Frage von sicherfrei,

Sichere Banken in Deutschland

Schützt auch die Einlagensicherung vor einer Bankenpleite ? Welche Banken wären bei einer Finanzkrise gefährdet, welche kann man als die sichersten in Deutschland bezeichnen?

Hilfreichste Antwort von freelance,
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Sollte eine Bank pleite gehen, dann sind die Anlagen der Sparer bis zu 100 tEuro abgesichert über die Absicherungen wie den Einlagensicherungsfonds.

Welche Banken gefährdet wären? Wie soll man das bitte beurteilen? Nehmen wir die letzte Krise. Wer hätte da sagen können, dass die Landesbanken wackeln werden, dass die eine oder ander LB abgewickelt wird, dass die HRE privatisiert werden muss, dass die CoBa nur mit Hilfe überlegen kann? Die wenigsten hätten das vorhersagen können.

Und wenn man denn nun von sicheren Banken sprechen will, dann könnte man auch fragen: wer hat wen gerettet in der letzten Krise? Die Steuerzahler waren die Retter! Und damit könnte man auch ableiten, dass Sparkassen sicher sein sollten, denn dahinter steckt der Staat.

Deine Frage halte ich jedoch für rein hypothetisch.

Antwort von gandalf94305,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es ist zunächst mal aus meiner Sicht Irrwitz, daß Leute, die eine Inflation und Geldentwertung befürchten, ihr Geld auf Festgeld, Tagesgeld und Sparkonten parken. Daher: von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, in denen die Beträge kurzfristig benötigte Liquidität darstellen, benötigt meiner Meinung nach eigentlich niemand irgendwelche Bestände über 100.000 EUR, die unter die Einlagensicherung fallen würden.

Der Kern der Anlagen sollte in Wertpapieren bestehen, die sinnvoll diversifiziert ausgewählt wurden. Sie stellen Sondervermögen dar und sind selbst bei Insolvenz der Bank immer noch unantastbares Eigentum der Kunden.

Ein bankenskeptischer Anleger würde daher nur einen minimalen Einlagenbestand halten, den größten Teil des Vermögens jedoch in Wertpapieren (z.B. bei zwei Depotbanken) anlegen, in Private Equity investieren oder in physischen Assets (z.B. Immobilien, Münzen, Edelmetalle, Briefmarken, Kunst, Diamanten) selbst halten.

Welche Banken es nun wirklich treffen könnte, vermag niemand zu sagen, denn letztendlich sind die Ratings, die CDS-Kurse oder Inter-Bank-Raten nur Indizien für etwas, das auf einer Einschätzung beruht. Lehman Bros. hatte für eine Überraschung gesorgt und sollte es demnächst noch eine größere Bankenpleite geben, dann dürfte das auch überraschend kommen.

Kommentar von NasiGoreng,

Ein bankenskeptischer Anleger würde daher nur einen minimalen Einlagenbestand halten, den größten Teil des Vermögens jedoch in Wertpapieren (z.B. bei zwei Depotbanken) anlegen, in Private Equity investieren oder in physischen Assets (z.B. Immobilien, Münzen, Edelmetalle, Briefmarken, Kunst, Diamanten) selbst halten.

Warum entwertest Du Deine sonst gute Antwort mit so einem Unsinn?

In einer Krise, in der Banken zahlungsunfähig werden

  • hat Private Equity keinen Markt und ist unverkäuflich,
  • werden die Mieter Deiner Immobilie erst arbeitslos und dann zahlungsunfähig,
  • hat niemand Geld übrig für so einen Unsinn wie Münzen, Edelmetall, Briefmarken und Kunst. Das sind alles Schönwetteranlagen.

Das einzige hilfreiche "physische Asset" ist die selbstgenutzte Wohnung und ein riesiger und voller Öltank. Ach ja, auch noch ein schön gefüllter Wein- und Schnapskeller

Kommentar von gandalf94305,

Als Anlager muss man längerfristig planen und denken. Daher sind Krisen vorübergehende Erscheinungen, durch die hindurch physische Assets bisher immer ihren Wert behalten haben. Das gilt auch für Immobilien, wenn sie nicht gerade selbst Gegenstand einer Blasenbildung und der Auslöser für die Krise waren. Das gilt insbesondere auch für Private Equity (im Rahmen der üblichen Schwundeffekte), denn hier kommt es nicht auf den schnellen Verkauf der Anteile, sondern auf den laufenden Ertrag an, der in guten Jahren durchaus im Bereich von 20%+ liegen kann. Wenn dann ein paar Krisenjahre mit nur 0-10% kommen, dann läßt sich das verschmerzen.

Antwort von qtbasket,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Einlagensicherung schützt vor einer Bankenpleite, allerdings nur bis zu 100.000 €. Da allerdings ca.90 % der Bevölkerung Vermögen dieser Größenordnung nicht besitzen, ist es eigentlich für Privatleute ein weniger relevantes Problem.

Für Unternehmen und institutionelle Anleger wäre eine Bankenpleite größeren Ausmaßes eine Katastrophe - und bald würde auch jeder Bürger darunter leiden. Zu besichtigen war das ja in Zypern sehr schön, wenn auf einmal die Bargeldversorgung maladiert.

Tja und meine Glaskugel sagt mir nichts darüber, welche Banken in Deutschland als besonders sicher einzuschätzen wären - ist auch egal, denn ein Dominoeffekt wäre der worst case, und da wären alle Banken von betroffen.

Die Banken in Deutschland sind sicher

Alles andere ist hypochondrisch..

Antwort von althaus,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei der Sparkasse brauchst Du Dir über sowas keine Gedanken zu machen.

Antwort von Tritur,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Einlagensicherung soll den Kleinsparer vor dem Verlust seiner Ersparnisse bei Insolvenz seiner Bank schützen.

Eine Bankpleite wird durch die Einlagensicherung nicht verhindert.

Eher ist das Gegenteil der Fall. Nach der Pleite eines großen Instituts werden die von den Banken an ihre Einlegerentschädigungseinrichtung zu zahlenden Beiträge drastisch erhöht und gefährden dann die Existenz der Institute, welche sonst die Krise gerade noch überstanden hätten.

Zu beobachten ist dieser Effekt derzeit bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (EdW). Diese muss, verursacht durch die mangelhafte Aufsicht der BaFin, einen bei der Phoenix Kapitaldienst GmbH entstandenen Schaden von etwa 300 Millionen Euro stemmen. Finanziert wird die EdW durch etwa 700 kleine und kleinste Finanzdienstleistungunternehmen, bei denen, wegen des meist ganz anderen Geschäfts, ein solcher Schaden erst gar nicht eintreten kann.

Viele dieser Finanzdienstleister werden wegen der gestiegenen Beiträge zu EdW ihr Geschäft aufgeben müssen.

Antwort von billy,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Einlaagensicherung schützt die Einlagen der Kunden bis 100.000 € und nicht die Baank vor.der Pleite.

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