Frage von CoumbaToubab, 16

Schaden bei der Elektrizität - Wer ist für den Schaden verantwortlich?

Hallo allerseits, ich habe ein Problem mit der Elektrizität meines WG-ZImmers. Zum Einzug hang eine ziemlich alte Lampe an der Decke, die ich auswechseln wollte. Mein Vater hat die Lampe abgemacht und eine neue eingesetzt. Seitdem geht der Strom nicht mehr. Der Schutzleiter funktioniert nicht mehr. Der stromführende Leiter und der Neutralleiter funktionieren. Der Vermieter meinte, ich hätte beim Anmachen zu sehr an dem Kabel gezogen und das Kabel aus der Halterung in der Decke gelöst (die Decke ist mit Holzplatten verkleidet). Ich kann es mir jedoch echt nicht vorstellen, dass mein Vater zu sehr an dem Kabel gezogen haben soll. Der Vermieter will jetzt, dass ich die Decke aufmache, also die Hälfte der Holzplatten löse und das Kabel in der Halterung neu einlege. Was meint ihr dazu? Ist das Vermietersache oder ein Schaden, für den ich aufkommen muss?

Zusätzlich fliegt sehr häufig die Sicherung raus, wenn ich zum Beispiel den Drucker anmache. Der Vermieter meinte, dass die Sicherung rausfliegt, wenn zuviel Strom auf einmal angefragt wird. Er gab mir daraufhin eine Einschalt-Strombegrenzung. Das Problem ist weiterhin aber nicht gelöst. Habe ich die Lampe an oder läuft die Waschmaschine, kann ich den Drucker nicht anmachen. Kann ich in diesem Fall Mietminderung fordern, wenn das Problem nicht behoben wird? Wenn ja, wie viel ist sinnvoll?

Ich danke euch sehr für die Hilfe!

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Antwort
von Snooopy155, 16

Eigentlich ist eine vernünftige Elektroinstallation Aufgabe des Vermieters.

Waschmaschinen sollten in der Regel eine eigene absicherung erhalten - so empfehlen es zumindest die Hersteller. Wenn bei dir beim Betrieb der Waschmaschine und noch einigen Zusatzgeräten bereits die Sicherung überlastet ist und rausfliegt, spricht das für eine zu geringe Bereitstellung - das sollte auch einem älteren Elektroinstallateur bekannt sein.

Zu dem Problem mit der Deckenlampe - hier würde ich eine unpragmatische Lösung wählen, und die alte Leitung einfach blind schließen und eine neue Leitung von der UP- Wanddose zur Deckenlampe verlegen. Sieht vielleicht nicht so elegant aus, spart aber viel Arbeit und der Vermieter kann sein Problem bei Deinem Auszug dann selbst beheben.

Antwort
von qtbasket, 13

Das sind einfach Schrottinstallationen !!! Und das ist einzig Sache des Vermieters.

Mit einem Taschenrechner und ein bisschen Physik kann man ausrechnen wieviel jeder Verbraucher an Leistung zieht, und wie das mit einer Sicherung dann hinkommt - oder man leiht sich für ein paar Euro die entsprechenden Messgeräte aus.

Mein Verdacht. Uraltinstallationen aus den fünfziger oder sechziger Jahren , nicht ganz ungefährlich was den Brandschutz betrifft. Da hilft nur eines : der Vermieter muss Geld in die Hand nehmen und die Elektroinstallationen erneuern lassen . vermutlich will er das nicht, also mein Rat: ausziehen.

Antwort
von Privatier59,

Im ersten Absatz geht es um Tatfragen. Da kann man hier nun wirklich nichts zu sagen.

Ganz anders beim zweiten Problem: Die Elektroanlage muß normale Geräte aushalten können. Bevor man über Mietminderung nachdenkt sollte man den Vermieter unter Fristsetzung zur Mangelbehebung auffordern.

Antwort
von robinek,

Woher das Problem kommt - hin oder her - gelöst werden sollte/muss es. Würde an Deiner Stelle zunächst einen örtlichen Elektriker damit beauftragen. Er soll und kann den Fehler feststellen und beheben. Je nachdem ob es Dein Fehler war oder ist selbst bezahlen und wenn der Elektriker einen Schaden an der/den Leitungen feststellt den Vermieter informieren, dann muss er es bezahlen.

Kommentar von CoumbaToubab ,

Vielen Dank für die Antworten!

Der Vermieter ist selbst gelernter Elektroinstallateur, aber wohl nicht mehr richtig aktiv in der Branche. Das ist ein größeres Ding, da man die Deckenplatten aufmachen muss, um an die Elektrik der Lampe zu kommen.

Ist es sinnvoll, dem Vermieter eine Fristsetzung zur Mangelbehebung zu setzen, oder den Elektriker selbst zu beauftragen?

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