Wer investiert noch in der Wirtschaftskrise in Riester- oder Rürup-Renten ? Sind dies nicht bald Auslaufmodelle ? Seht die private Rentenvorsorge in der Wirtschaftskrise nicht im Abseits ?

Wer investiert noch in der Wirtschaftskrise in Riester- oder Rürup-Renten?
In Krisenzeiten investieren eher mehr als weniger Leute in langfristige Sparverträge. Dazu musst Du Dir nur mal die Sparquote der Deutschen ansehen. Wer vorübergehend von Arbeitslosigkeit betroffen ist, reduziert evtl. für die Zeit seine Beiträge.
Sind dies nicht bald Auslaufmodelle ? Seht die private Rentenvorsorge in der Wirtschaftskrise nicht im Abseits ?
Kannst Du Deine Äußerung bitte mal ansatzweise begründen? Woher kommen Deine Ideen? Vielleicht fällt Dir ja morgen ein, dass niemand mehr in Urlaub fährt... anhand von Zahlen lassen sich solche u.ä. Äußerungen nicht nachvollziehen...

Da die "normale" Rente im Laufe der Zeit im Rentenalter einen immer geringeren Anteil des vorherigen Einkommens ersetzen wird, werden "private" Renten eher noch an Bedeutung gewinnen und da Riester und Rürup vom Staat (finanziell) gefördert werden, wird ihre Bedeutung eher noch zunehmen.
warum sollten sie auch ? Und was bitte hat eine Wirtschaftskrise (die die Deutschen ja ständig haben ;-) ) damit zu tun, ob Vorsorge fürs Alter sinnvoll ist oder nicht ? Die Wirtschaftskrise sorgt nicht dafür, dass Du im Alter plötzlich mehr bekommst als die Grundsicherung. Aber Deutsche suchen ja immer einen Grund, warum sie nichts tun müssen und andere etwas für sie erledigen ;-)

Riestern ist nur sinnvoll, wenn man überdurchschnittlich verdient, egal ob mit Fonds oder nicht. Dieses Zusatzeinkommen wird im Alter voll besteuert... wenn man nahe dem Durchschnittseinkommen liegt, hat man eine Rentenerwartung nahe dem Hartz4-satz und wenn dann noch ein paar Jahre Arbeitslosigkeit hinzukommen, hat man alles völlig umsonst eingezahlt, weil dann erstmal die Zusatzrente gilt bevor der Staat aufstockt aufs Existenzminimum- es gilt Hände weg von Rürup und Riesterrente bei Durchschnitts- und Geringverdienern. Das was jetzt an Steuerersparnis rausspringt wird im Alter wieder wegbesteuert... aber inzwischen kassieren die Banken und Berater Gebühren und werden diese undurchsichtigen Produkte weiterempfehlen und werben mit staatlicher Förderung - alles für die Katz. Der Staat hofft - später in 20-30 Jahren nicht zuviele Rentenempfänger auf Existensminimunm aufstocken zu müssen
Je niedriger das Einkommen desto höher die Förderquote. Das sich Riester nur bei höheren Einkommen lohnt höre ich zum allerersten Male. Selbst unter eher Riestergegnern wie mich ;-)
Wenn man tatsächlich als Lebensziel hat nur unter dem Sozialhilfesatz in der Rente zu bleiben wird Riester angerechnet. Die Frage ist ob ich es darauf anlege das System dann zu belasten und ob auf Grund solcher Einstellungen das System in 20-30 Jahren noch existiert. Auf jeden Fall wird wohl die gesetzliche Rente mit Riester in den meisten Fällen über diesem Satz liegen.
Das was jetzt rauskommt wird am Ende wegbesteuert ? Oh mein Gott, da ist aber jemand schlecht informiert. Wie gesagt, bin eher Riester Gegner. Nur denke ich das die Steuerprogression im Rentenalter niedriger ist und die durchschnittliche Rentenbezugsdauer von vielleicht 15-20 Jahren insgesamt selten wieder die vielleicht 20-40 Jahre Ansparung und Förderung wett machen.
Also das klingt mir hier alles wenig sinnig sondern nach einer bestimmten Vertriebsstruktur mit einer dahinter stehenden Zielsetzung.
"Je niedriger das Einkommen, desto höher die Förderquote." Das kann man so nicht sagen. Der einzige Fall, wo das so ist, ist bei Geringverdienern mit vielen Kindern. Der Durchschnittsverdiener hat effektiv am wenigsten von Riester, der Vielverdiener hat durch den Steuervorteil eine hohe Förderquote. Damit bin ich keineswegs gegen Riester, aber diese Pauschalaussagen dass sich Riester für jeden lohnt, klingt ebenso nach einer Vertriebsstruktur.
P.S. Warum sollte aber durch die aktuelle Krise das komplette System "Riester oder Rürup-Rente" vor dem Aus stehen? Das ist natürlich Unsinn.
HartzEngel am 16. Januar 2010 17:08 Das ist auch so, bei 400-Euro-Jobbern, die ihren Rentenbeitrag aufstocken, die zahlen 60 Euro im Jahr und bekommen 154 Euro plus evtl. Kinderzulagen, das Gleiche ist es bei AlgII-Beziehern...es müßte da nicht Riester, sondern totale Förderrente heißen, wer die nicht macht, dem kann man auch nimmer helfen....auf die großzügige spätere Grundsicherung im Alter sollte man nicht zu sehr hoffen, es reicht auch wenn die Caritas die Tafeln und Kleiderkammern ausweitet...
Das Riester sich pauschal lohnt hat hier ja keiner gesagt - im Gegenteil.
Und das mit den hohen Einkünften schliesst sich auf Grund der max. Steuerersparnis aus. Zudem kommt die nachgelagerte Besteuerung, die um so höher ist, desto höher die private Rente ausfällt.
HartzEngel am 16. Januar 2010 17:08 Bin jetzt sicher kein großer Riesterexperte, aber ich weiß, daß jemand in Hartz IV nur im Jahr 60 Euro zahlen muß, um die Riesterzulage von 154 Euro oder noch 185 Euro (pro Kind) zu bekommen, wie DAS schlecht sein soll (man bekommt einfach fast 100 Euro im Jahr geschenkt), das kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem, wenn jeder so denkt, müßten in Zukunft vielleicht 60 % der Alterseinkommen aufgestockt werden, ob die Steuerbevölkerung darauf Lust hat und es überhaupt tut, wag ich zu bezweifeln, es könnte ja auch nur Tafeln, Kleiderkammern usw. der örtlichen Wohlfahrt für die Rentner geben, die sich nur auf den Staat (also auf die Steuerzahler) verlassen wollten
riester ist nur sinnvoll, wenn man überdurchschnittlich verdient ? riester und grundsicherung ? da haben wir scheinbar wieder jemanden, der sich seine beratermeinung eher von tollen polemischen berichten bilden lässt, als sich selbst ne meinung zu bilden. nochmal: im alter werden ALLE einkünfte angerechnet, nicht nur riester. und das lohnt sich nicht nur für gutverdiener.
Naja, wenn man ins Profil schaut ist klar das da jemand Anlageprodukte verkauft und daher auf diese fixiert ist und somit Riester natürlich pauschal verurteilt ;-)

