Frage von Peterpan1984,

Sohn Schwerbeschädigt 30%

Guten Tag.

Unser Sohn ist zu 30 % Schwerbeschädigt seit 04. Januar. Er hat aber einen Vermerk h bekommen.

Ich hatte bereits geschaut, aber einige Dinge sind mir noch nicht klar! Können wir den Freibetrag trozdem absetzen? Kann deser auch geteilt werden, wir sind nicht verheiratet.

Können wir noch ander Vergünstigungen nutzten?

Ein Freund sagte, dass man auch Fahrten mit dem Pkw absetzen kann.

Danke für euer Hilfe.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gaenseliesel,

Hi, Beim Merkzeichen "H" beträgt der Behindertenpauschbetrag 3700 € im Jahr. Den kannst Du vorab beim Finanzamt auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen oder erst mit dem nächsten Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen. Als Nachweis dient eine Kopie des Feststellungsbescheids.

Außerdem so viel ich weiß gilt folgendes noch : Fahrtkosten mit behindertem Kind sind als außergewöhnliche Belastungen in der privaten Steuererklärung abzugsfähig. Zu den steuerlich abziehbaren außergewöhnlichen Belastungen gehören auch die Fahrtkosten behinderter Menschen. Wie hoch die zumutbare Eigenbelastung für jeden Einzelnen ist, hängt vom Familienstand, der Anzahl der Kinder und der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte ab. Bei außergewöhnlich gehbehinderten (Merkzeichen aG), bei blinden (Merkzeichen Bl) und bei hilflosen (Merkzeichen H) Menschen berücksichtigt das Finanzamt sowohl die durch die Behinderung veranlassten unvermeidbaren Fahrten sowie Freizeit-, Erholungs- und Besuchsfahrten bis zu 15.000 km mit 0,30 EUR je km (= 4.500 EUR) als außergewöhnliche Belastungen.

Das gilt übrigens auch, wenn der Behinderten-Pauschbetrag eines schwer behinderten Kindes, auf seine Eltern übertragen worden ist. Zu berücksichtigen sind auch hier sowohl die durch die Behinderung verursachten PKW Fahrten (z.B. Arztbesuche) als auch Fahrten für Urlaub, Verwandtenbesuche und Ausflüge.

Nun noch ein Tipp : Mein Sohn hatte vor einigen Jahren 80 % und Merkzeichen " H " bescheinigt bekommen. Ich habe dann beim Versorgungsamt einen Antrag auf Zuerkennung der Behinderung seit Geburt gestellt. ( Bestätigung des behandelnden Arztes )

Daraufhin wurden ( auf Antrag ) alle Steuerbescheide der letzten ( bei mir waren es 5 Jahre ) Jahre neu berechnet. Eine angenehme Finanzspritze war das Ergebnis ! :-))) K.

Da es bei mir schon ein paar Jahre her ist hoffe ich, wenn unsere Steuerprofi s mein Geschriebenes (nach heutigen Wissensstand) absegnen könnten.

Kommentar von Peterpan1984 ,

Danke für eure Antworten! Den Antrag ab Geburt habe ich heute gleich gestellt. Mal sehen was die daraus machen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hi und vielen Dank für die Bewertung !

Wenn ich helfen konnte, freut es mich natürlich !

Die Behinderung muss allerdings tatsächlich seit Geburt bestanden haben !

Die Antwort vom Versorgungsamt kann dauern, ist aber nicht weiter tragisch. Den Antrag auf Änderung der Steuerbescheide der letzten Jahre, kannst Du auch noch im nächsten Jahr stellen, wenn es für dieses Jahr nicht mehr klappt.
Alles Gute dann ! Gruß K.

Antwort
von michael78,

schwerbeschädigt oder schwergeschädigt meinst du, nicht schwerbehindert. oder? gibt verschiedene steuersparmodelle, richten sich nach dem grad der behinderung. google mal behinderung.org

Kommentar von Peterpan1984 ,

Danke,

stehr nur drin Grad der behinderung 30% und Merkmal hilflos .

Danke für den link

Antwort
von Primus,

Bei einem GB von 30 kann ein Gleichstellungsantrag gestellt werden.

Damit kann dann einiges an Vergünstigungen beansprucht werden.

Im folgenden Link kannst Du Dich genauer informieren:

http://www.helpster.de/gdb-30-so-beantragen-sie-erfolgreich-die-gleichstellung_1...

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