Frage von famoso79,

Sollte man bereits für Kinder einen Fondssparplan einrichten?

Fonds erreichen ja bei einer möglichst langen Laufzeit die besten Renditen. Sollten dann die Eltern für ihre Kinder bereits einen Fonssparplan einrichten, in den sie einzahlen und den das Kind dann später einfach übernimmt und selbst weiter einzahlt? ISt das empfehlenswert?

Antwort
von Kevin1905,

Prinzipiell ist für solche Sparvorhaben ein Fondssparplan keine schlechte Idee. Kaum Kosten, überschaubare Risiken und sehr flexibel. Allerdings sollte man auch hier nicht das erst beste nehmen sondern sich unabhängig beraten lassen. Welche Fonds kommen in Frage, welcher Risikotyp bin ich selbst etc...

Ich denke aber wenn man Elternteil ist sollte man erst schauen, dass man seine eigenen Finanzen im Trockenen hat, im Alter möchte icht nicht gerne auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen sein.

Kommentar von Kevin1905 ,

*Kinder sollte es heißen

Antwort
von Niklaus,

Eine der besten Möglichkeiten, für sein Kind zu sparen ist einen Fondssparplan mit Investmentfonds einzurichten. Will man die Vorsorge über seinen Tod absichern wollen, ist eine zusätzliche Risikolebensversicherung möglich. Bei dem Sparplan sind Aktienfonds zu bevorzugen wegen der vermutlich längeren Laufzeit. Fondssparpläne gibt es bereits für eine Mindesteinzahlung ab 25 € pro Monat. Folgende Vorteile bietet ein Fondssparplan: Jederzeitige Verfügbarkeit, jederzeitige Erhöhung, Reduzierung oder Kündigung, keine feste Laufzeit, keine Stornokosten.. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Aktienfonds sind sehr gut diversifiziert, weil sie viele Aktien im Portfolio haben. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind und auch insolvenzgeschützt, weil Aktienfonds Sondervermögen sind. Aktienfonds schwanken, weil die Märkte volatil sind, aber das hat nichts mit Sicherheit zu tun.


Man kann diese Sparpläne mit einem dynamischen Trailinglimit absichern. Das bedeutet, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus dem Aktienfonds in einen Geldmarktfonds und bei steigenden Märkten wieder zurück in den Aktienfonds. Durch die intelligente Kombination der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order kann man Kursverluste reduzieren und- Kursgewinne mitnehmen. Es wird nur das bereits angesparte Kapital geswitcht. Mit dem Sparbeitrag werden weiterhin Aktienfondsanteile gekauft. Durch den Einsatz des Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt erst richtig zur Geltung. Es fällt kein Ausgabeaufschlag beim Tauschen an.

Antwort
von schnellereuro,

Grundsätzlich eine gute Idee. Zu: "Fonds erreichen ja bei einer möglichst langen Laufzeit die besten Renditen" -> würde ich anders formulieren: je länger die Laufzeit, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass der/die Fonds in etwa die Durchschnittsrendite von ca 6-10% p.a. erreichen

Antwort
von Rentenfrau,

Wenn Du das Geld erübrigen kannst, ist es sicherlich ganz in Ordnung, wenn man für das Kind schon bei Zeiten für die private Altersvorsorge Geld zurücklegt. Denn je länger das Geld liegt, desto länger kann es sozusagen "arbeiten" und Zinsen erwirtschaften. Im Laufe der Jahre kann so ein erhebliches Vermögen zusammenkommen. Das KInd kann sich sicher glücklich schätzen.

Antwort
von barmer,

Hallo,

die Rendite bei einem Fondssparplan ist von der Laufzeit eigentlich ziemlich unabhängig. Es kommt aufs Timing an.

Hier hört es sich für mich so an, als wolle man sich eher über Jahzehnte nicht so genau damit beschäftigen. Dann ist das vielleicht nicht das richtige Produkt.

