Frage von Wioletta, 37

Soll eine Künstlerin eine Umsatzsteuererklärung abgeben oder Rechnungen korrigieren?

Eine Künstlerin übt nebenberuflich eine selbständige Tätigkeit aus. Gesamteinnahmen 1730,00 Euro im Jahr. Für 180,00 davon hat sie jetzt 3 Rechnungen geschrieben mit dem Vermerk + 19 % MwSt. Ohne Betrag das heißt 3x: Honorar 60,00 + 19 % MwSt. Ohne Betrag.(sie macht noch entspannungstherapie) Die restlichen Einnahmen sind : Verkauf von Bildern, usw. Alles Quittungen ohne 19 %. Frage darf man das ? Entweder alles mit 19 % Ust. Oder alles ist brutto gleich netto.? Oder darf man das so aufteilen als Künstler.? Wie sieht dann die Umsatzsteuererklärung aus? 180 mit MwSt . Und der Rest ohne? Wäre dankbar für Hilfreiche Antworten. Gruß

Antwort
von wfwbinder, 27

Seltsame Art Rechnungen zu stellen.

60,- Euro + 19 %, ohne den Betrag auszuweisen.

Was haben die Kunden denn gezahlt? die 60,- Euro, oder haben die den Rechnungsbetrag von 71,40 Euro selbst ausgerechnet?

Auch der Anfang:

 Eine Künstlerin übt nebenberuflich eine selbständige Tätigkeit aus. 

Also ist sie als Künstlerin angestellt? Oder hat sie zwei Betreibe, einen als Künstlerin und einen als Entspannungstherapeuthen?

Auf jeden Fall muss sie, wie @EnnoWarMal schon richtig schrieb, die Umsatzsteuer, die sie berechnet (und wohl auch kassiert) hat, abführen.

Antwort
von Wioletta, 20

Erstmal Danke . Hauptberuflich ist sie Therapeutin.Normal Angestellt. Freischaffende Künstl.macht sie nur nebenberuflich. Sie hat die 60 Euro erhalten. Ohne die 19 %. Ja ist komisch die Rechnung. Ist aber so geschrieben. Eigentlich muss sie sich entscheiden entweder Kleinunternehmer oder 19% auf den RG schreiben und dann abführen. Beides geht nicht oder? Das war eigentlich meine Frage. Danke

Kommentar von wfwbinder ,

Dann soll sie einfach die Rechnungen wieder einkassieren, denn das war ja sowieso ein völlig verunglückter Versuch. Also Rechnungen einkassieren und gegen Quittungen für jeweils 60,- Euro austauschen.

Wie kommt man überhaupt auf die Idee + 19 % zu schreiben, aber die 19 5 weder drauf zu rechnen, noch zu kassieren.

Ausserdem würden als Künstlerin ohnehin nur 7 % fällig werden, denn es sind begünstigte Umsätze: Anlage 2 zu § 12 Abs. 2 Nr. 1 und 2 UStG, Liste der dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden Gegenstände.

Was günstiger ist, hängt davon ab, wieviel Material sie für die Kunstwerke einkauft.

Antwort
von EnnoWarMal, 27

Mir ist jetzt keine Vorschrift bekannt, wonach der Verkauf von Bildern umsatzsteuerbefreit wäre.

Aus den 1.730,00 Euro Einnahmen resultieren also 276,22 Euro Umsatzsteuer. Wenn die damit zusammenhängenden Vorsteuern abgezogen werden, hast du deinen Zahlbetrag.

Das gilt unabhängig davon, was auf deinen "Quittungen" steht.

Eine Lösung gäbe es noch, nämlich die zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer. Die würde dann - allerdings ohne Vorsteuerabzug - zu zahlen sein und die Künstlerin könnte weiterhin Kleinunternehmerin bleiben.

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