Frage von Thorstens, 50

Selbstständig im Homeoffice + Nebenjob - Auto leasen absetzbar?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage und finde im Netz kaum etwas da die Sache etwas kompliziert ist.

Ich arbeite selbständig im (1-Raum) Homeoffice in meiner Wohnung als Grafiker und Webdesigner, Kundenkontakt wenn da über Mail & Telefon.

Zudem habe ich noch einen "normalen" Job also normal angestellt in der Gleitzone also sozialversicherungspflichtig und muss da auch zur Arbeit mit meinem Auto hinfahren.

Meine Frage ist: kann ich mir ein Auto leasen und das als Betriebsausgabe geltend machen?

Falls nein, da kein Kundenkontakt etc. was müsste man machen um das zu ermöglichen? Wenn ich z.B. zu Kunden fahren würde für Auftrags Akquise oder sowas?

Oder wenn ich wohin fahren müsste um Flyer zu verteilen als Werbung für meine Angebote als Webdesigner?

Wie oft müsste ich sowas machen um das Leasing "durchzukriegen" als Betriebsausgabe?

Es ist etwas kompliziert leider daher wollte ich das hier fragen ob sich jemand mit sowas auskennt...

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Antwort
von Thorstens, 50

Also ich arbeite nicht nur zu Hause (so sagt man das in unserer Sprache :) im Büro sondern halt auch zusätzlich beim normalen Arbeitgeber dachte evtl. gibt es da ne besondere Regelung oder sowas... Also wenn ich nun 10 % oder mehr das Auto zum Flyer verteilen, Kunden Besuche nutze anstatt zu telefonieren vom Chefsesselchen zu Hause aus, darf ich es leasen und die Kosten abschreiben oder dann 10% abschreiben.

Kommentar von vulkanismus ,

Guckst Du Duden: empfohlene Schreibung: zu Hause Alternative Schreibung: zuhause

Leasen darfst Du immer.

Mit "abschreiben" meinst Du wohl als Betriebsausgabe ansetzen. Du kannst es versuchen. Aber die Trennung betriebliche/nichtbetriebliche Kilometer musst Du beweisen können. Wenn das nicht geht, kannst Du die Kosten abschreiben.

Antwort
von tulpe77, 44

ich denke, das wird nicht gehen. In Sachen Pkw und berufliche Nutzung gibt es Grenzen bei ab 10% bzw. ab 50% beruflicher Nutzung. Bei dir sieht es nach weniger als 10% aus. Damit ist der Pkw rein privat und du kannst jeden km, den du beruflich fährst, mit 30 Cent ansetzen.

Lies mal hier:

http://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/unternehmensstart/gescha...

Antwort
von habub, 35

Ich kenne mich da nicht ganz gut aus, aber du wirst wohl ein fahrtenbuch führen müssen. Du musst dann alle Strecken die du privat und zu gewerblichen zwecken fährts in diesem Buch notieren. Denke auch daran die Tankquitungen aufzuheben, Fahrtenbücher gibt es im Schreibwarengeschäft zu kaufen. Wenn es um Leasing geht, dann lasse dich dort mal bearten: http://www.dmf-leasing.com

Antwort
von Privatier59, 32

Schau Dir mal den Fall des Tierarztes an, der einen Ferrari "absetzen" wollte:

http://www.tz.de/auto/tierarzt-darf-400-ps-ferrari-nicht-betriebsfahrzeug-absetz...

Ganz unten steht da auch etwas davon, dass man ein Fahrzeug nicht dann betrieblich nutzt, wenn es nur an 20 Tagen im Jahr zum Einsatz kommt. Ich fürchte, bei Dir wird man die Ausgaben für ein betrieblich genutztes Auto allenfalls mit einer geringen Quote betrieblich ansetzen können.

Im übrigen wissen auch Finanzbaemte, dass Flyer nicht vom Firmenchef sondern von Schülern oder Arbeitslosen in dessen Auftrag verteilt werden. Und wenn die Empfänger namentlich bekannt sind, schickt man sie per Post.

Antwort
von vulkanismus, 26

Auch wenn Du zweimal das Wort "kompliziert" erwähnst, so ist die Sache doch sehr einfach.

Du arbeitest selbständig zuhause im Büro (so sagt man das in unserer Sprache).

Nur ausnahmsweise würdest Du Dein Privatauto für diese Tätigkeit nutzen. Nur die dadurch entstehenden geringen Kosten wären Betreibsausgaben.

Das mit dem Leasig kannst Du jetzt rechnen wie Du willst - es wird sich nicht lohnen.

Antwort
von EnnoBecker, 25
wollte ich das hier fragen ob sich jemand mit sowas auskennt...

Gut, du hast gefragt. Ich kann dir bestätigen, dass sich jemand damit auskennt.

Bei dir ist es so, dass du das Fahrzeug offenbar nicht zu wenigstens 10% betrieblich nutzt. Damit kann es nicht der betrieblichen Sphäre zugerechnet werden.

Dir bleibt - siehe vulki - die Abrechnung einzelner Reisekosten als Betriebsausgabe.

Und schön an die Umsatzsteuer denken.

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