Frage von dumela,

Sollte man ein Starter-Angebot einer Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht ziehen?

Ich finde den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig und sinnvoll und will den eigentlich auch haben. Wäre dabei ein Starter-Angebot, bei dem man am Anfang noch weniger Beiträge zahlt, sinnvoll? Was ist, wenn ich nach meiner Ausbildung, die ich jetzt mache, doch noch studieren will? geht das dann?

Hilfreichste Antwort von MatthiasHelberg,
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Hallo,

wenn man erst einmal eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, kann man sich beruflich verändern, wie man will. Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung ändern sich dadurch ohne weiteres nicht. Weder nach oben, noch nach unten.

Die Frage ist nur, wie man dann versichert ist. Ist 'Student' für den Versicherer ein Beruf? Oder wird vielleicht der im Rahmen der Ausbildung erlente Beruf geprüft, falls man während des Studiums berufsunfähig wird? Oder kann man als Student vielleicht auf eine andere Tätigkeit verwiesen werden?

Das sind die Fragen, die meines Erachtens vorrangig geklärt werden sollten. Kommt dann ein Versicherer dabei heraus, bei dem man sich nur den Startertarif 'leisten' kann, mag das in Ordnung sein. Risiko dabei: Die Beiträge erhöhen sich vom zunächst abgesenkten Beitragsniveau auf das erhöhte Beitragsniveau gerade zu der Zeit, wo man am Studieren ist und eher weniger als mehr Geld zur Verfügung hat.

Es ist auch nicht jeder Startertarif gleich. Manchmal wird nur die Höhe der Beiträge verschoben, manchmal werden aber auch Versicherungsdauer oder Leistungsdauer verkürzt und man hat nur eine Option, den Vertrag später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu den dann geltenden Konditionen zu verlängern. Das könnte ungünstig werden.

Mit freundlichen Grüßen aus Osnabrück

Matthias Helberg

Versicherungsmakler

Antwort von heinerbumm,
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Bei diesen Starter-Angeboten zahlst du am Anfang weniger, dafür später mehr. Das ist ein Rechenexempel. Viel wichtiger als der Preis sind aber die Bedingungen. Außerdem achte auf eine ausreichende Höhe. 500,- oder 750,- Euro monatliche Rente nützen dir nichts. Damit liegst du von der Höhe im Bereich der Grundsicherung. Oder etwas platter ausgedrückt: 750,- Euro hast du auch ohne Versicherung (Hartz IV + Wohnkosten + Heizkosten z. B.). Außerdem musst du davon ausgehen, dass du die Rente einklagen musst, wenn es nicht ganz eindeutig ist. Aber gerade bei schleichenden Erkrankungen (Psyche, Rücken, Tumor z. B) gibt es regelmäßig unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich einer Berufsunfähigkeit. Also denke auch an eine Rechtschutz. Auch das ist ein Grund, warum die Rente möglichst hoch sein sollte. Man vergleicht sich gerne vor Gericht und die Summe ist natürlich umso höher, je höher die Rente ist.

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