Frage von MarkK, 1.210

Sind Krankenkasse Beitragsschulden nachgezahlt absetzbar?

Bei mir hatten sich Krankenkassen Beitragsschulden in Höhe von 7000 Euro angesammelt. Um wieder Leistungen der Krankenkasse zu bekommen musste ich diese nachbezahlen. Kann ich dies als außergewöhnliche Belastung in meiner Steuer angeben?

Antwort
von MarkK, 1.210

Vielen Dank schonmal für eure Antworten. Warum ich auf eine außergewöhnliche Belastung komme ergibt sich hier:

http://www.finanztip.de/krankheitskosten/

@LittleArrow: Eine Ratenzahlung wäre vielleicht sinnvoller gewesen aber dann hätte ich bis zur kompletten Tilgung immer noch keine Krankenkassenleistungen annehmen können. Ich musste dann einen Kredit aufnehmen um diese Beiträge nachzubezahlen und wenn ich wenigstens was von der Steuer zurück bekommen könnte wäre die Tilgung einfacher.

Kommentar von LittleArrow ,

In dem Link steht doch nichts über KV-Beiträge oder?

Wenn Du mir (oder anderen) was schreiben willst, dann mußt Du es in meiner Antwort oder zu meinem Kommentar machen, sonst bekomme ich das evtl. nicht mit. Hier habe ich Deine Ansprache nur zufällig entdeckt!

Antwort
von alfalfa, 1.124

Nun, es ist sogar noch besser. Im Steuerrecht gilt ja das Zu-/Abflussprinzip. In dem Jahr in dem Du die Nachzahlungen leistest, kannst du die Beiträge die als Basisversorgung anerkannt sind (Stichwort Bürgerentlastungsgesetz) sogar als Sonderausgaben geltend machen.

Die Antwort ist ja als Sonderausgaben, nein als außergewöhnliche Belastung.

Kommentar von LittleArrow ,

Ja, als normale(!) Sonderausgaben, aber nur in begrenzter Höhe wie in diesem Link nachzulesen ist:

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-24101.xhtml?currentModule=home

Ein Großteil der nachgezahlten Beträge verpufft wirkungslos. Eine Stundungsvereinbarung zwecks zeitlicher Verteilung auf einige Jahre wäre steuerlich nützlicher gewesen.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, das ist so nicht korrekt in Bezug auf die KV Beiträge. Schau mal hier:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/Standardartikel_...

Kommentar von LittleArrow ,

Ich verstehe nicht, was da im Link von Steuernetz.de nicht korrekt ist.

Ob schließlich Vorsorgebeträge steuerlich nicht wirksam werden, ist doch nicht nur von den KV-Beiträgen abhängig, sondern auch von den weiteren Vorsorgeaufwendungen des Fragestellers, die wir nicht kennen. Entscheidend ist doch bei ihm die gravierende KV-Nachzahlung.

Kommentar von alfalfa ,

Der Link ist korrekt. Die Höchstgrenzen existieren, doch das Bürgerentlastungsgesetz (siehe Link von mir) ermöglicht eine andere Betrachtung. Beispiel 1: KV und DRV Beträge machen im Jahr fiktive 2000€ aus. Höchchstbetrag ist 2800€. Dann sind 800€ frei für Versicherungsbeträgen - siehe Dein Link.

Zweites Beispiel. Du musst 7000€ KV Beiträge nachzahlen. Ist mehr als die Grenze aus deinem Link. Okay.

Durch das bürgerentlaastungsgesetz kannst du die vollen 7000€ steuerlich geltend machen. Da über der Grenze von 2800€ ist dann natürlich kein Platz für andere Versicherungen.

Fazit: die Nachzahlungen sind steuerlich voll relevant!

Kommentar von MarkK ,

Ok, also ich kann die 7000€ voll angeben aber werde dann im Gegenzug auf die Angabe meiner Krankenkassenbeiträge diesen Jahres verzichten müssen. Im Grunde ändert sich da nicht viel da ich bei einer aussergewöhnliche Belastung erstmal 6% meines Bruttolohnes tragen müsste.

Kommentar von alfalfa ,

Nochmal. Das sind keine außergewöhnlichen Belastungen. Es zählt zu den Sonderausgaben. Und GKV Beiträge (in Höhe des Basisschutzes) können in voller Höhe geltend gemacht werden. Also: KV Beträge dieses Jahr plus Nachzahlungen bei den Sonderausgaben deklarieren und gut ist es.

Kommentar von MarkK ,

Ok. Das klingt ja wirklich sehr gut. Besser als ich es gedacht hatte. Vielen Dank für diese Hilfe!

Antwort
von vulkanismus, 925

Was ist daran außergewöhnlich, wenn jemand seine Krankenkassenbeiträge bezahlt?

Kommentar von alfalfa ,

Frage nicht verstande?

Kommentar von vulkanismus ,

Frage scho verstande! Du nicht?

Kommentar von alfalfa ,

Doch, und Surprise, sogar mit fachlicher Antwort versehen. Ich sehe, du bemühst dich wirklich Deine fünfte hilfreiche Antwort zu erzielen. Ein echter Kämpfer. Respekt

Kommentar von vulkanismus ,

Was ist daran fachlich, wenn Du eine Antwort (und die auch noch unrichtig) auf eine Frage gibst, die nicht gestellt wurde

AgB nein. Das ist die Antwort. Und die habe ich durch meine Gegenfrage gegeben.

Kommentar von alfalfa ,

Und was bitte schön ist aus Deiner Sicht an dieser Aussage fachlich unrichtig?

"Die Antwort ist ja als Sonderausgaben, nein als außergewöhnliche Belastung."

Aber lesen und verstehen und dann interpretieren sind ja gleich drei Schritte auf einmal. Verstehe Dein Problem.

Kommentar von vulkanismus ,

"Ein Großteil der nachgezahlten Beträge verpufft wirkungslos".

Von wegen voll relevant.

Kommentar von alfalfa ,

Ich glaube langsam wirklich, das du Schwierigkeiten hast Sätze im Kontext zu verstehen. Man muss nicht lesen können! Muss man nicht!

Kommentar von LittleArrow ,

vulkanismus, Du siehst den Wortlaut der Fragestellung sehr steuertechnisch und lieferst daher automatisch keine hilfreiche Antwort. Wenn der Fragesteller MarkK ein Steuerpfiffikus wäre, brauchte er die Frage nicht zu stellen.

Kommentar von vulkanismus ,

Man muss kein Steuerkundiger zu sein, um zu wissen, das KK-Beiträge nichts aussergewöhnliches sind.

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