Frage von Welzi, 80

Schülerfahrgemeinschaft

Hallo, wollte mal nachfragen wegen meinem Sohn. Er hat seit dem 02.09.2013 den Führerschein und auch ein Auto dazu. Seit Schulbeginn fährt er nun 15km einfach zur Schule. Da die Busanbindung dahin recht bescheiden ist, nimmt er noch 3-4 Mitschüler mit. Dir fahren mit dem Bus bis zu uns und ab da dann mit dem Auto voll zur Schule. So das mein Sohn keinen Umweg machen muss deswegen. Da seine Mitschüler zum Teil noch minderjährig sind, weiß ich nun nicht, ob wir nicht eine Einverständniserklärung der Eltern einholen sollen. Desweiteren fährt mein Sohn allein, da seine Mitschüler entweder noch keinen vollwertigen Führerschein oder kein Auto haben. Wie sollen die Kosten verteilt werden? Alle Mitfahrer, außer meinem Sohn, haben eine Busfahrkarte. Aber wie gesagt ist die Verbindung sehr schlecht. Bin für alle Antworten dankbar

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Antwort
von Primus, 65

Alle Mitfahrer sind über die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers mitversichert, egal ob es sich um eine Mitfahrt bei Gelegenheit oder um eine dauerhafte Fahrgemeinschaft handelt, ob man auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit privat mit dem Wagen unterwegs ist.

Das gilt sowohl, wenn der Fahrer an dem Unfall schuld ist, als auch, wenn er den Unfall verursacht hat, aber keine Schuld trägt, beispielsweise wenn er wegen eines Herzinfarktes die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hat.

Hat der Fahrer den Unfall schuldhaft verursacht, erhält er kein Geld. Der Kfz-Versicherer zahlt dann nur an die Mitfahrer Schadensersatz und Schmerzensgeld. Erstattet werden alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zur jeweils vereinbarten Deckungssumme.

Inwiefern sich die Mitfahrer an den Spritkosten beteiligen, müsst Ihr deren Eltern klären, die Ihr ja über die Mitfahrgelegenheit informiert.

Kommentar von Welzi ,

Hallo, danke erstmal für Deine Antwort. Also ich werde nächste Woche die Einverständiserklärung der Eltern fordern. Es heisst zwar die Eltern wissen Bescheid und hätten nix dagegen, aber schriftlich ist mir das lieber. Das Auto wird auch bald umgemeldet, sobald unser Neuer da ist. Werde dann mal nachfragen bei der Versicherung, was es mehr kostet, wenn man uneingeschränkte Haftung nimmt. Das mit den Spritkosten werden wir schon hinkriegen. Mein Sohn soll ja net verdienen. Nur da er ja noch Schüler ist und kein eigenes Einkommen hat, seh ich es nicht ein die Anderen mitzufinanzieren. LGle

Kommentar von Primus ,

Hallo, eine Spritkostenbeteiligung sollte schon drin sein, denn die Preise sind heutzutage hoch genug und Bequemlichkeit hat auch seinen Preis ;-)

Was die Haftung betrifft, so ist durch die normale Kfz-Haftpflicht jeder Insasse mit ca. 7,5 Millionen Euro versichert. Aus diesem Grund wäre eine Insassen-Unfallversicherung eigentlich gar nicht nötig.

Antwort
von Seinog, 52

Ich sehe da kein Problem mit einer Einverständnisverklärung. Solang er das nicht gewerblich macht und die Mitschüler ihm das Geld quasi "freiwillig" geben, befördert er ja niemanden! Er hat einen Führerschein und kann mitnehmen, wen er will!

Antwort
von imager761, 41

Mitschüler zum Teil noch minderjährig sind, weiß ich nun nicht, ob wir nicht eine Einverständniserklärung der Eltern einholen sollen.

Das solltet ihr, und eine Haftungsbeschränkung unterschreiben lassen, die deinen Sohn gegen Forderungen absichert, die nicht von der gesetzl. Unfallversicherung (Wegeunfall) oder Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Wichtige Tipps und der download zur auzufüllenden Erklärung für die Mitfahrer/Eltern unter http://mitfahrclub.adac.de/help/help

G imager761

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