Frage von frauweiss, 5

Sind Versicherungen für Hochwassergeschädigte derzeit mit Sofortauszahlungen kulant?

Läuft die Auszahlung mit Soforthilfen für Versicherte flüssig oder müssen Betroffene viel Bürokratie und Abwarten bis zum Gutachter befürchten? GIbts für Baustoffe vielleicht schon vorab Hilfen vom Versicherer?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von robinek, 4

"So schnell haben die Preussen noch nie geschossen und werden auch nie so schnell schiessen"! Bis zunächst alles geklärt ist, wer zahlt, wer zuständig? Hoffentlich kommt bis dahin nicht weiteres Hochwasser. Jeder versucht zunächst die Kosten auf andere abzuwälzen. Bin eigentlich garnichts anderes gewöhnt und komme nicht aus der DDR! (Viele haben ihr Geld vom letzten noch nicht!)

Antwort
von Privatier59, 2

Bist Du da nicht reichlich vorschnell? Eine Gebäudeversicherung zahlt bei Hochwasserschäden nur dann, wenn Elementarschäden mitversichert sind. Ich bin mir sicher, dass das bei kaum einem der Geschädigten der Fall sein dürfte denn Versicherer prüfen vor Vertragsabschluß anhand von Gefahrenkarten wo Hochwassergefahren bestehen und solche Eigentümer können Elementarschäden dann nicht absichern, ganz gleichgültig bei welcher Versicherung sie es auch versuchen. Glück haben könnten nur jene Hochwasseropfer mit Uraltverträgen aus DDR-Zeit. Hier hieß es in den Medien, dort seien Elentarschäden immer mitversichert. Nachgeprüft habe ich das aber nicht und sehr häufig dürfte so ein Fall ja auch nicht mehr sein.

Kommentar von FREDL2 ,

Glück haben könnten nur jene Hochwasseropfer mit Uraltverträgen aus DDR-Zeit.

Vermutlich sind die bereits alle gekündigt.

Der Steuerzahler wirds schon richten. Ich bin in einem Hochwassergebiet aufgewachsen und früher wusste man, was es heisst, wenn man sich an einem Fluss ansiedelt. Hochwässer waren damals nahezu jährlich angesagt und entschädigt wurde keiner.

Kommentar von Meandor ,

Ich erinnere mich noch an das letzte große Hochwasser im wilden Osten, und damals war auch das Gejammer groß, weil kaum Versicherungen vorhanden waren.

Das Gejammer im Fernsehen war auch dasselbe wie damals.

Ich komme aus keinem Hochwassergebiet, aber als Feuerwehrler durfte ich auch Erfahrungen sammeln. Im ersten Jahr waren wir drei Tage im Dauereinsatz. Im zweiten Jahr einen Tag, im dritten Jahr mussten wir nur ein paar Kanaldeckel wieder einsetzen und die Straßen säubern.

Nach dem ersten Jahr haben die Betroffenen selbst vorgesorgt, weil sie spätestens dort erkannt haben, dass man sich auf Staat und Versicherung nicht verlassen kann und daher waren Haus und Hof im zweiten Jahr hochwassersicher.

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