Frage von lissabon,

sollte man Arbeitslosenschutz Versicherung abschließen?

ein Versandhaus bietet wohl eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit an. Ist das sinnvoll in der heutigen zeit? Man bekommt dann monatlich Geld wenn man keine Arbeit hat

Antwort von Lissa,
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Hier ein Beitrag einer Verbraucherzentrale:

Neckermann und Quelle sorgen sich neuerdings um Kunden, die Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit trifft. Ihnen offerieren sie eine Versicherung. Wer den Job verliert, der erhält ein Jahr lang jeden Monat bis zu 1500 Euro. Diesen Maximalbetrag gibt´s freilich nur für den, der zuvor beim jeweiligen Versandhaus in den letzten zwölf Monaten Waren für 18.000 Euro eingekauft hat. Wer weniger bestellt hat, beispielsweise für 1200 Euro, den trösten die Versender mit 100 Euro monatlich.

Natürlich ist der Schutz alles andere als gratis. Bei Neckermann ebenso wie bei Quelle verteuert sich jeder Einkauf um 7,9 Prozent. Wer also eine Waschmaschine zum Katalogpreis von 800 Euro bestellt, zahlt tatsächlich 863,20 Euro.

Auch kann der Kunde, wird er arbeitslos, keinesfalls frei über das Geld der Versicherung verfügen. Vielmehr schreibt Neckermann es dem "Sorglos"-Konto gut, bei Quelle kommt es aufs "Sicher&Sorgenfrei"-Konto. So dient die Police dazu, mit den Versendern vereinbarte Ratenzahlungen zu leisten oder auch während der Arbeitslosigkeit fortgesetzt neue Waren zu ordern. Unverblümt nennt Quelle unter Vorteil der Police an erster Stelle: "Sie können weiterhin wie gewohnt bei Quelle einkaufen."

Die Verbraucherzentrale warnt: Derart eingestimmt, lassen sich Kunden womöglich zu unnötigen Bestellungen anregen. Zudem kann die Police dazu verleiten, in dem trügerischen Gefühl von Sorgenfreiheit bei Arbeitslosigkeit Waren auf teuren Kredit zu kaufen. Wer die Versicherung abschließt, tendiert überdies wohl eher dazu, ohne Preisvergleich bei diesem Versender zu kaufen.

Zu diesen Einwänden gesellen sich Vertragsbedingungen mit etlichen Einschränkungen. So kann nur derjenige das Angebot nutzen, der seit mindestens zwölf Monaten ununterbrochen beim selben Arbeitgeber mindestens 15 Stunden pro Woche sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Außerdem kommt in den Genuss der Versicherung nur ein "unverschuldet" arbeitsloser Kunde. Das bedeutet: Wer selbst kündigt, schaut in die Röhre. Ferner sieht der Vertrag eine Wartezeit vor: Bei Arbeitslosigkeit innerhalb von drei Monaten nach Vertragsschluss erhalten die Kunden keinen Cent.

Für weitaus sinnvoller als den Schutz aus dem Versandhandel hält die Verbraucherzentrale daher, einen festen Sparbetrag in eine zinsgünstige sichere Geldanlage zu stecken und den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in Erwägung zu ziehen.

http://www.vz-nrw.de/UNIQ123731844419551/link194540A.html

Antwort von wfwbinder,
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Also als Zusatzversicherung zum normalen ALG I.

Da wäre die frage der Konditionen, ob es sich lohnt.

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