleine Annehmlichkeiten, wie eine etwas bessere Verpflegung,beispielsweise mit einen Kuchenbuffet und Zeitungen etc.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, m.E. geht es um ganz andere Dinge. Antwort siehe unten. Das Zweibettzimmer, der Kuchen der TV ist nur Schmuck am Nachthemd.

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