Frage von Orchidee87,

Schenkung einer Immobilie von meiner Schwester an mich

Der Sachverhalt äußert sich wie folgt: Vor ca. 15 Jahren hat meine Schwester im Alter von 19 Jahren das Haus meiner Großmutter (Verkehrswert inkl. Grundstück ca. 60.000,-€) überschrieben bekommen. Da meine Schwester jedoch anderweitig wohnhaft ist und keinen Nutzen aus dem Haus zieht, würde ich nun gerne, in Einvernehmen mit meiner Schwester, Anspruch auf das Haus erheben.
Die bislang angefallenen Kosten meiner Schwester (Notarkosten, Grunderwerbssteuer, Grundstückssteuer sowie die laufenden Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten und sonstige Kosten) habe ich bereits übernommen. Des Weiteren bin ich bereits seit ca. 6Jahren offiziell dort wohnhaft und habe das Haus bereits nach meinen Ansprüchen umgebaut. Nun suche ich eine Möglichkeit auf kostengünstigem Wege Eigentümer des Hauses zu werden. Folgend meine ersten Ideen: 1. Schenkung meiner Schwester an mich -Umgehung der Schenkungssteuer durch nachweisliche jahrelange Nutzung ? -Stückweise Schenkung? (Könnte ich anschließend ein Darlehen auf das Haus nehmen) -Schenkung, aber meinerseits Erbverzicht auf das Haus meiner Eltern, welches meine Schwester statt des Hauses meiner Oma erhalten soll (Erbe)?

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Orchidee87,

Schau mal bitte hier:
Immobilien erbrecht

Antwort
von imager761,

Grds. entscheidet die Eigentümerin über einen Übergang ihres Eigentums. Inwiefern sie den schenkungsweise vornehmen sollte, erschliesst sich mir nicht; im Gegenteil, unetgeltliche Überlassung wäre in Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete abzügl. der Kostentragung (Instandhaltung usw.) dem Verkehrswert hinzuzufügen. Gut 6 Jahre mit geschätzten 6000 EUR fiktiven Jahresmieteinnahmen würde sich der Kaufpreis da bsplsw. um 36.000 EUR erhöhen - darauf soll sie ebenso verzichten wie auf 60.000 EUR?

Mal ehrlich, ist sie so einfältig statt das Haus freihändig zu verkaufen? Da stünde sie sich erheblich besser und könnte dich, ohne Mietvertrag, unter Erstattung deiner nachweislichen Aufwendungen hinauswerfen.

Unter Geschwistern übertragen, fiele (üblicherweise neben den Notar- und Grundbuchkosten) Grunderwerbs- und Schenkungssteuer oberhalb deines Freibetrages von 20.000 EUR mit 30% an. Das mit jahrelanger kostenfreier Nutzung hier eine sittliche Pflicht statt Schenkung i. S. d. G zur Umgehung der Steuerlast angenommen werden soll, vermag ich überhaupt nicht zu erkennen.

Bei einer Schenkung wären 10 Jahre lang Rückübertragung im Falle der Bedürftigkeit der Schenkungsgeberin sowie Pflichtteilsergänzungsansprüche ihrer Erben zu berücksichtigen. Auch bei einem Verkauf unter Verkehrswert bezogen auf den schenkungsweisen Anteil der sog. gemischten Schenkung.

Mit einem notariellen Erbverzicht auf das Erbe deiner Eltern hätte dies rein garnichts zu tun, da das zwei unterschiedliche Erbfälle mit durchaus anderen Erben sind.

G imager761

Antwort
von Privatier59,

Verkehrswert inkl. Grundstück ca. 60.000,-€

Und wie hoch ist der Steuerwert?

Schenkung meiner Schwester an mich

Ja prima: So kann man sich ein Ei ins Nest legen. Der Freibetrag beträgt 20.000,--€ !

Umgehung der Schenkungssteuer durch nachweisliche jahrelange Nutzung

Sorry: Das ist Unfug.

Stückweise Schenkung?

Willst Du ein Stück abschneiden?

Die bislang angefallenen Kosten meiner Schwester (Notarkosten, Grunderwerbssteuer, Grundstückssteuer sowie die laufenden Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten und sonstige Kosten) habe ich bereits übernommen.

Wenn man das jetzt bewerten würde und das schon als Kaufpreiszahlung im voraus gelten lassen könnte, wäre man von der Schenkung weg, zumindest aber im Bereich einer teilweisen Schenkung.

Ich meine: Wer bei einer solchen Sache an der Beratung knausert -und das willst Du, ansonsten würdest Du nicht hier anfragen- zahlt nachher drauf. Laß Dir von einem Steuerberater eine Konstruktion zusammen zimmern die der späteren Überprüfung durch das Finanzamt stand hält.

