Frage von ZilliB,

Scheidung wäre finanziell sehr ungünstig, Trennung? Was tun, halte das Leben mit ihm nicht mehr aus?

Danke für Eure bisherigen Antworten, ich seh schon: eine Scheidung wäre finanziell sehr ungünstig. Über Trennung bin ich mir noch nicht klar. Aber ich möchte mich von dem Mann trennen, würde weiter ihm den Haushalt machen (Wäsche, Vorkochen, Gartenarbeit), da er das nicht so gut kann. Aber leben will ich nicht mehr mit ihm. Er hat die volle Kontrollsucht, läßt mir keine Luft, darf keine Kollegen oder Freundinnen treffen, er rastet leicht aus. Und obwohl er gr. Vermögen hat, zahl ich alle Einkäufe, wenn wir in Urlaub fahren, fahre ich mit meinem Auto und er mit, Benzinbeteiligung gibts nicht. Kann ich eine Trennung ohne Scheidungsabsicht machen, oder was ratet Ihr mir? Bei Scheidung müßt ich ihm im Versorgungsausgleich wohl auch Rente abtreten und das, obwohl er viel mehr Rente als ich hat und viel Vermögen (das er aber nur hortet nicht für sich oder für uns ausgibt, alles wird gespart). Er war quasi schon Renter als wir heirateten. Ich möchte endlich leben und nicht immer kontrolliert werden, mit 62 J wäre es höchste Zeit, will mich aber finanziell nicht ruinieren, es ist die 2. Ehe und ich habe noch 3 Kinder (erwachsen aber trotzdem brauchen sie immer mal wieder finanzielle Hilfe) er ist schon Mitte siebzig.

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Antwort
von Petra1952,

Es gibt so viele gute Seiten im Netz über das Thema Scheidung. eine davon ist www.info-scheidung.de dort findest du auch Erklärungen zum Versorgungsausgleich - was für Dich ja extrem wichtig ist- Rentenhöhe !!!

Antwort
von Rentenfrau,

Liebe ZilliB, da sind Sie in einer wirklich schwierigen Lage. Bei einer Scheidung käme es - wie Sie schon selber sehen- zu einem Versorgungsausgleich und derjenige der in der Ehezeit, mehr in die Rente eingezahlt hat, muß dem Partner von dem MEHR die Hälfte abgeben, egal ob der mehr Vermögen hat oder vor der Ehezeit viel in die Rente gezahlt hat. Auch wenn man sich finanziell nicht runinieren will, sollte man auf Leben und Gesundheit achten, Sie haben nur das eine Leben und wie Sie sagen, mit 62 Jahren wäre es höchste Zeit sein Leben selbstbestimmt zu leben. Versuchen Sie mit ihm zu reden und eine Trennung zu vereinbaren. Es ist sehr nett von Ihnen, daß Sie ihm im Fall der Trennung noch weiter den Haushalt machen, das würden viele getrenntlebende Ehefrauen nicht machen. Oft verträgt man sich auch besser, wenn man räumlich getrennt ist. Aber auch wenn Sie die Scheidung nicht einreichen, könnte er es tun, und dann wäre es eben so, nach einer gewissen Zeit (ich glaube es waren 3 Jahre) käme es zur Scheidung.

Kommentar von NasiGoreng ,

Bei einer Scheidung käme es zu einem Versorgungsausgleich und derjenige der in der Ehezeit, mehr in die Rente eingezahlt hat, muß dem Partner von dem MEHR die Hälfte abgeben, egal ob der mehr Vermögen hat oder vor der Ehezeit viel in die Rente gezahlt hat.

Ausgeglichen werden die Rentenansprüche nur für die Zeit, in der die Ehe bestanden hat. Je kürzer also die Ehe war im Vergleich zur gesamten Beitragspflicht, desto weniger Rentenansprüche müssen abgegeben werden.

Antwort
von Privatier59,

Wenn ich Deine Angaben zu den Vermögensverhältnissen des Ehemannes höre, dann dürfte die Scheidung für ihn aufgrund des Zugewinnausgleichs doch zu einem finanziellen Fiasko werden. Insofern kann ich Deine Sorgen nicht so ganz nachvollziehen. Es muß auch nicht notwendigerweise einen Versorgungsausgleich geben. Auch da gäbe es bei grober Unbilligkeit Ausnahmen:

http://kuerzer.de/Oh1FZqImn

Wenn Du das Vorhaben ernstlich angehen willst, kommst Du um eine anwaltliche Beratung nicht herum. Ein Forum wie dieses kann Dir die Beauftragung eines Rechtsspezialisten nicht ersetzen und nicht ersparen.

Antwort
von NasiGoreng,

Ohne Kenntnis von Güterstand und bisheriger Dauer Deiner Ehe kann man Dir nicht helfen.

Vor die Alternative gestellt "Geld oder Leben" solltest Du Dich aber grundsätzlich immer für das Leben entscheiden.

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