Frage von kileo,

Rückwirkend Lohnerhöhung aufs Krankengeld anrechnen

Hallo Liebe Mitglieder,

im Juli 2011 hatte ich von meinem AG eine mündliche Zusage über eine Lohnerhöhung erhalten die spätestens im September beginnen sollte. Nachdem ich im Okobter noch keine Lohnerhöhung feststellen konnte habe ich per email bei meinem Chef nachgehackt und als Antwort erhalten das er es schon weitergegeben hatte aber nicht weiss wieso es noch nicht ausgezahlt wurde.

Im November hatte ich eine schwere OP und war bis September 2012 ausgefallen. Aufgrund der schwere meines Unfalls konnte ich mich nicht um die Lohnerhöhung kümmern. Als ich wieder zu Arbeiten angefangen habe, erhielt ich endlich schriftlich die Lohnerhöhung, aber aus steuerlichen Gründen nur Rückwirkend ab 02.01.2012, womit ich dann aber auch einverstanden war. Mittlerweile habe ich das Schreiben mit der Lohnerhöhung bei der AOK abgegeben, die ich übrigens bereits letztes Jahr von der Lohnerhöhung unterichtet habe. Die weigert sich rückwirkend zu zahlen, mit der Begründung, das schreiben ist vom 26.10.2012 und kann daher nicht Rückwirkend ab dem 02.01.2012 für eine Neuberechnung des Krankengeldes berücksichtigt werden. Angeblich ist das nur möglich wenn vor der Krankentage die Lohnerhöhung feststand, was ich auch anhand des Email Schriftverehrs (leider war in diesem Schreiben nicht die Rede von der Höhe) nachweissen kann. Das alles reicht wohl nicht aus und verweigern weiterhin die Sache zu bearbeiten. Hat jemand eine Ahnung von der Sachlage und was ich vielleicht tun kann?

Vielen Dank und viele Grüße im voraus

kileo

Antwort
von TaxQA,

m.W. hat diese Vereinbarung keine Auswirkung auf das Krankengeld, da sich das aus dem letzten gezahlten Gehalt berechnet, ggf. zzgl. Anteilige Sonderzahlungen.

Wenn du also nicht nachweisen kannst, dass du spätestens in dem Monat vor der OP (dabei sollte die Gehaltserhöhung ohne Wissen der Krankheit erfolgen) eine Gehaltserhöhung hattest, ist letztendlich alles sinnlos, denn dann führt alles ins Leere.

Hinzu kommt auch, dass der KV auf mehreren Wegen deine Daten mitgeteilt werden: über den Antrag auf Krankengeld, über die monatlichen Abrechnungen etc.

Und dass ein Schreiben aus Okt. 2012 einen komischen Beigeschmack hat, liegt auf der Hand.

Hier ist ein ausführlicher Artikel mit Verweisen auf's Gesetz http://www.bkk.de/arbeitgeber/neu-lexikon-sv-und-steuerrecht/?tx_bkklexikon_pi1%...,0

Für deine Fall greifen §§ 46 ff SGB V

Antwort
von gammoncrack,

Ich lasse mal meinen Gedanken keinen freien Lauf!

Wenn Du damit einverstanden warst, dass die Gehaltserhöhung erst zum 2.1.2012 gegriffen hat, ist doch zu dem Thema nichts mehr zu sagen.

Natürlich kann der Arbeitgeber, wenn er es vergessen hat, auch im Januar 2012 noch die fehlende Gehaltserhöhung aus 2011 nachzahlen. Muss er nur wollen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten