Frage von psyProb, 245

Sitzungen bei Psychologen bei der Steuer absetzen

ich habe einige Dinge, die ich gerne mit einem Psychologen aufarbeiten würde. Diese Dinge sehe ich nicht als gesundheitliche Probleme, damit will ich damit auch nicht die Kosten über die KV laufen lassen, sondern selbst tragen.

Solche Sitzungen sind nicht billig und daher überlege ich, a) ob ich das überhaupt machen soll und b) wie viele Sitzungen dazu nötig sind.

Sei es wie es ist... wenn ich die Kosten selbst trage, kann ich die dann bei der Steuererklärung angeben und damit absetzen?

Ich bin in Festanstellung.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blackleather, 225

Ein Zusammenhang mit irgendwelchen Einkünften besteht wohl nicht; jedenfalls hast du keinen erwähnt. Also sind die Kosten schon mal nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend zu machen.

Bliebe noch der Bereich der außergewöhnlichen Belastungen. Aber:

daher überlege ich, a) ob ich das überhaupt machen soll und b) wie viele Sitzungen dazu nötig sind.

Solange du noch die Wahl hast, sind die Kosten nicht zwangsläufig. Außergewöhnliche Belastungen sind aber nur dann außergewöhnlich, wenn sie auch zwangsläufig sind (vgl. Wortlaut des § 33 Abs. 1 EStG). Daran fehlt es hier, folglich scheidet auch der Ansatz als außergewöhnliche Belastungen aus.

Andere Bereiche, in denen man die Kosten unterbringen könnte, sind nicht denkbar - also: Keine Möglichkeit!

Kommentar von psyProb ,

ich habe an die aussergewöhnlichen Belastungen gedacht. Aber aus der Antwort sehe ich, dass das hier wohl nicht passt.

Den 33 EStG werde ich mal genauer lesen, damit ich das mit "zwangsläufig/ aussergewöhnlich" verstehe.

dh.

Kommentar von jowaku ,

Die Zwangläufigkeit könnte durch ein Attest des Hausarztes zur Notwendigkeit der Behandlung belegt werden.

Antwort
von Meandor, 182

Die Psyche ist teil der Gesundheit, wenn ein seelischen Problem besteht, dann ist die Behandlung notwendig bis förderlich und dann ist die Frage, warum man dass nicht über die KV laufen lässt, denn dafür hat man die KV.

Wenn die KV dann etwas nicht übernimmt, dann kann man es als außergewöhnliche Belastung unterbringen.

Wenn es aber kein wirkliches Problem gibt, dann ist es auch nicht zwangsläufig und die agB fallen raus.

Antwort
von Snooopy155, 192

Der Ansatz, psychische Probleme nicht aufzuarbeiten, weil die Kosten zu hoch sind, ist schon einmal falsch. Entweder es dient dem persönlichen Wohlbefinden und damit letzlich der Gesundheit und man zieht es ungeachtet der Absetzbarkeit der Kosten durch oder es ist per se überflüssig.

Kosten für die Gesundheit sind steuerlich absetzbar, wenn sie die zumutbare Eigenbelastung übersteigen.

Antwort
von sweetM, 147

nach deiner Beschreibung und Formulierung der Frage sehe ich keine Möglichkeit, das steuerlich geltend zu machen.

Vielleicht ist es ja doch ein Gesundheitsthema? Und damit ein Fall für die KV?

Antwort
von Privatier59, 126
nicht als gesundheitliche Probleme

Dann kann es auch kein amtsärztliches Attest über die medizinische Notwendigkeit der Therapie geben. Damit scheidet die steuerliche Anerkennung aus. Das sind Ausgaben der privaten Lebensführung.

Antwort
von vulkanismus, 104

Keine gesundheitlichen Probleme - keine außergewöhnliche Belastung - egal ob festangestellt oder sonstwas.

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