Frage von zakica,

Schenkung als Bargeld oder grundstücksschenkung

Hallo liebe Experte, Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir in meinen Angelegenheit weiter helfen könnten. Mein Vater ist nicht deutsche und lebt in Bosnien (nicht EU Land), hat kroatische Stadsangehörigkeit. Er möchte mir Geldbetrag in Höhe vom ca 90000 schenken damit ich eine bestimmte Grundstück hier in Deutschland kaufen kann. Kaufpreis des Grundstücks beträgt 65.000€ + Maklergebühren. Muss ich das Geld versteuern plus zusätzlich Grunderwerbsteuer vom 5 % in BW auf das Grundstück? Macht das mehr Sinn wenn mein Vater mir nur 65.000€ schenkt? Wann genau soll er mir das Geld schenken? Kurz vor dem Kaufvertrag oder gleich danach? Ich lebe hier in Deutschland und bin Deutsche Vielen lieben Dank fü Ihre Antwort. Grüße aus Stuttgart

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Antwort
von zakica,

Hallo und Danke für Ihre Nachrichten. Meine Tastatur hat Schwierigkeiten mit "r" Also soweit habe ich es verstanden. Grunderwerbsteuer ist zum zahlen egal mit welchen Zahlungsmitteln. Das Geld muss ich nicht versteuern egal ob mein Vater mir 65000 oder 90000 gibt, da der freie Betrag 400000€ ist und in der letzten Jahren keine Schenkung war. Er vertraut leider keinen Bank mehr und hat sein Geld nicht auf den Konto, da er schonmal in der Kriegszeit in Bosnien vom 1992-1996 sein Geld in Slovenien auf dem Bank gahabt hat und das Geld ist weg, veiele Leute die dort Sparkontos gehabt haben haben alles verloren. Deswegen wärt sich Slovenien das Kroatien in EU eintritt, die müssen dann das Problem klären und den Kroatischen Burgern die dort Geld hatten alles ausbezahlen. Ok, das ist andere Thema, nur zum Eklärung warum es um Bargeld handelt.

Antwort
von Snooopy155,

Das einfachste ist, wenn Dir Dein Vater bei einem Besuch in Deutchland das Geld schenkt, zur Sicherheit kannst Du das in einem kleinen Vertrag mit deinem Vater festhalten. Schenkungssteuer fällt in Deutschland wegen der Freibeträge nicht an. Danach kaufst du Dir Dein Grundstück, dafür fallen dann Notar- und Grundbuchkosten und die Grunderwerbssteuer an, möglicherweise auch noch Maklergebühren

Wenn Dein Vater das Grunstück kaufen würde, dann würden zusätzliche Notarkosten und möglicherweise auch Grundbuchkosten anfallen.

Ob Dir Dein Vater nur das geld für den Grundstückstückkauf schenkt oder alle weiteren Kosten auch mit abdeckt, die im Zusammenhang mit dem Erwerb stehen, das mußt Du mit deinem Vater selbst klären.

Kommentar von zakica ,

danke für Antwoten, inzwieschen habe mich bei der Bosnische Bank und Volksbank erkündigt. Estens kann er als Privatperson aus Bosnien sowiel Geld nach Deutschland leider nicht übeweißen, nur Ausnahmen und wenn dann 0,7% Prozent wird für spesen in Bosnien abgezogen plus Spesen hier in Deutschland, also normale Übeweisung fast unmöglich. Er soll mit meine Schwester zweimal zu mir kommen, einmal bringt er mir 20000€ (pro Peson je 10.000€ und bei zweiten mal kommt noch schwester, onkel und Tante aus Bosnien und meine Nichte mit Ihren mann aus Holland, alle bringen mir je 10.000€ Der Rest kann er auch übeweisen oder hole ich selber und fertig, so bekommen die keine Probleme an die Grenze und müssen nicht mal anmelden. Ich überweise auf meine Konto, melde den Finanzamt und fertig oder ich zahle den Grunstück in Bar und melde Finanzamt das es aus den Schenkunggeld gekauft habe, Meldepflich ist 3 Monate. Ob die das als Grundstücksschenkung oder Schenkung ansehen ist egal, in beide Fälle ist Steuerfrei, habe ich das richtig verstanden? Und sobald ich das Geld auf meine Konto übeweise,meldet meine Bank sowieso automatisch an Finanzamt und ich kann es zusätzlich anmelden. Ich mache es schriftlich mit meinen Vater das er mir das Geld schenkt und fertig.

Antwort
von Privatier59,

Als Kind hast Du einen Freibetrag von 400.000,-- Euro, wobei es insofern nicht nur auf die einzelne Zuwendung ankommt, sondern alle Schenkungen die Dein Vater Dir innerhalb der letzten 10 Jahre geleistet hat zusammen gerechnet werden. Wenn also nicht mehr als eben diese 90.000,-- Euro verschenkt werden und vorher auch nichts anderes verschenkt wurde, fällt keine Schenkungsteuer an. Ihr braucht Euch dann über diese Alternativen (65 oder 90 TEUR) oder den Zeitpunkt der Schenkung keine Gedanken zu machen.

Die Grunderwerbsteuer ist aber natürlich trotzdem zu entrichten, die hat mit der Schenkung nichts zu tun.

Wenn sich das Geld in Bosnien befinden sollte, dann beachte, dass bei Bargeldtransporten von mehr als 10.000,-- Euro an der Grenze deklariert werden muß und bei Verstoß dagegen ein Bußgeld in empfindlicher Höhe anfällt. Besser ist da also bargeldloser Transfer.

Kommentar von EnnoBecker ,

Weia, hier bist du aber dem Frragesteller auf den Leim gegangen und hast ebenfalls nicht erkannt, welche zwei verschiedenen Dinge da vermischt werden.

Kommentar von Privatier59 ,

Dann laß mal kommen....

Kommentar von EnnoBecker ,

Ein "r" müssen wir abziehen, das war doppelt (Frragesteller ). Herr Neureuter, was macht das in Schilling?

Also du hast ja völlig recht mit dem, was du schreibst. Aber das Kernproblem des Fragestellers ist, dass er beide Vorgänge - Schenkung und Grundstückskauf - nicht zu trennen vermag.

Sie sind der Meinung, das war........!

Kommentar von Privatier59 ,

Zugegeben, in diesem Punkt ist die Fragestellerin etwas vage geblieben. Allerdings wäre bei der hier genannten Gestaltung auch keine Möglichkeit vorhanden, die Grunderwerbsteuer zu umgehen: Egal wer kauft, einer von beiden muß die zahlen.

Antwort
von EnnoBecker,

Du vermischst hier zwei Sachen.

So wie du es schilderst, hat dein Vater dir ein Grundstück zugewendet. Für schenkungsteuerliche Zwecke ist also das Grundstück zu bewerten und nicht das Bargeld. Das gilt natürlich nur soweit, wie das Bargeld für das bestimmte Grundstück verwendet wird (65/90); der Rest des Bargeldes ist natürlich wie Geld zu bewerten. Zu den Freibeträgen siehe aber P59.

Etwas ganz anderes ist die Grunderwerbsteuer. Die fällt bei Grunderwerb an und in der Regel hat die der Käufer zu zahlen.

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