Kommentar von Candlejack ,

Wenn Du 30 Jahre in einen Fondssparplan machst, dann spielt kaum eine Rolle, ob Du heute oder in 6 Monaten einsteigst. Je länger die Laufzeit, desto unwichtiger das Timing. Denn zum einen interessieren die Crashs von heute in 30 Jahren niemanden mehr und zum anderen gleichen sich solche Dinge durch cost-average ohnehin wieder aus. Die Rendite steigt durch die Laufzeit aufgrund der Glättung der Volatilität, des cost-average und des Zinseszins.

Kommentar von Niklaus ,

@Candlejack. Richtig Timing spielt bei einem langfristigen Sparplan überhaupt keine Rolle.

Antwort
von Rat2010,

Ja, das sollte man und es ist sehr empfehlenswert! Ob das Kind weiter zahlt oder nicht sollte dagegen dem Kind überlassen werden.

Antwort
von althaus,

Famoso, beste Rendite??? ...wenn das so wäre musste ja jeder einen Fondssparplan haben.. Ist es aber nicht, denn das Timing ist sehr wichtig. Wenn Du bei tiefen Kursen aussteigst, dann machst Du Verluste. Meist braucht man das Geld sehr dringend und verkauft zum ungünstigen Zeitpunkt, daher nur soviel investieren, daß man noch ein paar Jahre darauf verzichten kann. Davon abgesehen; was interessiert es dem Kind, wenn es mal den Fondsparplan übernimmt wenig, ob es nun Gewinn macht oder nicht. Der Fonds wird unabhängig davon einfach verkauft, denn soviel Geld hat das Kind noch nie besessen. Schon mal darüber nachgedacht? Wer Geld geschenkt bekommt, der interessiert sich nicht über Einstiegskurse.

Kommentar von Candlejack ,

Es ist unbestritten, dass Aktien / Fonds über lange Laufzeiten die besten Renditen abwerfen. Deswegen muss ja nicht jeder einen haben, weil jeder Anleger anders gestrickt ist. Volvo ist eins der sichersten Autos der Welt, dann müsste ja jeder einen haben. Nicht für jeden ist Volvo das richtige Auto und nicht für jeden ist ein Fondssparplan die richtige Anlage.

Bei einer Altersvorsorge mit 30-35 Jahren Laufzeit ist das Einstiegstiming relativ egal.

Kommentar von althaus ,

Das Problem sehe ich darin, daß der Beschenkte anders denkt als derjenige der die Anlage angelegt hat. Wenn mir jemand etwas schenkt, dann denke ich nicht darüber nach zu welchen Preis eingekauft wurde und ich würde so verfügen wie es mir in den Sinn kommt....

Antwort
von obelix,

es kommt auf den Zeithorizont wie auch das Timing bei der Anlage an. Zusätzlich sollte man die Risikoklasse festlegen.

Ich halte viel davon, aber man muss auch wissen, dass der eine oder andere Fonds in einer Baisse auch mal richtig Federn lassen kann und der Verlust kann bei 50% im Vergleich zum Höchststand liegen.

Das sollte man wissen und entweder aktiv mit dabei sein, teils verkaufen, umschichten neue ausrichten. Oder man wählt bereits anfangs einen breit gestreuten Fonds, der weniger volatil ist, d.h. es würden dann auch Bonds/ Anleihen enthalten sein.

Für mich ein klares ja, aber mit der Einschränkung, dass man sich auch hier mit der Materie befassen muss, um die richtigen Prämissen zu setzen.

Antwort
von Wilhelmina,

Ich finde es klasse, dass du dir jetzt schon so viele Gedanken um die Zukunft deines Kindes machst. Natürlich ist das eine gute Idee und dein Kind wird es dir später mal sehr danken.

Antwort
von HilfeHilfe,

Wenn du auf ein wenig Risiko aus bist ja. Nur solltest du es ein wenig aktiv managen. Alternative wären Sparverträge auf Fondsbasis

denke hier können die Fachleute empfehlungen abgeben

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