Frage von althaus, 2

"Sell in Mai and go away!" - Wer glaubt daran, und sollte man jetzt short gehen?

Frage steht oben.

Antwort
von Kevin1905,
andere Meinung:

Man sollte Aktien kaufen und für immer halten. In 90% der Fälle die sinnvollste Strategie. Wer nicht bei Kauf auf einen Anlagehorizont von 10 Jahren und mehr setzt, sollte zumindest nicht behaupten er investiere.

Wenn die ausgewählten Aktien nicht die Performance bringen, war wohl die Analyse im Vorfeld nicht gründlich genug. Statistische Ausreißer gibt es natürlich immer. Garantien gibt es keine.

Wenn du spekulieren willst bitte, kann natürlich richtig sein oder böse nach hinten losgehen.

Wenn es eine Korrektur gibt kaufe ich ggf. nach, sofern die Daten stimmen und wenn nicht, sitz ich es aus.

Kommentar von althaus ,

Bin investiert und werde wohl oder übel eine Korrektur aussitzen müssen.

Antwort
von gandalf94305,
andere Meinung:

Irgendwann geht es immer irgendwie in den Keller. Irgendwann geht es aber auch irgendwie wieder aufwärts. Das sind so ziemlich die einzigen Konstanten an den Kapitalmärkten - der Rest ist ziemlich bunt gemischt und unberechenbar.

Geht man jedoch in bestimmten Segmenten von einem langfristigen Aufwärtstrend aus, so bedeutet das, daß man zwar ggf. durch Durststrecken hindurch gehen muß, aber im Prinzip auf lange Sicht immer gewinnt. Also bedeutet das Nachkaufen in Kursdellen. Es führt zu einem konsequenten Rebalancing, um schlecht gelaufene Positionen wieder aufzustocken.

Ich habe im April mal wieder etwas umgeschichtet von gut gelaufenen Industrieregionen in Emerging Markets... und prompt kamen die Hopser von 1-3% pro Tag nach unten. Hätte ich nichts getan, wäre meine Portfolio-Performance dennoch ok :-)

Daher: von Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden. Letztendlich kann man solide Fonds und Aktien jedoch auch langfristig halten - muss sie jedoch beobachten. Ich verfalle in Korrekturen daher nicht in den Panikmodus, da es ja auch wieder aufwärts gehen wird. Gier, Hektik und Angst waren noch nie gute Investmentratgeber.

Kommentar von althaus ,

Ist doch irgendwie langweilig, wenn man die ganze Zeit nichts tut. Habe desöfteren Gewinn mitgenommen. Leider muss ich sagen, denn ich hätte so manche Aktie um 10 oder 15% höher verkaufen können. Hatte BB Biotech als sie noch unter 130€ waren und habe nur mit etwas Gewinn verkauft. Hätte ich sie behalten, hätte sich die Aktie verdopplet. Manchmal ist es doch besser nichts zu machen und einfach zu warten. Leider habe ich nicht soviel Kapital, daß wenn ich was machen möchte jederzeit auf frisches Kapital zugreifen kann und muss dann doch was stattdessen verkaufen. Meine Performance könnte besser sein. Ob es nun richtig war vor ein paar Tagen wieder einzusteigen oder den Mai abzuwarten weiss ich heute noch nicht. Nun hoffe ich daß die Korrektur bald ein Ende hat. Aber vielleicht sollte ich die Aktien für die nächsten 6 Monate einfach vergessen und gar nicht drauf schauen, aber dazu bin ich zu neugierig.

Kommentar von Kevin1905 ,

Ist doch irgendwie langweilig, wenn man die ganze Zeit nichts tut.

Langweilig, aber sinnvoll, denn nichts tun verursacht auch keine Kosten.

Habe desöfteren Gewinn mitgenommen.

Und hast jedes mal dafür Gebühren bezahlt, deine Nominalrendite siehst du auf dem Papier, hast du aber mal die Kosten abgezogen und jedes mal die Kapitalerstragssteuern auf die Erträge eingerechnet? Wie viel bleibt dann von Kursgewinnen à 10 oder 15% übrig.

Du hast doch meines Wissens noch Mieteinnahmen. Wenn du also was dein Aktienportfolio angeht einen Valueansatz verfolgen würdest, mit Dividendenstrategie und deine Anlagesumme entsprechend hoch ist, musst du eigentlich nie großartig verkaufen, du sackst dir jedes Jahr einfach die Dividende ein und lebst davon zzgl. deiner Mieteinnahmen.

Ich kann bei meinen Anlagen von der Dividene ca. 6-9 Monate in meinem aktuellen Lebensstandard leben. Bisschen arbeiten tu ich auch noch ;-)

Antwort
von Mikkey,
Glaube nicht daran. Unternehmensdaten sind wichtiger.

Wenn es so einfach wäre, bräuchte man nur jedes Jahr im August sein Geld in Aktien stecken und die Ende April (damit man vor den anderen ist) versilbern.

Bestimmt gibt es Jahre, in denen die Kursverläufe so ein Verhalten belohnen würden, die Regel ist es sicher nicht.

Vermutung: in vor-Internet-Zeiten war es schwierig, im Urlaub Informationen zu bekommen und darauf zu reagieren, deshalb haben wohl viele ihre Aktien vorher abgestoßen, was dann den Sommer über zu einen gewissen Einbruch führte.

Antwort
von TOPWISSENinfo,
andere Meinung:

Mai hin oder her, statistisch waren die Sommermonate bzw. die Quartale 2 und 3 schon seit etwa 1990 immer die schwächsten im Jahr... :) Muss nicht immer Mai sein, kann auch mal April oder Juni sein etc.. Man spricht ja dann oft vom "Sommerloch"...

Antwort
von billy,
andere Meinung:

Glauben ist nicht wissen. Wer glauben möchte geht in ein Gotteshaus. 

Antwort
von Zitterbacke,
andere Meinung:

Ja , der Glaube !

 Gruß Z... .

Kommentar von vulkanismus ,

Ich glaube z.B., dass mit einer Kuh, die fünf Meter lang ist, etwas nicht stimmt.

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