Frage von doubleju, 9

Rückkehr in GKV möglich - würdet Ihr das tun?

Hallo Community - ich bin 44 Jahre alt und derzeit in der privaten Krankenversicherung. Meine 2 Kinder versichere ich ebenfalls privat. Meine Frau als Teilzeitbeschäftigte ist in der GKV. Bedingt durch Arbeitslosigkeit zum 1.1.14 habe ich nun die Möglichkeit in die GKV zurückzukommen. Ich zahle für die private Krankenversicherung derzeit monatlich 550 Euro für mich und jeweils 150 Euro pro Kind. Wenn ich mich nun gesetzlich versichere, ich gehe davon aus, dass ich bald wieder im Angestelltenverhältnis bin und über der Beitragsbemessungsgrenze verdiene, zahle ich ca. 640 Euro monatlich für die Familienversicherung. Die besseren Leistungen der privaten KV möchte ich zumindest zum Teil (Bereich Krankenhaus und Zähne) durch Zusatzversicherungen abecken. Ich rechne also nicht damit, dass ich momentan eine Ersparnis habe, die bessere Versorgung sicherlich auch in der PKV erfolgt. Würdet Ihr im Hinblick auf die ungewisse Zukunft der privaten Krankenkassen dennoch wechseln in die gesetzliche Versicherung. Freue mich über Eure Meinungen zum Thema.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 7

Ich würde gerade in diesem Alter nicht wechseln, da die Gefahr besteht, nicht nur im Bereich der Zahnmedizin zusätzliche Versicherungen zu benötigen, um auf einen vergleichbaren Standard zu kommen. Die GKV wurde in den letzten Jahren immer weiter eingeschränkt und reduziert. Das Modell ist krank und funktioniert mit der aktuellen demographischen Entwicklung einfach nicht. Daher würde ich der PKV den Vorzug geben - auch wegen der Kinder.

Wenn allerdings durch Arbeitslosigkeit und fehlende Rücklagen die Wahl eigentlich gar keine ist, dann erübrigt sich die Frage.

Antwort
von sparpaket, 5

Mit Zusatzversicherungen, die Dir am Herzen liegen (Zähne und Krankenhausaufenthalt) musst Du in Deinem Alter auf jeden Fall damit rechnen, nochmals kräftig zu bezahlen, wenn Dich eine Versicherung überhaupt aufnimmt. Ausserdem kommen dann auch noch die Wartefristen, bis eine Leistung erstmals möglich ist, hinzu. Ich würde deshalb nicht wechseln, wenn Du es Dir leisten kannst.

Antwort
von leuschner44577, 7

Ich persönlich würde es nicht tun.

Die Prämie darf nicht das Kriterium sein. Das Wichtige ist die Sicherung der Leistungen in deiner Krankenversicherung (Ich gehe mal davon aus, dass du einen ordentlichen PKV-Tarif hast). Die Leistungen der GKV sind in den letzten Jahren immer weiter gesenkt worden, um die Beiträge zu stabilisieren und ich bin sicher, dass dies aufgrund der Umlagefinanzierung weiter gehen wird.

Wenn du auf die mögliche Unsicherheit der privaten KV insgesamt abzielst, kann ich nur sagen: Selbst wenn die Voll-PKV mal abgeschafft werden sollte (Was ich nicht glaube), wirst du als PKV-Versicherter dann eine Wahlmöglichkeit haben, ob du drin bleibst oder wechselst. Als GKV-Versicherter kannst du diese Wahl dann nicht haben.

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