Frage von MistraMira,

Sind Kostenvoranschläge immer ohne Mwst?

Meine Eltern haben sich ein paar Kostenvoranschläge von verschiedenen Handwerkern eingeholt, weil sie ihre Fenster neu machen lassen wollen. Einer der Handwerker hat sie darauf hingewiesen, dass die Preise ohne Mwst zu verstehen sind. Bei den anderen steht auch zum Teil nicht explizit drauf, ob sie sich inklusive oder exklusive Mwst verstehen. Muss man dann davon ausgehen, dass die Mehrwertsteuer noch auf den genannten Preis draufgerechnet werden muss?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker,

§ 1 (1) Satz 1 PAngV (Preisangabenverordnung):
 
Wer Letztverbrauchern ... Waren oder Leistungen anbietet ..., hat die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Endpreise).
 
Ob da wohl ein Geldschneider am Werk ist?
 
http://www.buzer.de/gesetz/1690/a24217.htm

Antwort
von hildefeuer,

Auch der Hinweis, ohne MWST ist nicht zulässig. Es müssen Endpreise genannt werden. Der Verbraucher braucht sich den Endpreis nicht aus zurechnen. Auch Hinweise in den AGB sind nicht zulässig. Der Preis der genannt wurde ist der Endpreis und der ist masgebend. Egal ob Hinweis oder nicht. Allerdings sind Handwerkerangebote niemals Festpreise, wenn der Preis nicht als Festpreis, oder Fixpreis ausgelobt ist. Der Handwerker kann jederzeit mehr verlangen, muss dies nur begründen können. 20-30% gehen regelmässig durch.

Antwort
von Matrix,

darauf müsste man ja hingewiesen werden. ausserdem kann man das ja erkennen ob die Mwst. dabei ist oder nicht. wen man nicht explizit darauf hingewiesen wird "ohne Mwst" müsste man davon ausgehen das es inklusive ist.

Die Falle mit der Umsatzsteuer:

  • Wenn du einen Preis nennst, solltest du immer “zzgl. 19 % USt” hinzufügen oder direkt einen Brutto-Preis nennen.
  • Solltest du aus Versehen einen Netto-Preis ohne den Hinweis auf die Umsatzsteuer nennen, hast du keinen Anspruch darauf, dass dir dein Auftraggeber zusätzlich zum genannten Preis die 19 % zahlt.
  • Das bedeutet dann leider nicht, dass du deine Rechnung ohne ausgewiesene Umsatzsteuer schreiben kannst. Vielmehr musst du in diesem Falle die 19 % aus eigener Tasche an das Finanzamt zahlen.

http://www.freelancer-blog.de/der-kostenvoranschlag/

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