Frage von microgeo, 114

Sind weitere Beitragssteigerungen bei den gesetzlichen Krankenkassen im Fall der Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge zu befürchten?

Gesundheitsminister Gröhe hat laut Spiegel" einen Gesetzentwurf dazu vorgelegt. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen danach zur Ausgabe einer Gesundheitskarte an Asylbewerber verpflichtet werden können, heißt es. Länder und Landkreise könnten Rahmenvereinbarungen mit den Kassen aushandeln, denen sich die Kassen künftig nicht entziehen dürften.

Antwort
von LittleArrow, 114

Wieso weitere?

Die Gesundheitsfürsorgekosten dieses Personenkreises tragen die Kommunen. Die Gesundheitskarte ist nur ein Abrechnungsvehikel, um im bewährten System zu einen effizienten Ablauf zu kommen.

Es wäre doch unvorstellbar, dass die unerfahrenen und personell unausgestatteten Kommunen mit den jeweiligen Ärzten die Kostenübernahme regulieren.

Kommentar von hildefeuer ,

Es sind bereits umfangreiche Beitragssteigerungen (Zusatzbeiträge) angekündigt worden für 2016.

Kommentar von LittleArrow ,

Die haben aber nichts mit der Gesundheitsfürsorge für Flüchtlinge zu tun.

Antwort
von Primus, 93

Es kommen Beitragserhöhungen auf uns zu und zwar unabhängig von Asylbewerbern.

Lies das mal:

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/887479/gk...

Antwort
von hildefeuer, 82

Ja sicher. Wie war das bei der letzten steigenden Asylzahlen (Text vom Support abgeändert) in den 80er Anfang der 90er? Viele AOKs standen vor der Pleite. Damals waren aber die Beitragssätze noch stark Unterschiedlich und man konnte ja in eine Krankenkasse wechseln, die geringere Beträge hatte. Allerdings kamen damals viele alte Menschen als Asylanten und Flüchtlinge. Das ist heute nicht so. Die Altersstruktur ist völlig anders.


Kommentar von barmer ,

Damals wie heute werden die Gesundheitskosten für Flüchtlinge nicht aus Mitteln der Kasse, sondern aus Steuermitteln bezahlt. Die Karte dient nur zur Abrechnung. Dass es den AOKs damals schlecht ging, hatte verschiedene Ursachen: die Wenigzahler und "schlechten Risiken" hatten kein Wahlrecht, sondern waren den AOKs zugeordnet, es gab keinen Risikostrukturausgleich. Mit den Asylbewerbern hatte das eher nichts zu tun.

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