Frage von brokerstar, 40

Sollte eine krisensichere Anlage immer auch Sachwerte enthalten?

Sollte man einer krisensicheren Anlage immer auch Sachwerte beimischen?

Antwort
von SachwertTicker, 31

Gegenfrage: Was wäre die Alternative? Papiergeld? 0% Zins auf dem Konto bzw. Geldentwertung durch negativen Realzins? Viele Menschen, die reich sind sind es meist durch Sachwerte wie Immobilien und Rohstoffe geworden. Der Vorteil der Sachwerte ist aus meiner Sicht, dass diese immer einen Gegenwert haben werden. Auch Gold wurde hier angesprochen. Es ist richtig, dass es lange gedauert hat bis man hier ins Plus kam. NIchts desto Trotz hatte Gold immer einen Wert und wird auch weiterhin einen Wert haben. Um die Frage also zu beantworten. Ein klares JA. Wie immer im Leben. Die richtige Mischung macht es.

Antwort
von KryptoMan, 27

Nicht unbedingt aber krisensicher ist ein Depot immer dann wenn es gut gemischt und breit gestreut sind also sollte man Sachwerte mit Aktienfonds, Zinsanlagen oder evtl. auch Gold mischen.

Antwort
von gandalf94305, 27

Aktien sind Sachwerte. Ja, eine krisensichere Anlage muß Sachwerte enthalten, denn in Krisen leiden typischerweise Geldwerte. Leiden auch die Sachwerte, erholen sich diese typischerweise nach der Krise wieder (wenn Banken das Krisenproblem sind, dann erholen sich Bankaktien natürlich nicht so schnell).

Also: was soll die Frage und welche Sachwerte meinst Du?

Aus meiner Sicht kann man Aktien und Immobilien gut adressieren, während man auf andere Rohstoffe - insbesondere Edelmetalle - als harmloser Privatanleger problemlos verzichten kann.

Antwort
von wfwbinder, 26

Was verstehst Du unter "krisensicher?"

Schutz vor Erhöhung der Inflationsrate?

Währungsschwankungen, weil gerade mal wieder eine Schuldenkrise bei einem Euroland droht?

Für mich lautet die Frage anders, wieviel lege ich nicht in Sachwerten an, weil ich eine Liquiditätsreserve halten will.

Antwort
von Privatier59, 21

Wer vor 1939 in einer deutschen Großstadt eine Immobilie als krisensichere Anlage erworben hat, konnte 1945 Backsteine zählen.

Kaum besser ging es dem, der nach 1990 blühende Landschaften in den neuen Bundesländern erwartet hat und teuer Immobilienschrott erstand.

Wer 1980 Gold als krisensichere Anlage erworben hat, konnte 20 Jahre lang warten bis er wieder eine schwarze Null hatte.

So viel zur Solidität von Sachwerten und zu ihrer Krisensicherheit. Vor welcher Krise willst Du Dich schützen? Hoffentlich kriegst Du bei dieser Frage nicht die Krise weil Du über solche Nebensächlichkeiten noch nicht nachgedacht hast.

Antwort
von Niklaus, 18

Investieren sollte man immer nur in Sachwerte.

Antwort
von Miessy, 18

Hallo, ich möchte meinen Senf auch dazu beitragen... Grundsätzlich sind Sachwerte eine sinnvolle Beimischung in ein Anlageportfolio in Bezug auf Risikodiversifikation, natürlich können reale Sachwerte in Krisenzeiten weit beständiger sein als bspw. Aktien (auch wenn einige diese ebenfalls zu Sachwerten zählen), allerdings muß man differenzieren. Bsp Banken- und Finanzkrise, wer sein Geld überwiegend in Aktien angelegt hatte, hat sehr viel Geld verloren und brauchte einen langen Atem um seinen Verlust wieder allmählich aufzuholen. Wer damals bspw. in Container-Direktinvestments (keine Containerfonds) investiert hat, hat keine Verluste verzeichnet und durchweg seine vertraglich festen Renditen erzielt.

Sachwerte haben einen realen Wert. Gold ist ein spezieller Fall hingegen, unterliegt auch starken Kursschwankungen und ist m.E. keine geeignete Anlageform die als absolut sicher gilt, auch wenn man hier zeitweise attraktive Wertzuwächse verzeichnen konnte, dies gilt aber nicht grundsätzlich, es gab eben genauso Phasen in denen man durch Goldanlagen hohe Wertverluste hinnehmen musste.

Stichpunkt: geschlossene Beteiligungen. Gehören m.E. in ein gut diversifiertes Portfolio, allerdings muß man hier die Spreu vom Weizen trennen. Es gab und gibt Initiatoren die bis heute keine Leichen im Keller haben, die seit etlichen Jahren sehr erfolgreich sind, führend im Wettbewerb, spezialisiert auf Marktsegmente und ein hervorragendes Management haben. Auf der anderen Seite gab es auch sehr viel schlechte Produkte (Bsp. Prokon, S&K ...), genauso wie es Aktien gab und auch in Zukunft geben wird die einfach Verluste für Anleger bedeuten werden. Man muss einfach sich die einzelnen Anlageprodukte anschauen, aber man kann auch mit Sachwerten attraktive Renditen erzielen (Bsp. Jamestown Fonds, ILG Fonds ...), diese Anbieter haben sich bewährt! Schau Dir die Leistungsbilanzen an, informiere Dich in der Fachpresse etc. Und schau mal hier, wenn man etwas recherchiert, findet man auch spezialiserte Anbieter die sich diesem Segment widmen: Werbung durch Support gelöscht (ich glaube nicht umsonst das die gerade mal eine Handvoll Produkte vermitteln während es etliche Angebote auf dem Markt gibt. Ich denke genauso muß man das Thema Sachwerte, aber auch Aktien betrachten, nicht der höchst versprochenen Rendite nachjagen, sondern Fakten und realistische Prognosen suchen.

VG und viel Erfolg bei deinen Anlagen.

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