Frage von groove13, 320

Rückstände bei AOK aus Selbstständigkeit - Jetzt familienversichert !!!

Aus einer Selbständigkeit stehe ich mit 6.900 Rückenständen aus der KV und nunmehr 5.800 Euro Säumniszuschlägen und Zinsen in der Kreide. Seit 8 Monaten bin ich nun familienversichert (320 Euro Netto als Minijobber) und müsste zum Arzt. Nun stellt sich heraus, dass ich zur Familienversicherung keine neue Versichertenkarte bekomme, sondern bei jedem Arztbesuch vorher in die Geschäftstelle der betreffenden AOK gehen muss um mir einen extra "Behandlungsschein" abzuholen. Die AOK bestätigt aber selbst, dass ich nun familienversichert bin !! Eine äusserst diskriminierende Handlungswise der AOK wie ich meine !! Schließlich bezahlt ja der Arbeitgeber einen Anteil zur Krankenversicherung über die Knappschaft. Meine Frage nun: Ist die Handhabe der AOK überhaupt rechtens und kann ich mich dagegen wehren ?? und: Kann man gegen Zinsen und Säumniszuschläge aufgrund der neuen REchtsprechung vorgehen ???

Für schnelle Hilfe wäre ich dankbar

Antwort
von Juergen010, 246

In diesem Zusammenhang würde mich ergänzend interessieren, ob in dem oben beschriebenen Fall nicht ein Wechsel der GKV ein möglicher "Königsweg" wäre?

Spricht etwas dagegen wenn die ganze Famlie zu einer anderen GKV wechseln würde? Ginge das überhaupt?

Kommentar von alfalfa ,

Ein Recht zum Wechsel besteht nur wird bei dem Antrag auch gefragt, ob Beitragsschulden bei der Vorversicherung bestehen...Das Ergebnis des Antrags ist dann wohl vorprogrammiert.

Antwort
von barmer, 253

Hallo,

die Säumniszuschläge werden aufgrund des neuen Gesetzes auf jeden Fall reduziert werden.

Die Handhabung der Familienversicherung finde ich merkwürdig. Anstatt mit der AOK zu diskutieren, würde ich empfehlen dass der versicherte Partner zum 1.11. zu einer anderen Kasse wechselt. Und Du automatisch mitgehst.

(Aus dem Minijob kannst Du allerdings nichts ableiten.)

Viel Glück

Barmer

Antwort
von alfalfa, 306

Also: Wenn Beitragsrückstände bestehen, so hat man nach § 193 VVG nur Ansprüche auf eine "Grundversorgung" (gilt auch für GKV). Das bedeutet, dass nur Anspruch bei akuten Schmerzzuständen oder Notfall Situationen besteht. Auf alle anderen Leistungen besteht kein Anspruch, bis die Beitragsrückstände bezahlt sind. Insofern ist die Verhaltensweise der AOK gesetzeskonform und korrekt.

Aber eine wichtige Information habe ich für Dich . Es gab eine Gesetzesänderung, die genau für solche Fälle wie Deinen zutrifft. Doch lies selbst:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/04/2013-04-10-beitragsuebe...

Was bedeutet das konkret? Sprich mit Deiner AOK dass die Säumniszuschläge neu berechnet werden (sich reduzieren) und über einen Abzahlungsplan.

Dann hast Du gute Chancen, dass sich zumindest der Batzen der Säumniszuschläge reduziert. Leider hast Du erst dann Anspruch auf volle GKV Leistungen, wenn der Deckel vollständig abbezahlt ist. Warum das so ist: Da darfst Du Ulla Schmidt von der SPD ein herzliches Dankeschön sagen.

Good Luck

Antwort
von Julia23, 280

der AG zahlt 13% KV-Pauschale. Dies ist nur dazu da um wenigstens etwas Geld in die Sozialkassen zu spülen. Da ein Minijob nicht sv-pflichtig ist führt dieser zu einer Krankenversicherung! Darübe zu Argumentieren hast keinen Sinn.

Was sagt denn die AOK zu Deinem Schuldentilgunsplan? Welche Raten hast Du der AOK angeboten um Deine Schulden dort zu tilgen?

Wegen dem Säumniszuschlägen einfach mal freundlich nachfragen und wenn die AOK sich stur stellt obwohl Du ordentliche Raten zur Tilgung ageboten hast, dann würde auf die neuen Urteile zu den Säumniszuschlägen der Krankenkassen verweisen: Im besten Fall verzichtet die AOK dann komplett auf diese Zuschläge (möglich aber nicht sehr wahrscheinlich). Aber zumindest sollten sich diese Zuschläge auf Grund der neuen Urteile erheblich reduzieren

Kommentar von Julia23 ,

der Satz: "Darübe zu Argumentieren hast keinen Sinn." sollte lauten: "Darüber mit der Krankenkasse zu Argumentieren hat keinen Sinn."

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