Kommentar von Orchidee87 ,

Erstmal vielen Dank für die Antwort. Das ganze war hier als erste Einschätzung gedacht, da mich das Thema grad sehr beschäftigt. Mir ist allerdings sehr wohl bewusst, dass ich um eine fachkundige Beratung nicht herum komme.

Leider ist der gesamte Sachverhalt von vorneherein nicht sonderlich durchdacht gewesen, da ich zum Zeitpunkt der Regelung erst 14 Jahre alt war und kein Mitbestimmungsrecht hatte. Leider bin ich in diesem Zuge auch diejenige, die nun die gesamten Kosten tragen darf..

Kommentar von Privatier59 ,

Ja da hätte man in der Vergangenheit sicher manches anders und vorteilhafter gestalten können. Aber das läßt sich nun nicht mehr ändern. Macht bloß nicht den Fehler, die Sache jetzt vorschnell abschließen zu wollen.

Antwort
von EnnoBecker,

Das, was ihr da - offensichtlich ohne jegliche Beratung - durchgezogen habt, muss man wohl erst mal übersetzen

Vor ca. 15 Jahren hat meine Schwester... das Haus meiner Großmutter.....überschrieben bekommen

Oma hat meiner Schwester ein Haus geschenkt und mir nicht.

...würde ich nun gerne, in Einvernehmen mit meiner Schwester, Anspruch auf das Haus erheben.

In Folge der Schenkung hat nun meine Schwester ein Haus und ich nicht, aber ich wohne in dem Haus der Schwester. ich möchte dieses Haus "haben".

Die bislang angefallenen Kosten.... habe ich bereits übernommen

Ich habe zwar keine Miete bezahlt, aber immerhin ein paar von den Nebenkosten. Als Ausgleich für die Nichtzahlung habe ich auch einige Kosten übernommen, die eigentlich Vermietersache wären.

Nun suche ich eine Möglichkeit auf kostengünstigem Wege Eigentümer des Hauses zu werden

Ich habe keine Ahnung und benutze deshalb Wörter wie "überschreiben" und "Anspruch haben". Dass das Haus nach wie vor meiner Schwester gehört, habe ich nicht begriffen, sie aber zum Glück auch nicht.

Schenkung meiner Schwester an mich

Wie ich schon sagte: Sie hat aucn keine Ahnung.

Umgehung der Schenkungssteuer durch nachweisliche jahrelange Nutzung

Hier muss ich als Mieter mal was nachfragem weil ich es nicht verstehe: Ich nutze ja nun auch schon jahrelang die Wohnung des Vermieters und kann das auch nachweisen. Wenn der Vermieter mir nun die Wohnung schenkte - wo spare ich da Schenkungsteuer?

Stückweise Schenkung?

Was für Stücke?

Schenkung, aber meinerseits Erbverzicht auf das Haus meiner Eltern

Das klingt wie auf dem Bsásar: Schenk du mir die Karaffe von Bernd und ich verzichte auf das Auto von Konrad. Ich verstehe leider nicht, wie man da denken muss um sowas zu verstehen. Kannst das bitte etwas näher erläutern?

Kommentar von Orchidee87 ,

Um vorab etwas zu klären, ich habe die Frage hier reingestellt, in der Hoffnung ein paar hilfreiche Tipps bzw. Anregungen zu erhalten, in welche Richtung man sich orientieren könnte. Insbesondere da ich keine Ahnung vom Thema Erbrecht habe und meine "Ideenansätze" sich auf Online-Recherche beschränken.. Allerdings frage ich mich, warum man solche unangebrachte und sinnlose Antworten bekommt, von Leuten die nicht mal bereit sind sich einen Text richtig durchzulesen..!!

Kommentar von EnnoBecker ,

solche unangebrachte und sinnlose Antworten bekommt, von Leuten die nicht mal bereit sind sich einen Text richtig durchzulesen

Okay. Die Kritik habe ich vernommen, gleichwohl aber nicht verstanden:

Also wenn du das so empfindest, dann kann dir hier wirklich niemand einen Rat geben und dein Getippe ist verschwendete Zeit. Persönliches Beleidiigtsein hilft dir nicht weiter, schadet aber auf der anderen Seite auch den Antwortern nicht. Einfach weil es eben deine Sorgen sind.

Du wirst deine Erfahrungen mit den antworten oder ohne sie machen.

Wenn du nicht bereit bist mitzudenken, dann verschwende nicht deine Zeit, okay?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community