Frage von Privatier59,

Russenaktien-Sein oder Nichtsein?

Zu Beginn des Jahres hatte ich schon mal gefragt, ob man im russischen Aktienmarkt investiert sein sollte. Ich habe mir nach reiflicher Überlegung dann einen ETF (FR0010326140) zugelegt und den nach einigen Wochen mit 8% Gewinn wieder abgestoßen. Letzte Woche bin ich rückfällig geworden. Gestern nun las ich diesen Tipp:

http://www.finanzfrage.net/tipp/die-groesste-investmentbank-der-welt-hat-das-ver...

Vor lauter Schreck habe ich meine Position halbiert, wobei 2,5% Plus den Verlustschmerz minderten.

Was soll ich jetzt mit dem Rest machen? Auch raushauen oder investiert bleiben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von althaus,

Hatte selbst den DWS Russia und habe mit gut 20% Gewinn verkauft. Aber auf einen herben Rückschlag warte ich vergebens. Man darf sich nicht von den Medien verrückt machen lassen. Der russische markt ist extrem billig, aber mit hohem Risiko behaftet. Persönlich warte ich aber trotzdem einen Rückschlag ab, auch wenn er evtl. dann doch nicht kommt. Raten kann ich Dir nichts. Du musst selbst wissen, wie Du den russischen markt einschätzt. Ich lese auch keine anderen Meldungen als Du. Aber investiert sein will ich dort im Moment noch nicht. Erst wenn es wieder kriselt, dann hole ich mir wieder den DWS Russia (ohne Aufschlag!).

Antwort
von bodjw123,

Ungeachtet der politischen Wetterlage gelten doch die alten Börsenregeln: gesunde Unternehmen, stabile wirtschaft etc. soweit dies auf russland zutrifft, ist schwer zu prüfen.

Antwort
von Rat2010,

Bist du damit erfolgreich, auf derartige Artikel zu reagieren?

Ich bin erfolgreich damit, sie entweder zu ignorieren oder - seltener - als Einstiegszeichen zu nehmen.

Wenn eine Investmentbank zum Ausstieg rät, ist er entweder nicht investiert oder will investieren. Warum sollte er sonst zum Ausstieg raten. Im Fall von J.P. Morgan kommt vielleicht noch dazu, dass die USA Russland - als Krieg mit anderen Mitteln - in die Knie zwingen will.

Ich kann aber nur Strategie. Was du machst ist gezocke und da kann dir höchstens ein Zocker weiterhelfen.

Kommentar von Privatier59 ,

Dafür gibts aber auch nur 2 Gamsbärte (alternativ die Operette Gaspatrone mit Marika Röck und Hoy Schreck auf 78er Schellack).

Was ich aus den Zeiten des Neuen Marktes gelernt habe ist, dass man die Zockerecke anders handhaben muss als den langfristigen Anlagebereich. Da zählt nicht die Taube auf dem Dach, sondern der Spatz in der Hand. Und 2,5% für 7 Tage Zittern sind ein recht dickes Spatzenvieh.

Kommentar von althaus ,

Hatte mir ein Syngenta Call gekauft, da ich der Meinung war, daß die genug gelitten haben. Leider kamen dann plötzlich zwei Analystenkommentare die meinten, daß Syngenta noch gut 10 bis 15% fallen könnte als Kursziel. Ich habe gleich die Reisleine gezogen mit ca. 300 Euro Verlust in nur 3 Tagen. Ob es wirklich so kommt werde ich mal abwarten. Man kann nicht immer Aktien kaufen, wenn das Geld eng wird, dann weiche ich auf Optionsscheine aus, die einen geringeren Einsatz mit sich bringen, dafür aber ein höheres Risiko, da man nichts aussitzen kann.

Kommentar von Rat2010 ,

Ich habe beim Zocken nur gelernt, dass es nichts für mich ist. Genau so wie Roulette, Fußballwetten, Pferdewetten und einiges mehr.

Ich gehe strategisch auch und auch nicht mit Minibeträgen in Fonds wie A0Q0A1, A0RP3D oder A0BK0C.

Der Unterschied ist, dass man am langen Ende auch mit den Beimischungen (die ich rein nehme, wenn mich ein Fondsmanager oder eine Anlageidee überzeugt) hohe Gewinne einfährt. Beim zocken gewinnt am langen Ende nur die Bank.

Ich habe allerdings auch nicht das Thema, dass mir zocken Spaß macht. Man kauft was, es steigt oder fällt, man muss überlegen ob man mit Gewinn oder Verlust verkauft oder nachkauft und macht (das eine wie das andere) zu wenigstens 40 % falsch. Die restlichen 10 % kassiert die Bank, so dass bestenfalls nichts übrig bleibt außer Stress. Strategisch überlegt man ein mal und verkauft, wenn sich die überlegung als falsch herausgestellt hat (was seltener vorkommt) oder es teuer wurde, was Jahrzehnte später sein kann. Ist doch viel einfacher und angenehmer.

Jetzt kommt vermutlich das Argument "und was soll ich den ganzen Tag machen" (in irgendeiner Form, die wenigsten gestehen sich das so ein)? Freunde treffen, Tennis, Golf, radfahren, schwimmen, wandern, Kultur, Reisen planen, Reisen, ... Irgendwas wird sich schon finden, wenn es schon nichts zu arbeiten gibt.

Antwort
von vulkanismus,

Auch raushauen oder investiert bleiben.

Kommentar von Privatier59 ,

Dafür gibt es den großen Gamsbart als Trostpreis.

Kommentar von vulkanismus ,

Bitte nicht - die armen Viecher.

Antwort
von Tritur,

Mit Ländern, deren Regierungen diktatorisch, korrupt, kriminell, kommunistisch kriegstreiberisch oder religiös verblendet sind, macht ein intelligenter Mensch grundsätzlich keine Geschäfte.

Vier dieser Eigenschaften treffen auf Russland zu. Finger weg von Aktien und anderen Anlagen aus oder in Russland!

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