Frage von 66jahre, 258

SF-Klasse innerhalb Familie übertragbar?

Mein Schwiegersohn hatte lange ein Geschäftsauto, in Kürze wird er diesen Status nicht mehr haben. Kann er die SF-Klasse seiner Frau (meiner Tochter) übernehmen, wenn ein Auto für ihn angeschafft wird? Er macht sich gerade selbständig. Meine Tochter fährt nur ein kleines älteres Auto, das könnte dann in der teureren SF-Klasse versichert werden. Ist so etwas möglich?

Antwort
von Primus, 244

Ja, so etwas ist möglich.

Ein Auszug aus den Kfz - Versicherungsbedingungen:

Prinzipiell ist es möglich, dass man eine Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse, Prozente) auf eine Person übertragen kann. Grundsätzlich ist die SF-Klasse nicht fahrzeug- sondern personengebunden, weshalb die Übertragung von Person A auf Person B möglich ist. Allerdings gibt es dabei auch eine ganze Reihe von Dingen zu beachten und auch nicht jede Versicherungsgesellschaft spielt mit. Folgende Aspekte sollten Sie berücksichtigen:

Hier bitte weiterlesen: http://www.kfz-versicherungen.cc/ratgeber/schadenfreiheitsklasse-uebertragen.htm...

Kommentar von gammoncrack ,

Alles richtig, was Du schreibst.

Allerdings ist der Link in einem Punkt nicht richtig:

Oftmals ist also eine 1:1 Rabattübertragung gar nicht möglich! Hat der "Überträger" beispielsweise die SF-Klasse 15 (entspricht 15 unfallfrei gefahrenen Jahren) und der "Empfänger" seit 7 Jahren den Führerschein, dann kann auch nur maximal die SF-Klasse 7 an ihn übertragen werden.

Das kann nie stimmen, dass jemand, der 7 Jahre den Führerschein hat, auch 7 Jahre übertragen bekommt. Das müsste mir der Verfasser einmal an Hand eines Beispiels erklären. Dann käme er vermutich ins Stottern. Das ginge nämlich nur, wenn das Austellungsdatum der Fahrerlaubnis der 1.1. gewesen wäre. Unwahrscheinlich!

Kommentar von Primus ,

Unwahrscheinlich!

Stimmt - sehr unwahrscheinlich!!

Ich finde es immer wieder super, dass ein Fachmann wie Du auf solche Details achtet

Danke für den Hinweis :-)

Antwort
von gammoncrack, 176

Unter Eheleuten überhaupt kein Problem. Übertragen wird der Anteil, den der Schwiegersohn entsprechend seiner Fahrerlaubnis selbst hätte erfahren können.

Der Vorteil bei einer Übertragung unter Eheleuten ist, dass wohl jeder (oder fast jeder) Versicherer eine Rückübertragung durchführt. Allerdings muss dann natürlich der Ehemann, wie jetzt die Ehefrau, zustimmen. Ansonsten ist der SFR weg.

Allerdings ist es bei Eheleuten im Regelfall unproblematisch, das alles über eine VN-/Haltergemeinschaft zu lösen. Der Ehemann wir Halter, die Frau Versicherungsnehmer mit ihrem SFR. Für das kleine Auto der Frau gibt es dann sogar eine Sondereinstufung als Zweitwage, wenn nicht gerade noch ein Kind mit dem Auto fährt.

Antwort
von SBerater, 156

das ist möglich. Nur ist zu beachten, dass die SF-Klasse nicht besser werden kann als sie ist UND nicht besser sein kann als der Schwiegersohn selbst hätte eine SF-Klasse erreichen können, d.h. hat die Tochter ihren Führerschein 12 Jahre, der Schwiegersohn 9 Jahren, dann kann der Schwiegersohn nur eine SF-Klasse erhalten, die der vor 3 Jahren entspricht.

Darüberhinaus wird man die Frage stellen, ob der Schwiegersohn regelm. mit dem Pkw gefahren ist.

Vielleicht noch ein Rat schlechtere Zeiten: im Falle einer Trennung ist die Tochter dann die gute SF-Klasse los und sitzt auf dem neuen Vertrag mit teuren Konditionen.

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