Frage von althaus,

Sind 6 Tage Standzeit / Werkstatt für Stoßstange Lackierung als Nutzungsausfall zu lange?

Dazwischen lag das Wochenende, daher war die Standzeit länger als geplant.

Antwort
von gandalf94305,

Ich hatte solche Auffahrunfälle auch schon und normalerweise sind das drei Tage, wenn etwas bei der Lackierung schief geht, ggf. auch mal vier. Daher bringe ich mein Fahrzeug in solchen Fällen Montag oder Dienstag in die Werkstatt und habe es dann sicher vor dem Wochenende wieder. Diese 3-4 Tage werden von Versicherungen auch akzeptiert.

Wenn man einen Mietwagen in dieser Zeit hat, dann sollte man mind. 15 km/Tag fahren, da ansonsten die Versicherung die Notwendigkeit nicht anerkennen wird.

Da in Werkstätten der Samstag als zumindest halber Arbeitstag zu rechnen ist, wären aus meiner Sicht sechs Tage für einen Schaden dieser Art zu lange. Bringt man das Fahrzeug eingeplant am Freitag zur Werkstatt, sollte es am Dienstag fertig sein. Macht 5 Tage. Bringt man das Fahrzeug am Samstag, steht es dort bis Montag und ist dann am Donnerstag fertig. Dann hätte man es aber auch am Montag bringen können.

Sollte sich also eine Versicherung querstellen, sollte die Werkstatt begründen, warum (a) die Reparatur über das Wochenende erfolgen musste und (b) warum es dann sechs Tage wurden.

Antwort
von gammoncrack,

Du hast ja schon an anderer Stelle mitgeteilt, dass die Verzögerung aufgrund eines "Eigenschadens" der Werkstatt eingetreten ist. Werkstätten haben im Regelfall eine sogenannte Handel+Handwerkversicherung, die eben bei Schäden an in Obhut befindlichen Fahrzeugen eintritt.

Wenn also der gegnerrische Haftpflichtversicherer des ursprünglichen Unfallversicherers die Nutzungsausfallentschädigung für die längere Reparaturdauer verweigert, kannst Du den weiteren Nutzungsausfall bei der Werkstatt, respektive dem Versicherer der HuH-Deckung geltend machen.

Ich würde die Werkstatt darauf ansprechen. Verweigert sie Deinen Anspruch, würde ich auf jeden Fall den Schadenersatzanspruch anwaltlich betreiben lassen. Da die Werkstatt absolut keine Chance auf Verweigerung hat, würden Anwaltskosten zu deren Lasten gehen.

Kommentar von althaus ,

Ich male jetzt nicht den Teufel an die Wand.

Kommentar von gammoncrack ,

Ich auch nicht - aber Farbe und Pinsel stehen bereit!

Antwort
von freelance,

ob das zulange war, wird dir die Versicherung, die das zahlen muss, sagen. Wenn nur die Stossstange repariert werden musste, dann halte ich das - subjektiv - für zu lange. Aber meine Subjektivität interessiert nicht.

Übrigens waren es ja 2 Stossstangen, wie in anderen Frage angemerkt. Und der Versicherung einen verlängerten Zeitraum anzugeben, ist Betrug.

Antwort
von Privatier59,

Erinnere Dich mal: Die hintere Stoßstange haben sie Dir auch erneuert. Vielleicht lag es daran. Wenn ja, dann wird sich der für die vordere Stoßstange verantwortliche Unfallverursacher aber "bedanken" dafür, dass er mehr zahlen muß als nötig.

Kommentar von althaus ,

Davon muss ja die gegnerische Versicherung nichts erfahren. Habe auf meiner Rechnung ( über die vordere Stoßstange) 6 Tage Standzeit stehen. Über die hintere Stoßstange steht kein Wort.

Kommentar von Privatier59 ,

Solange alles "gut" geht, kräht danach kein Hahn. Wenn das aber raus kommt, könnte das eine Sache für den Staatsanwalt werden. Wäre es da nicht besser, die Werkstatt auf eine Beteiligung an den Standzeiten durch Ersatz eines Teils des Nutzungsausfalls anzusprechen?

Kommentar von althaus ,

Du hast recht. Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Werde aber die erste Reaktion der Versicherung abwarten.

Kommentar von freelance ,

ich kenne so einen Fall aus der Praxis. So ne Kleinigkeit kam raus. Und dafür hat sich dann doch ein Gericht interessiert. Seltsam aber wahr.

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