Warum?
Für viele Menschen ist es doch die günstigste Form etwas für die Altersvorsorge tun zu können.
Welche Alternativen gibt es denn?

Das Riester- oder die Rürupmodelle Auslaufmodelle sein sollen, ist natürlich völliger Blödsinn.
Dazu gibt es eine ausführliche Gesetzgebung und beim Riestern eine satte staatliche Förderung, und es gibt überhaupt keinen Grund anzunehmen, das sich das in absehbarer Zeit ändern wird.
Was soll diese Frage ???
Die Leute auf finanzfrage.net verunsichern ???
Wer seinen Riester-oder Rürup Vertrag hat, wird ihn noch bis zu seiner Rente besparen können.
Riester u. Rürup sind für einige Menschen eine gute Vorsorge. Was soll denn die Aussage im Rahmen der Wirtschaftskrise ?
Es gibt hier absolut unterschiedliche Modelle mit unterschiedlichen Risiken. Wie viel Geld hast du denn effektiv verloren ?
Verloren haben die die vor allem gierig in spekulative Dinge gegangen sind und die die die Krise nicht abwarten konnten und panisch ihre Aktien verkauft haben.
Es wird in Zukunft Rendite geben, ob auf gleichem Level oder niedrigeren weis man nicht.
Was schlägst du vor: Nichts machen fürs Alter ?
Allerdings wurden viele Verträge blind geschlossen und ich rechne daher mit ähnlichen Stornoquoten wie bei der Lebensversicherung. Allerdings in Zukunft nicht in den nächsten Jahren.
warum sollte das passieren? Fakt ist doch, dass riestern heutzutage eine sinnvolle Sache ist. Wer`s nicht glaubt, schaut mal auf Werbung durch Support gelöscht. Da gibt es Beispilerechnungen, die zeigen, dasss sich eine Riesterrente für fast jeden lohnt.
humoer am 17. Januar 2010 15:20 Steffie,
du hast jetzt vier Antworten gegeben, viermal auf die Hanse- Merkur verlinkt, ich denke, das reicht dann aber auch! Werbung ist hier nicht erwünscht.
Riester und Rürup sind zwei von möglichst vielen Möglichkeiten privat für das Alter und den Ruhestand vorzusorgen. Die bisherigen Möglichkeiten werden Bestand haben.
Ich denke, wenn man einfach zu wenig Geld verdient oder arbeitslos wird in einer Wirtschaftskrise, dann steht grundsätzlich eine Altersvorsorge vor dem Aus ! Da braucht man das Geld zum Überleben.
wenn du wüsstest, wofür viele menschen geld ausgeben selbst in zeiten von arbeitslosigkeit oder geringverdienst, dann wäre die aussage so pauschal nicht zu halten.